Bahnübergang Littau Visualisierung

Erweiterung Cheerstrasse

Die Cheerstrasse verbindet das Quartier Littau Dorf mit dem Littauerboden. Um den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit zu verbessern, wird eine Umfahrungsstrasse realisiert. Ein neuer Bushof soll eine optimale betriebliche Abwicklung des Busverkehrs gewährleisten. Der Baustart ist Mitte/Ende 2021 realistisch und die Eröffnung der Cheerstrasse Ende 2024 möglich.

Aktuelles

Das Bauprojekt für die Erweiterung der Cheerstrasse in Littau liegt seit Mitte November 2019 vor. Die interne und externe Vernehmlassung zum Bauprojekt hat bis Ende 2019 stattgefunden. Der Kanton hat im Rahmen der Vernehmlassung gefordert, dass am Knoten Bodenhof statt eines Kreisels eine Kreuzung mit einer Lichtsignalanlage gebaut wird. Diese Forderung hat Auswirkungen auf den Terminplan und die Kosten des Projekts.
Die Stadt muss deshalb ein neues Teilprojekt für den Knoten Bodenhof erarbeiten und in das bestehende Bauprojekt integrieren. Der Terminplan verschiebt sich damit nach hinten. Das aktualisierte Bauprojekt ist frühestens Ende Sommer 2020 zu erwarten. Wann die Planauflage und die weiteren Projektschritte stattfinden, kann erst dann entschieden werden. Sollte die Planauflage wie jetzt geplant Anfang 2021 durchgeführt werden, ist ein Baubeginn Mitte/Ende 2021 realistisch und die Eröffnung der Cheerstrasse Ende 2024 möglich.

Vorher-Nachher Visualisierungen

Durch die nachfolgenden Visualisierungen erhalten Sie einen Einblick, wie das Gebiet um den Bahnhof Littau zukünftig aussehen wird. Hierzu wechselt das Bild von der heutigen Situation zu einer Skizze der zukünftigen und wieder zurück.

Informationen zur Ausgangslage des Projekts "Erweiterung Cheerstrasse", dessen Werdegang sowie zu den geplanten Massnahmen und dem entsprechenden Zeitplan finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

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Bahnübergang Littau
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Cheerstrasse

 

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Ausgangslage: Unfälle, Staus und Verkehrsbehinderungen Cheerstrasse

Die Verbindungsstrasse zwischen Littau Dorf und Littauerboden hiess bis ins Jahr 2010 „Bahnhofstrasse“. Aufgrund der Fusion zwischen der Gemeinde Littau und der Stadt Luzern wurde sie neu in „Cheerstrasse“ umbenannt. Die Strasse führt beim Bahnhof Littau über einen Barriere-gesteuerten Bahnübergang der Strecke Luzern–Wolhusen. Diese „Barriere­situation“ und die Einmündung der damaligen Bahnhofstrasse in die Thorenbergstrasse führ­ten bereits vor 2009 häufig zu Unfällen, Staus und Verkehrsbehinderungen. Die Situation ver­schärfte sich insbesondere durch das laufend verbesserte Fahrplanangebot der SBB und die damit verbundene Taktverdichtung bzw. die zunehmenden Schliessungszeiten des Bahnüber­gangs.

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Projekt "Erweiterung Cheerstrasse": Der Werdegang

Zur Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit plante die ehemalige Gemeinde Littau eine neue Linienführung für die damalige Bahnhofstrasse. Die Unterbrechung des Bahnbetriebs aufgrund der Renovation des Zimmereggtunnels bot die Gelegenheit, im Hinblick auf eine künftige Erschliessungs- und Verbindungsstrasse eine erste Etappe in Form einer Unterführung der Bahngleise zirka 400 Meter nordöstlich vom Bahnhof Littau entfernt zu realisieren. Die Umsetzung der Unterführung «Ober Bodenhof» erfolgte im Sommer 2005.

Ausgehend von dieser ersten Etappe wurden in den Jahren 2006 / 2007 im Rahmen von Vorstudien diverse Varianten geprüft, wie die Linienführung der künftigen Erschliessungs- und Verbindungsstrasse (= Umfahrungsstrasse) aussehen könnte. Als Bestvariante ging das Projekt „Cheerstrasse 2009“ hervor. Die Stimmbevölkerung von Littau bewilligte am 27. September 2009 den Projektierungs- und Baukredit für die als Bestvariante ausgezeichnete „Erschliessungs- und Verbindungsstrasse, Kreisel Bodenhof bis Bahnhof Littau“ in der Höhe von 13,8 Mio. Franken. Zum damaligen Zeitpunkt war die Fusion der Gemeinde Littau mit der Stadt Luzern bereits beschlossen.

Mit der Fusion der Gemeinde Littau mit der Stadt Luzern per 1. Januar 2010 (Annahme der Stimmbevölkerung im Juni 2007) wurde die Realisierung des Projekts «Cheerstrasse 2009» von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt Luzern abhängig. In Abstimmung mit der langfristigen Finanzplanung und dahingehender Priorisierung wurde das Projekt in den vergangenen Jahren mehrmalig zurückgestellt. In den Jahren 2015 / 2016 wurde das Projekt neubeurteilt, wobei festgestellt wurde, dass sich die Rahmenbedingungen im Projektumfeld seit 2009 stark verändert haben.


Rahmenbedingungen

Die geplante Erschliessungs- und Verbindungsstrasse Cheerstrasse befindet sich im Gebiet Littauerboden. Bedingt durch diese Lage sind beim Projekt nicht nur die aktuellen Grundlagen, sondern auch das Entwicklungspotenzial für Wohnraum und Arbeitsplätze sowie insbesondere die im Gebiet geplanten Drittvorhaben wie der Bahnhofumbau SBB oder der Bushof als Rahmenbedingungen zu beachten und in die Beurteilung miteinzubeziehen. Zudem befinden sich der Bahnhof und das umliegende Gelände in einem hochwassergefährdeten Überflutungsgebiet.

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen zeigte sich, dass für eine Neuauflage des Projekts, neu als «Cheerstrasse 2016» oder «Erweiterung Cheerstrasse» bezeichnet, der Perimeter von 2009 erweitert werden muss. Konkret sollen aufgrund der neuen Erschliessungsstrasse der Knoten Bodenhof und der Abschnitt zwischen Knoten Bodenhof und dem ursprünglichen Projektperimeter ausgebaut, und mit flankierenden Massnahmen die untere Cheerstrasse aufgewertet werden. Die Stimmbevölkerung bewilligte an der Abstimmung vom 24. September 2017 einen Zusatzkredit von 4,8 Mio. Franken für die Realisierung des Projekts «Erweiterung Cheerstrasse». Der gesamte Kredit beträgt damit neu 18,6 Mio. Franken. Der Kredit über 4,3 Mio. Franken für den Bau des Bushofs wurde vom Grossen Stadtrat am 12. März 2020 bewilligt. Stand heute ist davon auszugehen, dass die Stadt dank Beiträgen von Bund und Kanton lediglich 0,8 Mio. Franken der Gesamtkosten tragen muss.

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Projekt "Erweiterung Cheerstrasse": Die Massnahmen und Ziele

Das Projekt «Erweiterung Cheerstrasse» gliedert sich in insgesamt neun Teilprojekte. Die neun Teilprojekte (TP) werden auf der nachfolgenden Abbildung aufgezeigt und weiter unten einzeln beschrieben. Im letzten Abschnitt finden Sie Anführungen zur räumlichen Entwicklung von Littau.

?bersicht Teilprojekte
Übersicht Teilprojekte (TP) Projekt "Erweiterung Cheerstrasse"

Teilprojekt 1: Projekt Cheerstrasse 2009

Das von den Littauer Stimmberechtigten 2009 beschlossene Projekt sieht vor, dass die vom Littau Dorf kommende Strasse nicht mehr die Gleise kreuzt, sondern rund 400 Meter nordöstlich vom Bahnhof Littau weiter über eine Unterführung zum Kreisel Bodenhof und von dort auf die Thorenbergstrasse führt. Die dafür notwendige Bahnunterführung wurde im Sommer 2005 realisiert.

Teilprojekt 2: Knoten Bodenhof

Der bestehende Knoten Bodenhof befindet sich an der Kantonsstrasse K 10, zwischen Malters und dem Seetalplatz auf der Höhe des Baufachmarktes Hornbach. Er ist als einstreifige Kreisverkehrsanlage mit einstreifigen Zufahrten angelegt. Der Kreiseldurchmesser beträgt 30 Meter. In allen Knotenzufahrten befinden sich Fussgängerübergänge, welche die beidseitig der Strasse verlaufenden Trottoirs verbinden. Die Thorenbergstrasse ist zudem beidseitig mit Radstreifen ausgerüstet.

Mit der Umlegung der Cheerstrasse und Anbindung an den Knoten Bodenhof verändern sich die Verkehrsverhältnisse am Knoten Bodenhof grundlegend und es werden Massnahmen zur Leistungssteigerung notwendig. In einer ersten Analyse des Projekts im Jahr 2015 stand für den Knoten Bodenhof ein Neu- und Ausbau des gesamten Kreisels im Vordergrund. Dies insbesondere auch aufgrund der Annahme, dass der Kreisel ohnehin saniert werden müsse. Da seitens des Kantons keine Sanierung vorgesehen ist, wurde im Rahmen des Statusberichts 2016 als kostengünstigere Alternative eine zweispurige Knotenzufahrt aus Richtung Malters sowie eine zweispurige Knotenausfahrt Richtung neue Cheerstrasse vorgeschlagen. Mit dieser „Bypass-ähnlichen“ Verkehrsführung kann die aus damaliger Sicht erforderliche Leistungssteigerung im Knoten Bodenhof erzielt werden. Der Kanton hat im Rahmen der Vernehmlassung im März 2020 gefordert, dass am Knoten Bodenhof statt eines Kreisels eine Kreuzung mit einer Lichtsignalanlage gebaut wird. Der Kanton Luzern will mit der Lichtsignalanlage jederzeit einen optimalen Verkehrsfluss sicherstellen. Das heisst, dass bei hohem Verkehrsaufkommen die einmündenden Strassen gesteuert und die Busse bevorzugt werden können.

Teilprojekt 3: Abschnitt Knoten Bodenhof – Projekt Cheerstrasse 2009

Der Perimeter im Projekt „Cheerstrasse 2009“ schliesst nicht direkt an den Kreisel Bodenhof an, sondern endet an der Bodenhofstrasse. Aufgrund der im Teilprojekt 2 beschriebenen Massnahme am Knoten Bodenhof muss der entsprechende Abschnitt zwischen der Bodenhofstrasse und der Lichtsignalanlage angepasst werden. In erster Linie geht es dabei um die Verkehrsführung für den Fuss- und Veloverkehr. In Zukunft werden die Buslinien aus Richtung Seetalplatz kommend den Bahnhof Littau via neue Cheerstrasse anfahren. Aus diesem Grund ist eine Verschiebung des Standorts der Haltestellen Säntihof im Teilprojekt berücksichtigt.

Teilprojekt 4: Bahnübergang

Mit der Realisierung der Umfahrungsstrasse ist der Bahnübergang beim Bahnhof Littau künftig nur noch für den Fuss- und Veloverkehr zugelassen. An den Bahnschranken und am Bahnübergang sind bauliche Anpassungen an die neue Verkehrsführung notwendig. Diese werden durch die SBB geplant und realisiert. 

Teilprojekt 5: Flankierende Massnahmen Cheerstrasse

Der Abschnitt Thorenbergstrasse bis zum Bahnübergang der SBB bzw. zu den SBB-Gleisen dient nach Inbetriebnahme der neuen Cheerstrasse ausschliesslich der Quartiererschliessung. Um den Strassenabschnitt entsprechend aufzuwerten und dem angestrebten Quartiercharakter gerecht zu werden, sind kleine Massnahmen zur baulichen Umgestaltung in eine „Tempo-30-Zone“ und Anpassungen der Fahrbahnbreite vorgesehen. Heute gilt an der unteren Cheerstrasse die Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h. Im Rahmen eines Lärmsanierungsprojekts wird im Jahr 2018 die Geschwindigkeit auf diesem Strassenabschnitt auf Tempo 30 reduziert. Die im Projekt „Cheerstrasse 2016“ enthaltenen flankierenden Massnahmen werden ergänzend vorgenommen, um die möglicherweise bereits auf einfache Weise vorgenommene Temporeduktion auch gestalterisch adäquat umzusetzen.

Teilprojekt 6: T-Knoten Thorenbergstrasse

Beim T-Knotenbereich Thorenberg- / Cheerstrasse handelt es sich um einen Unfallschwerpunkt. Mit der Umsetzung des Projekts «Erweiterung Cheerstrasse» wird der Knoten stark entlastet, wodurch mögliche Unfallursachen wie Rückstau aufgrund der geschlossenen Bahnschranke sowie hohe Verkehrsbelastungen reduziert werden können. Kleinere gestalterische Anpassungen tragen weiter zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei.

Teilprojekt 7: Bushof

Zwischen der Perronanlage SBB und der neuen Cheerstrasse soll für eine betrieblich optimale Abwicklung des Busverkehrs ein Bushof realisiert werden. Dazu wird das alte Bahnhofsgebäude mit dem Güterschuppen der SBB abgerissen. Der Bushof dient als Endhaltestelle für die bestehenden Buslinien 40 und 41 sowie der zum Bahnhof Littau verlängerten Linie 30. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 sind diese bereits als Provisorien in Betrieb. Der Gestaltung des öffentlichen Raums ist im Bereich des Bushofs zwischen dem SBB Perron und dem bestehenden Gewerbebau mit entsprechender Ausstattung (gedeckter Personenunterstand, öffentliches WC) sowie einem der Situation angepassten Betriebskonzept und Geschwindigkeitsregime besondere Beachtung zu schenken. Der Kredit über 4,3 Mio. Franken für den Bau des Bushofs wurde vom Grossen Stadtrat am 12. März 2020 bewilligt. Stand heute ist davon auszugehen, dass die Stadt dank Beiträgen von Bund und Kanton lediglich 0,8 Mio. Franken der Gesamtkosten tragen muss.

Teilprojekt 8: Kanalisation

Gemeinsam mit der Realisierung der baulichen Massnahmen des Projekts «Erweiterung Cheerstrasse» werden die Meteorwasser- und Mischwasserleitungen im Bereich der Strassenführung im Gebiet Ober Bodenhof umgelegt.

Teilprojekt 9: Sanierung Unterführung «Ober Bodenhof»

Die Bahnunterführung «Ober Bodenhof» wurde 2005 als Vorleistung des Projekts «Cheerstrasse 2009» erstellt und existiert seither als ungenutzte «Geisterunterführung». Eine im Mai 2018 durchgeführt Untersuchung ergab, dass sich die Unterführung gesamthaft in einem guten Zustand befindet. Für die nachfolgenden Planungs- und Ausbauetappen muss eine visuelle Inspektion der Brückenfundation für die noch zu erstellende Grundwasserwanne berücksichtigt werden.

Räumliche Entwicklung Littau

Zeitgleich mit dem Projekt «Erweiterung Cheerstrasse» läuft die Zusammenführung der Bau- und Zonenordnungen (BZO) der Stadtteile Littau und Luzern. Im Zuge dessen wird die BZO Littau gesamthaft revidiert. Die neue BZO soll 2023 in Kraft treten. Als Grundlage für die Zusammenführung dient das Raumentwicklungskonzept 2018.

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Projekt "Erweiterung Cheerstrasse": Die nächsten Schritte

Folgende Meilensteine sind im Rahmen der Projektbearbeitung zum heutigen Zeitpunkt vorgesehen. Terminliche Verschiebungen im Rahmen der Finanzierungs- und Bewilligungsverfahren sind nicht auszuschliessen.

Phase Teilphase Termine
Projektierung Vorprojekt Januar 2019
  Bauprojekt 1 November 2019
  Vernehmlassung Bauprojekt 1 bis Ende Dezember 2019
  Bauprojekt 2 Juni 2020
  Öffentliche Auflage Anfang 2021
Ausschreibung Ausführungsprojekt Anfang 2021
  Submission Baumeister Sommer 2021
  Vergabe Sommer 2021
Realisierung AVOR Baumeister Herbst 2021
  Baubeginn Herbst 2021
  Schliessung Bahnübergang,
Teilinbetriebnahme "neue Cheerstrasse"
Ab zirka Januar 2023
  Bauende Ende 2024

 

Für Fragen steht Ihnen der zuständige Projektleiter, Markus Sigrist (Tel. 041 208 86 88) gerne zur Verfügung.

Stand: 15. April 2020

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