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Die Stadt Luzern ist eine attraktive und erfolgreiche Tourismusdestination, die sowohl bei Gästen aus der Schweiz wie auch aus dem Ausland sehr beliebt ist. Bis zum Ausbruch der Coronapandemie führten diese Attraktivität und das globale Wachstum im Tourismusbereich dazu, dass die Stadt Luzern eine stetig wachsende Zahl an Touristinnen und Touristen verzeich­nete. In der Folge stiegen das Unwohlsein sowie das Unbehagen in gewissen Teilen der Bevölkerung. Eine Grundsatzdiskussion über die weitere Entwicklung war deshalb angezeigt.

Vor diesem Hintergrund wurde im November 2017 im Grossen Stadtrat die Motion 159 eingereicht, die von der Stadtregierung eine «Vision Tourismus Luzern 2030» fordert. Damit wird verlangt, dass die Stadt eine aktivere Steuerung der Tourismusentwicklung an die Hand nimmt bzw. zumindest entsprechende Möglichkeiten prüft. Der Stadtrat hat in seiner Stellungnahme im Herbst 2018 seine Bereitschaft erklärt, die Motion – welche anlässlich der Ratssitzung vom 31. Januar 2019 überwiesen wurde – entgegenzunehmen und dem Parlament einen entsprechenden Bericht vorzulegen.

Für die Erarbeitung von Vision und Umsetzungskonzept wählte der Stadtrat eine Vorgehensweise, die sich an einem Strategieentwicklungsprozess orientiert und drei Projektphasen beinhaltet. Neben einer Vision wurden deshalb auch eine Mission, zentrale Werte, Alleinstellungsmerkmale und strategische Stossrichtungen herausgearbeitet. Nach jeder Phase wurden die Resultate aus­gewertet und konsolidiert.

Der Strategieprozess Tourismus begann mit einer vertieften Analyse. Dabei ging es um die Aus­ei­nandersetzung der relevanten Anspruchsgruppen mit den Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren des Tourismus in der Stadt Luzern. Das Ziel der zweiten Phase war, gemeinsam mit den Anspruchsgruppen auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse eine Vision zu entwickeln. Dabei ging es um die Klärung der Frage, wohin sich der Tourismus in der Stadt Luzern entwickeln soll. Basierend auf dieser Vision wurde in der dritten Phase ein Umsetzungskonzept erarbeitet. Dieses zeigt auf, wie die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Einfluss auf die Entwicklung des Tourismus nehmen kann.

Entscheidende Erfolgsfaktoren im vorliegenden Strategieprozess stellten für den Stadtrat der Ein­bezug der relevanten Stakeholder, inklusive der Bevölkerung. Wichtig war auch die enge Abstimmung mit dem parallel laufenden Strategieprozess Carregime, dessen Ziel darin besteht, eine mehrheitsfähige Lösung für das zukünftige Carregime zu entwickeln. Deshalb wurden die Projektphasen in einen umfassenden Partizipationsprozess mit zahlreichen Aktivitäten wie einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung und Workshops eingebettet. Des Weiteren hat ein Fachbeirat aus Tourismusexpertinnen und -experten den gesamten Prozess begleitet.

Verantwortlich für die Erarbeitung war das Projektteam, unter Federführung der Fachstelle Wirt­schaft, mit verschiedenen involvierten Verwaltungsstellen (Kommunikation, Mobilität, Stadt­planung) und der Luzern Tourismus AG. Das Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS hat das Projektteam komplettiert, den Fachprozess unterstützt und die Moderation des Partizipati­onsprozesses geleitet.

Der Strategieprozess Tourismus wurde im Herbst 2019 initiiert. Nach dem Abschluss der Partizipationsaktivitäten im Sommer 2021 hat der Stadtrat den Bericht und Antrag für das Parlament ausgearbeitet. Der Grosse Stadtrat wird den vorliegenden Bericht und Antrag (B+A) voraussichtlich Ende Januar 2022 beraten

B+A 41/2021 Vision Tourismus Luzern 2030. Sonderkredit. Abschreibung Motion 159 inkl. Beilage Schlussbericht INFRAS

Motion 159 und Stellungnahme
Folgestudie zum Aspekt Tagestourismus
B+A 22/2019

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Vielen Dank für Ihre Teilnahme. Die Bevölkerungsbefragung ist abgeschlossen. Die Eingaben werden in die weiteren Arbeiten zur Erarbeitung der Vision Tourismus Luzern 2030 einfliessen.

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