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Der Durchgangsbahnhof ist für die Stadt, die Region und den Kanton Luzern sowie für die Zentralschweiz ein Jahrhundertprojekt. Er ermöglicht häufigere, schnellere und direktere Verbindungen im Fernverkehr und einen Ausbau der S-Bahn. Damit bietet er grosse Entwicklungsmöglichkeiten für das regionale Mobilitätssystem sowie das Stadtzentrum und ist auch ein wichtiger Baustein, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen. 

Mit dem verbesserten Bahnangebot wird die Personenfrequenz im Bahnhofsumfeld deutlich steigen. Damit diese bewältigt werden kann, müssen die Umsteigemöglichkeiten, die Zugänge zum Bahnhof und die Bahnhofsumgebung neu geplant werden. Zudem werden mit dem unterirdischen Durchgangsbahnhof oberirdisch Gleisflächen frei: eine einmalige Chance, mitten in Luzern die Stadt neu zu denken.

Aktuelles

Abschluss der digitalen Mitwirkung 
Wir danken allen Interessierten, die zwischen Februar und April 2021 an unserer digitalen Mitwirkung teilgenommen, einen Workshop oder eine online Infoveranstaltungen besucht haben. Alle Rückmeldungen werden in den nächsten Wochen ausgewertet und Ende Juni in einem Mitwirkungsbericht öffentlich kommuniziert. 

Erklär mir doch mal den Durchgangsbahnhof
Was bedeutet der geplante Durchgangsbahnhof für Luzern? Welche Vorteile bringt er und wie wird er überhaupt gebaut? Kinder vom Kinderparlament der Stadt Luzern gehen in ihrem Video solchen Fragen nach: Link

Durchgangsbahnhof

Der Durchgangsbahnhof Luzern besteht aus einem 3,5 Kilometer langen Tunnel von Ebikon bis zum Luzerner Bahnhof (Dreilindentunnel), einem Tiefbahnhof mit vier Gleisen sowie einer unterirdischen Zu- und Wegfahrt durch das Gebiet Heimbach (1,8 Kilometer langer Neustadttunnel). Das Projekt wird unter Federführung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) vorangetrieben. Die Partner – BAV, SBB, Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden, Verkehrsverbund Luzern, Zentralbahn sowie Stadt Luzern – arbeiten seit 2019 in einer Knotenorganisation zusammen. 

Im ersten Halbjahr 2019 haben National- und Ständerat die Wichtigkeit des Durchgangsbahnhofs Luzern bestätigt. Für die weitere Projektierung des Ausbaus bis und mit Bau- und Auflageprojekt stellt der Bund 85 Mio. Franken zur Verfügung. Voraussichtlich 2026 wird das eidgenössische Parlament über einen weiteren Ausbauschritt des schweizerischen Bahnsystems und damit über die definitive Realisierung des Durchgangsbahnhofs entscheiden.



Aktuelle Informationen zum Infrastrukturprojekt finden Sie auf dem Webauftritt des Kantons

Testplanung: Vorgehen und öffentliche Mitwirkung

Die Stadt Luzern hat 2020 eine Testplanung mit drei interdisziplinären Planungsteams in Auftrag gegeben. Sie hatten die Aufgabe, das Potenzial im Raum Bahnhof zu analysieren und Vorschläge zu erarbeiten, wie das Stadtzentrum dereinst aussehen könnte, wenn der Durchgangsbahnhof gebaut ist.

Von Februar bis April 2021 wurden die Resultate der Testplanung in einem Mitwirkungsprozess öffentlich diskutiert. Die Resultate werden in einem Mitwirkungsbericht zusammengefasst und fliessen mit der Haltung des Stadtrats in ein Entwicklungskonzept ein, das das weitere Vorgehen zeigt. Im Frühling 2022 wird das Konzept dem Grossen Stadtrat vorgelegt.

Testplanung: Ergebnisse

Die Ergebnisse der Testplanung sind im Schlussbericht des Begleitgremiums zusammengefasst. Der Schlussbericht sowie die einzelnen Teambeiträge sind unter Dokumente (ganz am Ende dieser Webseite) aufgeschaltet.

Die fachlichen Erkenntnisse, die Empfehlungen sowie die sieben Grundsätze sind nicht abschliessend, sondern sind die Grundlage für die weiteren Planungen. Sie stimmen nicht überall mit der Haltung der einzelnen Partner überein und nehmen auch die politischen Prozesse nicht vorweg. Auch der Stadtrat wird seine Haltung erst definieren, wenn die Rückmeldungen aus der öffentlichen Diskussionsphase vorliegen.

Die sieben Grundsätze aus der Testplanung im Überblick:

Grundsätze
  1. Den Durchgangsbahnhof in ein leistungsfähiges Bahn- und Bus-System einbinden: Der Durchgangsbahnhof kann seine Wirkung für die Region voll entfalten, wenn er optimal in das Fernverkehrsnetz und in ein ausgebautes regionales Bahn- und Bus-System eingebunden ist.
  2. Den Raum rund um den Bahnhof als multimodale Drehscheibe organisieren: Die Flächen rund um den Bahnhof sollen optimal und effizient genutzt werden. Dem Bus-, Velo- und Fussverkehr soll der notwendige Raum für ein attraktives Fortbewegen und Umsteigen eingeräumt werden. Ziel ist aber auch, dass der Bahnhof, die Kultur- und Tourismusnutzungen für den Autoverkehr jederzeit erreichbar bleiben.
  3. Zwei zusätzliche Bahnhofsplätze realisieren: Im Osten und Westen des Bahnhofs sollen zwei neue Bahnhofsplätze entstehen. Sie ermöglichen es, den heutigen Bahnhofplatz Nord zu entlasten und das Bussystem weiterzuentwickeln. Um die zusätzlichen Personenfrequenzen bewältigen zu können, soll die Personenunterführung Süd ausgebaut werden.
  4. Den Bahnhofplatz Nord auch als Aufenthaltsort gestalten: Der Bahnhofplatz Nord soll in seiner Rolle als Visitenkarte gestärkt werden. Der Auto- und der Busverkehr über den Bahnhofplatz sollen reduziert werden, damit Flächen für attraktive Aufenthaltsräume frei werden.
  5. Das Tribschenquartier zu einem attraktiven Stadtteil entwickeln: Die Bürgenstrasse soll zur zentralen Erschliessungsachse für das ganze linke Seeufer vom und zum Bahnhofsplatz Ost werden und die Weiterentwicklung des Tribschenquartiers ermöglichen.
  6. Die Verbindungen zwischen den Quartieren verbessern: Mit einer zusätzlichen Fussgänger- und Veloverbindung sollen die trennende Wirkung der Gleisflächen reduziert und das Tribschen- und das Hirschmattquartier miteinander vernetzt werden.
  7. Bereits heute mit der Umsetzung starten: Vorgezogene Massnahmen wie zum Beispiel ein angepasstes Bussystem sollen dafür sorgen, dass der Bahnhof auch während der rund zehnjährigen Bauzeit des Durchgangsbahnhofes als Mobilitätsdrehscheibe funktioniert.

Termine

Frühling 2022
Beratung des Bericht und Antrags "Entwicklungskonzept" im Grossen Stadtrat

Voraussichtlich im Frühling 2022
Ausstellung zum Durchgangsbahnhof im Bahnhof Luzern 

 

Aktuelles

DatumName

Zugehörige Objekte

Name Beschreibung
Bundesamt für Verkehr (BAV)
Informationen zum Ausbauschritt 2035
Kanton Luzern, BUWD
Fakten zum Infrastrukturprojekt
Komitee Durchgangsbahnhof Luzern
Die 700 Mitglieder des Komitees fordern, dass 2026 mit dem Bau des Durchgangsbahnhof Luzern begonnen wird.
SBB: Durchgangsbahnhof Luzern
Informationen der SBB zum Durchgangsbahnhof Luzern
Verkehrsverbund Luzern
Durchgangsbahnhof Luzern inkl. Mittelfristangebot
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