Luftbild Bahnhof Luzern

Durchgangsbahnhof

Der Durchgangsbahnhof ist für die Stadt Luzern ein Jahrhundertprojekt. Er ermöglicht bessere, häufigere und schnellere Verbindungen im Fernverkehr und den Ausbau des S-Bahn-Systems in der Region Luzern. Zudem werden oberirdisch Flächen in der Grössenordnung der Altstadt frei: eine einmalige Chance für die Stadtentwicklung. Der Stadtrat will die städtischen Anliegen aktiv in das Gesamtprojekt einbringen und dazu im Frühling 2020 eine Testplanung starten. 

DBL Seitenansicht

Mit dem verbesserten Bahnangebot wird die Personenfrequenz im Bahnhofumfeld deutlich steigen. Damit diese bewältigt werden kann, müssen die Umsteigemöglichkeiten auf Bus, Velo und Auto, die Zugänge zum Bahnhof und somit der Bahnhofplatz als Mobilitätsdrehscheibe völlig neu gedacht werden. Zudem werden rund sechs Hektaren Gleisflächen frei, die aus betrieblichen Gründen nicht mehr benötigt werden. Sie können neu genutzt werden, um mitten in Luzern einen neuen Stadtteil zu entwickeln.

 

Aktuelles

Von Frühling bis Herbst 2020 führt die Stadt Luzern eine Testplanung zum Durchgangsbahnhof durch. Zur Bearbeitung der Aufgaben wurden diese Teamzusammensetzungen gewählt und beauftragt:

- Van de Wetering, Basler & Hofmann, Hager Partner, Hochschule Luzern
- yellow z, SKK Landschaftsarchitekten, Schneiter Verkehrsplanung, Ingenieurbüro Heierli, Christina Schumacher
- Güller Güller, ZUS, mrs partner, Gruner Wepf, Barbara Emmenegger

Durchgangsbahnhof

Der Durchgangsbahnhof Luzern besteht aus einem 3,5 Kilometer langen Tunnel von Ebikon bis zum Luzerner Bahnhof (Dreilindentunnel), einem Tiefbahnhof mit vier Gleisen sowie einer unterirdischen Zu- und Wegfahrt durch das Gebiet Heimbach (1,8 Kilometer langer Neustadttunnel). Im ersten Halbjahr 2019 haben National- und Ständerat die Wichtigkeit des Durchgangsbahnhofs Luzern bestätigt. Für die weitere Projektierung des Ausbaus bis und mit Bau- und Auflageprojekt stehen 85 Mio. Franken zur Verfügung. Damit stehen die Zeichen gut, dass der Durchgangsbahnhof 2040 in Betrieb genommen werden kann.

Das Projekt wird unter Federführung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) vorangetrieben. Die Partner – BAV, SBB, Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden, Verkehrsverbund Luzern, Zentralbahn sowie Stadt Luzern – haben im Juni 2019 eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet.

Aktuelle Informationen zum Infrastrukturprojekt finden Sie auf dem Webauftritt des Kantons

Testplanung: Ziele

In der Testplanung wird eine Vorstellung entwickelt, welche Nutzungen und Funktionen rund um den Bahnhof in Zukunft gewünscht und sinnvoll sind und welche Lösungen es dazu braucht. Der Stadtrat strebt eine gesamtheitliche Betrachtung an und stellt sechs Themenfelder in den Fokus:

Mobilitätsdrehscheibe
Der Bahnhof soll trotz höherer Kundenfrequenz als Mobilitätsdrehscheibe für die Stadt und die Region besser als heute funktionieren.

Mobilitaetsdrehscheibe

Visitenkarte
Der Bahnhofplatz soll im Sinne einer Visitenkarte eine repräsentative Funktion für die Stadt Luzern übernehmen.

Visitenkarte

Entflechtung
Es gilt herauszufinden, wie der Bahnhof dezentral erschlossen werden kann, damit nicht alle Zugänge und Zufahrten über den Bahnhofplatz erfolgen müsen.

Entflechtung

Verkehrssystem
Das städtische Verkehrssystem soll flächen- und energieeffizient weiterentwickelt werden und die Innenstadt für die Stadt als auch die Region mit zweckmässigen Verkehrsmitteln erreichbar bleiben.

Verkehrssystem

Öffentlicher Freiraum
Dem öffentlichen Freiraum soll ein besonderes Gewicht beigemessen und die Aufenthaltsqualität rund um den Bahnhof erhöht werden.

Freiraum

Stadtentwicklung
Die frei werdenden Flächen rund um den Bahnhof sollen für die strategische Stadtentwicklung im Sinne des öffentlichen Interesses genutzt werden.

Stadtentwicklung

 

Testplanung: Vorgehen und öffentliche Mitwirkung

In der Testplanung befassen sich interdisziplinär zusammengesetzte Teams mit den oben erwähnten Zielen und erarbeiten ein Zukunftsbild. Dieses wird im Herbst 2020 in einem öffentlichen Mitwirkungsprozess diskutiert. Die Resultate fliessen anschliessend in ein Entwicklungskonzept. Das Entwicklungskonzept wird zusammen mit einem Vorschlag für das weitere Vorgehen Ende 2021 dem Grossen Stadtrat vorgelegt. 

Termine

6. April 2020
Testplanung: Start

November 2020 - Januar 2021
Testplanung: öffentliche Diskussion

Herbst 2021
Beratung des Bericht und Antrags "Entwicklungskonzept" im Grossen Stadtrat

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