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Der Durchgangsbahnhof ist für die Stadt, die Region und den Kanton Luzern sowie für die Zentralschweiz ein Jahrhundertprojekt. Er ermöglicht häufigere, schnellere und direktere Verbindungen im Fernverkehr und einen Ausbau der S-Bahn. Damit bietet er grosse Entwicklungsmöglichkeiten für das regionale Mobilitätssystem sowie das Stadtzentrum und ist auch ein wichtiger Baustein, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen.

Mit dem verbesserten Bahnangebot wird die Personenfrequenz im Bahnhofsumfeld deutlich steigen. Damit diese bewältigt werden kann, müssen die Umsteigemöglichkeiten, die Zugänge zum Bahnhof und die Bahnhofsumgebung neu geplant werden. Zudem werden mit dem unterirdischen Durchgangsbahnhof oberirdisch Gleisflächen frei: eine einmalige Chance, mitten in Luzern die Stadt neu zu denken.

Aktuelles

Mitwirkungsbericht veröffentlicht
Von Februar bis April 2021 diskutierten zahlreiche Organisationen, Unternehmen, Privatpersonen, Kinder und Jugendliche die Ergebnisse der Testplanung zum Durchgangsbahnhof. Die Rückmeldungen sind wertvolle Grundlagen, die in die weiteren Planungen der Stadt Luzern einfliessen und den Partnern wie Kanton, SBB und Verkehrsverbund Luzern mitgegeben werden. Als Folgeprojekte hat der Stadtrat eine Machbarkeitsstudie zur Personenunterführung Süd sowie eine Parkierungsstudie in Auftrag gegeben. Das rege Interesse der Bevölkerung während der Mitwirkung war beeindruckend und der Stadtrat bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement.

Alle Unterlagen zur öffentlichen Mitwirkung finden Sie am Ende dieser Webseite unter "Dokumente".

Wie sind wir 2040 unterwegs?
Auf spielerische Art und Weise diskutierten die Mitglieder des Kinderparlaments, wie wir uns nach dem Bau des Durchgangsbahnhofs fortbewegen. Bringen uns Drohnen von A nach B oder doch eher eine neue Gartenbahn? Und was meinen Passantinnen und Passanten zum Thema? Die Resultate der Workshops haben Mitglieder des Kinderparlaments in einem Video zusammengefasst: Zum Video

Durchgangsbahnhof

Der Durchgangsbahnhof Luzern besteht aus einem 3,5 Kilometer langen Tunnel von Ebikon bis zum Luzerner Bahnhof (Dreilindentunnel), einem Tiefbahnhof mit vier Gleisen sowie einer unterirdischen Zu- und Wegfahrt durch das Gebiet Heimbach (1,8 Kilometer langer Neustadttunnel). Das Projekt wird unter Federführung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) vorangetrieben. Die Partner – BAV, SBB, Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden, Verkehrsverbund Luzern, Zentralbahn sowie Stadt Luzern – arbeiten seit 2019 in einer Knotenorganisation zusammen. 

Im ersten Halbjahr 2019 haben National- und Ständerat die Wichtigkeit des Durchgangsbahnhofs Luzern bestätigt. Für die weitere Projektierung des Ausbaus bis und mit Bau- und Auflageprojekt stellt der Bund 85 Mio. Franken zur Verfügung. Voraussichtlich 2026 wird das eidgenössische Parlament über einen weiteren Ausbauschritt des schweizerischen Bahnsystems und damit über die definitive Realisierung des Durchgangsbahnhofs entscheiden.


Aktuelle Informationen zum Infrastrukturprojekt finden Sie auf dem Webauftritt des Kantons

Testplanung: Vorgehen

Die Stadt Luzern hat 2020 eine Testplanung durchgeführt. Drei interdisziplinäre Planungsteams hatten die Aufgabe, das Potenzial im Raum Bahnhof zu analysieren, mögliche Entwicklungsziele zu formulieren und Vorschläge zu erarbeiten, wie das Stadtzentrum dereinst aussehen könnte, wenn der Durchgangsbahnhof gebaut ist. Das Begleitgremium formulierte zum Abschluss sieben Grundsätze und zahlreiche Empfehlungen für die weiteren Planungen.

Testplanung: Ergebnisse

Die Ergebnisse der Testplanung sind im Schlussbericht des Begleitgremiums zusammengefasst. Der Schlussbericht sowie die einzelnen Teambeiträge sind unter Dokumente (ganz am Ende dieser Webseite) aufgeschaltet. Die fachlichen Erkenntnisse, die Empfehlungen sowie die sieben Grundsätze sind nicht abschliessend, sondern sind die Grundlage für die weiteren Planungen. Sie stimmen nicht überall mit der Haltung der einzelnen Partner überein und nehmen auch die politischen Prozesse nicht vorweg. 

Die sieben Grundsätze aus der Testplanung im Überblick:

Grundsätze
  1. Den Durchgangsbahnhof in ein leistungsfähiges Bahn- und Bus-System einbinden: Der Durchgangsbahnhof kann seine Wirkung für die Region voll entfalten, wenn er optimal in das Fernverkehrsnetz und in ein ausgebautes regionales Bahn- und Bus-System eingebunden ist.
  2. Den Raum rund um den Bahnhof als multimodale Drehscheibe organisieren: Die Flächen rund um den Bahnhof sollen optimal und effizient genutzt werden. Dem Bus-, Velo- und Fussverkehr soll der notwendige Raum für ein attraktives Fortbewegen und Umsteigen eingeräumt werden. Ziel ist aber auch, dass der Bahnhof, die Kultur- und Tourismusnutzungen für den Autoverkehr jederzeit erreichbar bleiben.
  3. Zwei zusätzliche Bahnhofsplätze realisieren: Im Osten und Westen des Bahnhofs sollen zwei neue Bahnhofsplätze entstehen. Sie ermöglichen es, den heutigen Bahnhofplatz Nord zu entlasten und das Bussystem weiterzuentwickeln. Um die zusätzlichen Personenfrequenzen bewältigen zu können, soll die Personenunterführung Süd ausgebaut werden.
  4. Den Bahnhofplatz Nord auch als Aufenthaltsort gestalten: Der Bahnhofplatz Nord soll in seiner Rolle als Visitenkarte gestärkt werden. Der Auto- und der Busverkehr über den Bahnhofplatz sollen reduziert werden, damit Flächen für attraktive Aufenthaltsräume frei werden.
  5. Das Tribschenquartier zu einem attraktiven Stadtteil entwickeln: Die Bürgenstrasse soll zur zentralen Erschliessungsachse für das ganze linke Seeufer vom und zum Bahnhofsplatz Ost werden und die Weiterentwicklung des Tribschenquartiers ermöglichen.
  6. Die Verbindungen zwischen den Quartieren verbessern: Mit einer zusätzlichen Fussgänger- und Veloverbindung sollen die trennende Wirkung der Gleisflächen reduziert und das Tribschen- und das Hirschmattquartier miteinander vernetzt werden.
  7. Bereits heute mit der Umsetzung starten: Vorgezogene Massnahmen wie zum Beispiel ein angepasstes Bussystem sollen dafür sorgen, dass der Bahnhof auch während der rund zehnjährigen Bauzeit des Durchgangsbahnhofes als Mobilitätsdrehscheibe funktioniert.

Testplanung: Öffentliche Mitwirkung

Die Resultate der Testplanung wurden von Februar bis April 2021 öffentlich diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, Vereinen und Verbänden sowie zahlreiche Privatpersonen engagierten sich an verschiedenen Informationsveranstaltungen und Workshops. Das Kinderparlament und das Jugendparlament setzte sich an drei Workshops mit Fragen rund um die Mobilität der Zukunft auseinander. Auch digitale Mitwirkungsmöglichkeiten wurden intensiv genutzt. Es gingen rund 640 Rückmeldungen zum Schlussbericht ein.

Die öffentliche Mitwirkung zeigte, dass die Grundsätze aus der Testplanung positiv aufgenommen wurden und die Möglichkeit geschätzt wurde, sich erstmals als breite Öffentlichkeit zu den Auswirkungen und Chancen des Durchgangsbahnhofes zu äussern. Obwohl die zahlreichen Rückmeldungen erwartungsgemäss sehr unterschiedlich ausfielen, lassen sich aus Sicht des Stadtrates wertvolle Hinweise für die weiteren Planungen ableiten:

  • Der Durchgangsbahnhof wird grundsätzlich als grosse Chance für die gesamte Region betrachtet.
  • Viele Bedenken löst die lange Bauphase aus, besonders bei Vertretungen aus Wirtschaft und Tourismus sowie Organisationen, die sich für die Anliegen von älteren Menschen oder von Menschen mit Behinderung engagieren.
  • Die Themen Biodiversität, Stadtklima, Freiräume und damit verbundene qualitätssichernde Verfahren sind in den nächsten Phasen zu vertiefen.
  • Die verkehrlichen Auswirkungen des Durchgangsbahnhofs gehen weit über das Gebiet rund um den Bahnhof hinaus. Der Stadtrat begrüsst es deshalb sehr, dass der Kanton Luzern eine Gesamtverkehrsstudie gestartet hat. In dieser sollen die Auswirkungen der Ergebnisse der Testplanung auf das Gesamtverkehrssystem beurteilt werden.
  • Die Funktionsweise des Bahnhofs als multimodale Drehscheibe wurde kontrovers diskutiert. Für den Stadtrat ist klar, dass es diesbezüglich vor dem Hintergrund der Mobilitätsstrategie sowie der Klima- und Energiestrategie weitere Überlegungen braucht. Er hat deshalb eine Parkierungsstudie in Auftrag gegeben. Sie soll die fachlichen Grundlagen liefern, um über die künftige Anzahl, die Standorte und die Zufahrten zu Parkierungsmöglichkeiten zu entscheiden.
  • Sehr begrüsst wurde, dass das Hirschmatt- und das Tribschenquartier mit einer Verbindung für den Velo- und Fussverkehr besser miteinander vernetzt werden sollen. Der Stadtrat hat deshalb im Frühling 2021 eine Machbarkeitsstudie zur Personenunterführung Süd in Auftrag gegeben. Es werden unterschiedliche Varianten für ober- wie auch unterirdische Verbindungen geprüft.

Den Mitwirkungsbericht mit sämtlichen Beilagen finden Sie unter "Dokumente" ganz am Ende dieser Webseite. Einen Einblick in den kreativen Partizipationsprozess des Kinderparlaments erhalten Sie in diesem Video.

Termine

Juli 2021
Veröffentlichung des Mitwirkungsberichts

Frühling 2022
Beratung des Bericht und Antrags zur Phase 2 im Grossen Stadtrat

Voraussichtlich im Frühling 2022
Ausstellung zum Durchgangsbahnhof im Bahnhof Luzern 

 

Aktuelles

DatumName

Zugehörige Objekte

Name Beschreibung
Bundesamt für Verkehr (BAV)
Informationen zum Ausbauschritt 2035
Kanton Luzern, BUWD
Fakten zum Infrastrukturprojekt
Komitee Durchgangsbahnhof Luzern
Die 700 Mitglieder des Komitees fordern, dass 2026 mit dem Bau des Durchgangsbahnhof Luzern begonnen wird.
SBB: Durchgangsbahnhof Luzern
Informationen der SBB zum Durchgangsbahnhof Luzern
Verkehrsverbund Luzern
Durchgangsbahnhof Luzern inkl. Mittelfristangebot
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