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Stadttiere bereichern den städtischen Raum und ermöglichen spannende Beobachtungsmöglichkeiten direkt vor der Haustüre.

Infos und Tipps zu Naturbeobachtungen finden Sie in den Naturschauplätzen.

Bitte nicht füttern

Gewisse Stadttiere stellen uns vor neue Herausforderungen, insbesondere wenn sie gefüttert werden: So vermehren sich Stadttauben bei hohem Futterangebot rasant, Höckerschwäne halten sich wegen Fütterungen oft in grosser Zahl an heiklen Standorten auf und Graugänse verursachen insbesondere in Badis grosse Verschmutzungen. Deshalb gilt folgende grundsätzliche Empfehlung: Stadttiere sollten nicht gefüttert werden.

Tiere in Not

Gerade im urbanen Raum kommt es immer wieder vor, dass ein Wildtier verunfallt. Finden Sie ein verletztes Wildtier, nehmen Sie bitte umgehend mit den zuständigen Fachleuten Kontakt auf.

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Graugänse

Die Graugans ist die grösste europäische Wildgans. Die geselligen Tiere sind häufig in grossen Trupps anzutreffen und pflegen lebenslange Partnertreue. Die Bestände der Graugänse in der Luzerner Bu…

Die Graugans ist die grösste europäische Wildgans. Die geselligen Tiere sind häufig in grossen Trupps anzutreffen und pflegen lebenslange Partnertreue.

Die Bestände der Graugänse in der Luzerner Bucht nehmen in den letzten Jahren stetig zu. Dies ist ein Trend, der in ganz Mitteleuropa beobachtet werden kann, denn die Graugänse profitieren von milderen Wintern und der Zunahme an gedüngtem Grünland.

Graugänse verursachen viel Kot. Dies besonders in Grünanlagen, die direkt an Gewässer grenzen. So muss während der Badesaison täglich mehrere Stunden Zusatzaufwand geleistet werden, um die Anlagen für Gäste von den Hinterlassenschaften der Graugränse zu befreien.

Um Graugänse nicht zusätzlich auf die Badewiesen zu locken, sollen die Tiere auf keinen Fall gefüttert werden.

Graugänse: Bitte nicht füttern!

Schwäne

Fliegender Asiate Mit ihrem weissglänzenden Gefieder und ihrer stattlichen Grösse sind Höckerschwäne majestätische Tiere, welche die Menschen seit jeher faszinierten. Trotz ihrer Grösse können Höcker…
Fliegender Asiate
Mit ihrem weissglänzenden Gefieder und ihrer stattlichen Grösse sind Höckerschwäne majestätische Tiere, welche die Menschen seit jeher faszinierten. Trotz ihrer Grösse können Höckerschwäne fliegen und gehören damit zu den schwersten flugfähigen Vögeln weltweit.

Ursprünglich heimisch in Asien, wurden Höckerschwäne bereits im Mittelalter zur Bereicherung der Schlossgärten und Weiheranlagen nach Mitteleuropa gebracht. Immer wieder entflogen und verwildert, siedelten sie sich in der Folge an Seen und Flüssen an.

Luzerner Schwan – die ersten waren gratis!
Wann genau erstmals Höckerschwäne in Luzern auftreten, ist nicht bekannt. Bekannt hingegen ist, dass 1690 der Luzerner Grossrat Ludwig Christoph von Wyher der Stadt Luzern vier Schwäne schenkte, die daraufhin ausgesetzt wurden. Bekannt ist auch, dass der Höckerschwan schon 1709 in Luzern unter Schutz gestellt wurde. Trotzdem waren es um 1900 aus menschlicher Sicht zu wenige, was die Ornithologische Gesellschaft Luzern (OGL) dazu veranlasste, Jungschwäne zu züchten und freizulassen. Dies so erfolgreich, dass Mitte des 19. Jahrhunderts der Ruf nach einer Beschränkung laut wurde. So wurden zwischen 1957 und 1975 über 500 Schwäne nach auswärts verkauft oder verschenkt! Die Abgabe der Schwäne wurde bis anfangs der Neunzigerjahre fortgesetzt.

Heute leben in der Luzernerbucht zirka 160 Schwäne (Wasservogelzählungen der OGL, Winter 2013/14). Sie stehen immer noch unter Schutz. Menschliche Eingriffe wie Zucht oder Weggeben gehören jedoch der Vergangenheit an.

Stopp Füttern
So reizvoll das Füttern von Schwänen auch ist, für die Tiere selber ist es kontraproduktiv. Der Höckerschwan ernährt sich eigentlich von Wasserpflanzen und den darin befindlichen Kleintieren, die er mit seinem langen Hals unter Wasser sucht. Fütterungen mit Brot haben jedoch eine grosse Lockwirkung auf die Schwäne. So halten sich an den Futterstellen zahlreiche Tiere auf engem Raum auf, was zur Übertragung von Krankheiten führen kann.

Fütterungen sind oft auch dafür verantwortlich, dass sich Schwäne an heiklen Standorten aufhalten und brüten. Beispielsweise locken Passanten am Schwanenplatz die Tiere mit Futter vom Seeufer weg bis aufs Trottoir, wo sie auf die Strasse gelangen und den Verkehr wie auch sich selber gefährden. An der Ufschötti oder im Lido kann die gehäufte Anzahl Schwäne zu heiklen Begegnungen mit Kindern führen. Ausserdem verschmutzen die Tiere mit ihrem Kot Seeufer und Trottoir.

Deshalb gilt: Wer Freude an Schwänen hat, lässt das Füttern sein und beobachtet die Tiere stattdessen. Interessante Facts und Beobachtungstipps finden sich in den Faltblättern «Naturschauplätze Wasservögel».

Schwanenkunde
In der Schweiz kommen 3 Schwanenarten vor. Der Höckerschwan ist dabei der mit Abstand häufigste Schwan und der einzige, der sowohl Winter wie Sommer bei uns ist. In Luzern ist dies der einzige vorkommende Schwan.
Der etwas kleinere Singschwan kommt nur im Winter am Bodensee vor. Auch der Zwergschwan, der Kleinste der Schwäne, überwintert am Bodensee.
Schwäne nicht füttern.

Stadttauben

Mit dem Projekt «Stadttauben Luzern» arbeitet die Stadt seit 2001 daran, dass in Luzern weniger, dafür gesündere Stadttauben leben. Mit Erfolg: Heute leben in Luzern zirka 2'500 Tauben, 2001 gab es in…

Mit dem Projekt «Stadttauben Luzern» arbeitet die Stadt seit 2001 daran, dass in Luzern weniger, dafür gesündere Stadttauben leben. Mit Erfolg: Heute leben in Luzern zirka 2'500 Tauben, 2001 gab es in der Stadt rund 7'500 Tauben.

Tauben nicht füttern
Die wichtigste Massnahme des Projektes ist, die Luzernerinnen und Luzerner immer wieder daran zu erinnern, Tauben nicht zu füttern. Denn die Menge Futter bestimmt massgebend, wie viele Tauben in einer Stadt leben. Eine Taube benötigt pro Tag nur zirka 30 Gramm Futter. Das entspricht einer Scheibe Brot. Werden Tauben gefüttert, haben sie im Nu für den ganzen Tag gefressen und vermehren sich in der Folge rasant. Das gutgemeinte Füttern schadet letztlich auch den Tieren: An den Futterplätzen kommen sich die Tauben sehr nah; so können Parasiten und Krankheiten zwischen ihnen übertragen werden.

Deshalb wiederholt das Projekt «Stadttauben Luzern» immer wieder die Botschaft: «Tauben nicht füttern». Sei es via Hinweisschilder, Plakate, Medien oder auch über persönliche Gespräche. Eine Plakatkampagne wurde von Primarschülerinnen und -schülern gestaltet. Hier eine Auswahl der eingegangenen Bilder.

Taubenschläge
m Rahmen des Projekts entstanden zwei Taubenschläge mit kontrollierten Brutbedingungen: Einer im Rathaus, einer im Museggmagazin (ehemaliges Zeughaus). Der Taubenwart besucht die Schläge wöchentlich, er kontrolliert den Zustand der Tauben, beseitigt den Kot, nimmt allenfalls Eier raus oder beringt neu zugeflogene Tiere. Gefüttert wird nicht: Dank Fluglöchern können die Tauben frei ein- und ausfliegen und sich ihre Nahrung in der Stadt selbst suchen. Da Tauben ihren Kot in erster Linie am Brut- und Schlafplatz abgeben, fällt dieser im Schlag anstatt auf den umliegenden Gebäuden an. Pro Jahr kann der Taubenwart in den beiden Schlägen insgesamt zirka 300 Kilogramm Kot beseitigen. Der Taubenschlag kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Mehr Infos dazu hier.

Tauben – weltweite Stadtbewohner
Da Tauben in Bezug auf Futter und Brutplatz sehr anspruchslos sind, werden sich immer Tauben ausserhalb der Taubenschläge in der Stadt Luzern aufhalten – wie übrigens auch in jeder anderen Stadt weltweit. Doch je weniger gefüttert wird, desto geringer ist die Anzahl Tauben und desto weniger Kot fällt an. Und in kleiner Anzahl können Tauben auch eine Bereicherung sein: Kaum ein anderes Tier kann man so gut aus der Nähe beim Futtersuchen, Streiten, Schnäbeln oder Faulenzen beobachten.

Impressionen aus dem Taubenschlag

Direkter Link zu dieser Seite:
www.tauben.stadtluzern.ch

Tiere in Not

Gerade im urbanen Raum kommt es immer wieder vor, dass ein Wildtier verunfallt. Finden Sie ein verletztes Wildtier, nehmen Sie bitte umgehend mit den zuständigen Fachleuten Kontakt auf. …

Gerade im urbanen Raum kommt es immer wieder vor, dass ein Wildtier verunfallt. Finden Sie ein verletztes Wildtier, nehmen Sie bitte umgehend mit den zuständigen Fachleuten Kontakt auf.

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