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Die Attraktivität als Einkaufs- und Aufenthaltsort ist für Innenstädte von zentraler Bedeutung. Dies trifft auf eine Stadt wie Luzern mit ihrer Zentrumsfunktion und internationalen Ausstrahlung erst recht zu.

Bereits 2016 wurde im Rahmen einer Detailhandelsstudie und in anschliessenden Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Detailhandelsbranche und einer breiten Expertengruppe festgehalten: Die Luzerner Innenstadt soll auch in Zukunft für die lokale Bevölkerung, regionale Pendlerinnen und Pendler, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie auch für Gäste aus dem In- und Ausland ein Ort sein, den sie immer wieder aufs Neue gerne besuchen. Die Innenstadt soll mit ihrem Erscheinungsbild, attraktiven öffentlichen Plätzen und adäquater Infrastruktur eine exzellente Aufenthaltsqualität bieten.

Im Zuge dieser Detailhandelsstudie wurden auch die Idee und der Begriff «City-Manager» erstmals stadtintern diskutiert.

Mit dem Postulat 217 «Luzern braucht ein City-Management», das sie am 29. Juni 2018 einreichten, schlugen Albert Schwarzenbach namens der CVP-Fraktion und Daniel Furrer namens der SP/JUSO-Fraktion dem Stadtrat konkret die Prüfung der Einführung eines City-Managements vor. Dieses Postulat wurde vom Grossen Stadtrat an der Ratssitzung vom 21. Februar 2019 überwiesen. Die Postulanten erwähnen in ihrem Vorstoss, dass grössere Einkaufscenter über einen Centermanager verfügen und viele europäische Städte dieses Modell auf Innenstädte übertragen haben und über ein City-Management verfügen. Gemäss den Postulanten bringt dieses City-Management Handel, Verwaltung, Kulturschaffende und Bevölkerung zusammen, positioniert die Innenstadt als attraktiven Einkaufs- und Aufenthaltsort und betreibt Standortmarketing. Damit würden Kräfte gebündelt und ein einheitliches Auftreten sichergestellt. Die Postulanten fordern den Stadtrat auf, ein Konzept mit einem Aufgabenbeschrieb und der Finanzierung dieser – eventuell vorerst befristeten – Stelle auszuarbeiten.

Der Stadtrat nahm das Postulat entgegen und skizzierte in seiner Stellungnahme ein Vorgehen in drei Schritten. Für den ersten Schritt sieht er eine Situationsanalyse vor. In einem zweiten Schritt sind eine Auslegeordnung mit den skizzierten Fragestellungen zu Aufgaben, Organisation und Kompetenzen vorzunehmen sowie sind die erwarteten Wirkungen dieser Stelle vertieft zu prüfen. Im dritten Teil des Konzepts sollen verschiedene Organisationsvarianten geprüft werden, wo eine solche Stelle am wirkungsvollsten zugeordnet werden könnte und wie sie demnach mit Kompetenzen und Ressourcen ausgestattet werden müsste.

Die Federführung für die Bearbeitung dieses Postulats liegt bei der Finanzdirektion (Fachstelle Wirtschaftsfragen). Die Finanzdirektion mit ihrer Fachstelle Wirtschaftsfragen wird einen Bericht oder einen Bericht + Antrag ausarbeiten und dem Parlament voraussichtlich Ende 2021 unterbreiten.

Aus Ressourcengründen wird für die Erarbeitung eines Umsetzungsvorschlages eine externe Projektleitung beigezogen, die in einem Evaluationsverfahren bestimmt wurde. Es handelt sich dabei um das Beratungsunternehmen Fuhrer & Hotz, das 2016 bereits bei der Detailhandelsstudie «Attraktivierung Innenstadt Luzern: Entwicklung Detailhandel» mitgewirkt hat. Das Projekt startet im November 2020 mit der Situationsanalyse.

Postulat 217 und Stellungnahme

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