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Das linke Seeufer ist einer der bedeutendsten Naherholungsräume für die Stadt Luzern. Bis Frühling 2021 erarbeitet die Stadt ein Entwicklungskonzept, welches das zukünftige Potenzial dieses Raums aufzeigen soll. Das Konzept bildet unter anderem die Basis für den Wettbewerb zur Aufwertung des Inselis.

Die Stadt hat sich – ausgelöst durch die Volksinitiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» vom September 2017 und durch die Motion 435 vom September 2008 «Linkes Seeufer: Von der Schmuddelecke zur Uferpromenade» – zum Ziel gesetzt, das Seeufer in seiner Gesamtheit zu betrachten. Die verschiedenen Teilräume sollen in ihrer Nutzung, ihrer Gestaltung und ihrem Zusammenspiel analysiert, aufeinander abgestimmt und durch attraktive Verbindungen mit dem angrenzenden Quartier, dem Bahnhof und den übrigen Teilen der Stadt vernetzt werden.

Perim. linkes Seeufer
Perimeter linkes Seeufer

Testplanung

In einem ersten Schritt sollen im Rahmen einer Testplanung die Freiraumpotentiale des Gebietes ermittelt, analysiert und qualitative Weiterentwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Ziel hierbei ist, dass drei interdisziplinär zusammengesetzte Planungsteams Zielbilder mit einem Zeithorizont bis 2035 erarbeiten. Der Fokus der Testplanung liegt auf dem Freiraum sowie dessen Vernetzung mit dem angrenzenden Quartier und dem Bahnhofsgebiet. Die Testplanung wurde im Oktober 2019 gestartet und im Sommer 2020 abgeschlossen.

Zur Bearbeitung der Aufgaben wurden folgende Teamzusammensetzungen beauftragt:

  • extrâ Landschaftsarchitekten AG (Bern) mit LEISMANN AG (Bern), Kontextplan AG (Bern) und Martin Beutler (Bern)
  • freiraumarchitektur GmbH (Luzern) mit S2L GmbH (Zürich), Ernst Niklaus Fausch Partner AG (Zürich), Urban Equipe (Zürich) und WAM Planer und Ingenieure AG (Solothurn)
  • Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH (Zürich) mit Christian Salewski & Simon Kretz Architekten GmbH (Zürich), Schneiter Verkehrsplanung AG (Zürich), Zimraum Raum+Gesellschaft (Zürich) und OePlan GmbH (Altstätten)

Die Testplanung hat gezeigt, dass das linke Seeufer durch seine räumlich diverse Struktur, die sich in einer grossen Nutzungsvielfalt äussert, bereits eine sehr hohe Qualität hat. Diese Qualitäten sollen gestärkt werden. Ein Beurteilungsgremium hat die drei Teambeiträge gewürdigt und zahlreiche Erkenntnisse und Empfehlungen im Synthesebericht formuliert.

Der Stadtrat hat die Erkenntnisse und Empfehlungen des Beurteilungsgremiums der Testplanung zur Kenntnis genommen. Er will auf den fünf Grundsätzen aufbauen. Im Rahmen des Entwicklungskonzepts sind weitere Fragen zu klären: Wie kann der Werftplatz seiner Scharnierfunktion gerecht werden? Sollen die Gleisanlagen für den Seeverlad der SBB und die Anlieferung der Seekag Seeverlad und Kieshandels AG längerfristig erhalten bleiben?

Entwicklungskonzept

Die Testplanung liefert mit Zukunftsbildern die Grundlage für die anschliessende Synthese in Form eines Entwicklungskonzepts. Mit diesem Entwicklungskonzept für das linke Seeufer wird der Rahmen für die Neugestaltung des Inselis sowie für weitere konkrete Projekte gesteckt. Das Entwicklungskonzept soll im Frühling 2021 vorliegen.

Inseli

Im September 2017 wurde die Volksinitiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» von einer Mehrheit der Stimmberechtigten angenommen. Die Initiative fordert: „Der Carparkplatz Inseli-Quai wird aufgehoben zu Gunsten einer Erweiterung der dort bestehenden Grünfläche.“ Basierend auf dem Entwicklungskonzept folgt 2021 der Gestaltungswettbewerb zum Inseli.

Einbezug der Bevölkerung

Ein wichtiger Teil der Planungen zum linken Seeufer bildet der aktive Einbezug der Luzerner Bevölkerung. Hierzu fand am 27. November 2018 – vorgängig zur Testplanung, als Projektinitiierung – eine erste Informationsveranstaltung mit Workshop statt. Eingeladen waren verschiedene Interessensvertretende des angrenzenden Quartiers des linken Seeufers. Ziel hierbei war, den Betroffenen das geplante Vorgehen vorzustellen und ihr Wissen zum Gebiet sowie ihre Bedürfnisse an die Entwicklung des linken Seeufers abzuholen. An der Veranstaltung nahmen rund 50 Personen teil. Die Stadt wird auch im Rahmen des Entwicklungskonzepts den Einbezug der lokalen Bevölkerung sicherstellen.

Ein grosses Anliegen bei der Erarbeitung des Entwicklungskonzepts ist dem Stadtrat der Einbezug der Quartierkräfte, Anspruchsgruppen und des ansässigen Gewerbes. Dazu sind zwei Veranstaltungen im Oktober und November 2020 vorgesehen.

Dokumente

B+A 3/2017 «Entwicklungskonzept für das linke Seeufer und das Gebiet Tribschen»
B+A 4/2017 Initiative „Lebendiges Inseli statt Blechlawine“
 

Aktuelles

DatumName
18. September 2020
Linkes Seeufer: Abschluss der Testplanung

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