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Die Stadt Luzern plant eine neue Veloroute vom Kreuzstutz (Baselstrasse) bis ins Gebiet Grossmatte (Littau) als Alternative zur stark befahrenen Bern-/Luzernerstrasse. So soll die Veloverbindung aus dem Stadtteil Littau ins Zentrum Luzern gestärkt werden. Die alternative Linienführung führt ab dem Kreuzstutz die Sagenmattstrasse hoch, über den Knoten Sagenmatt-/Kanonenstrasse bis zum Unterwilrain. Anschliessend via Sonnenstrasse – Blattenmoosstrasse – Grossmatte Ost und Grossmatte zum Knoten Matthof.  Auf der ganzen Strecke bestehen diverse Zu- und Wegfahrten zur neuen Veloroute Littau. Die neue Veloroute wird entsprechend dem Standard einer sogenannten "Velohauptroute" ausgebaut. Das bedeutet im vorliegenden Fall, dass eine durchgängige, minimale, nutzbare Breite von 3.50 m erstellt werden muss. Kontakte mit Quartiervereinen und direkten Anrainern haben bereits stattgefunden. Das Vorprojekt ist bis Ende Januar 2022 bei diversen stadtinternen wie externen Fachstellen in der Vernehmlassung. Anschliessend werden das Bauprojekt und das Auflageprojekt erarbeitet. Bestenfalls liegt das bewilligte Projekt Anfang 2023 vor und die Realisierung kann anschliessend in Etappen gestartet werden.

Aktuelles
Die Anregungen aus den Vernehmlassungen zum Vorprojekt «Veloroute Littau (alternative Bernstrasse)» vom Januar 2022 wurden weitmöglichst in das nun vorliegende Bauprojekt eingearbeitet und berücksichtigt. Das Bauprojekt wird ab Juli 2022 erneut bei diversen stadtinternen und externen Fachstellen zur Vernehmlassung vorgelegt. Die angrenzenden Quartiervereine wurden am 22. Dezember 2021 per E-Mail erstmals informiert und einbezogen. Mit den direkten Anrainern ist die Projektleitung seit Mitte 2021 in Kontakt. Bestenfalls liegt das bewilligte Projekt Anfang 2023 vor und die Realisierung kann in Etappen gestartet werden.

Ausgangslage

Der Stadtteil Littau ist im Velowegnetz lediglich über die Bern-/Luzernerstrasse mit der Luzerner Innenstadt verbunden. Die Bern-/Luzernerstrasse weist jedoch für den Veloverkehr grosse Schwachstellen auf. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie «Bern-/Luzernerstrasse (K33a)» entwickelte die Stadt Luzern Möglichkeiten zur Verbesserung der betrieblichen und gestalterischen Situation auf der Bern-/Luzernerstrasse. Diese fliessen in einen Planungsprozess unter der Federführung des Kanton Luzerns ein. Aufgrund der geringen Platzverhältnisse entlang der stark befahrenen Bernstrasse ist jedoch bereits heute absehbar, dass weiterhin keine den Anforderungen genügende Radverkehrsinfrastruktur erstellt werden kann. Aus diesem Grund soll südlich der Bern-/Luzernerstrasse eine attraktive und sichere Alternativroute für die Velobeziehung Luzern - Littau entstehen.

Im Rahmen der Tempo 30 Signalisation auf der Bernstrasse wurden Ende 2021 für den Veloverkehr bereits provisorische Massnahmen zur Verbesserung der Abbiegebeziehung Kreuzstutz – Sagenmattstrasse realisiert. Diese sind eine wichtige Vorleistung für die neue Veloroute Littau.

In einer Vorstudie wurden die im Rahmen der Machbarkeitsstudie «Bern-/Luzernerstrasse (K33a)» getroffenen Annahmen für die Veloroute Littau vertieft. Durch punktuelle Massnahmen wird die vorgesehene Route ausgebaut und velotauglich gemacht. Es wird eine, vor allem für den Freizeitverkehr und ungeübte Velofahrende, attraktive Alternative zur Bern-/Luzernerstrasse erstellt. Die Alternativroute wird regelmässig an die Luzerner-/Bernstrasse angebunden. Die Durchlässigkeit für die anliegenden Nutzer wird somit sichergestellt. Mit der neuen Veloroute entsteht ein zusätzliches Angebot für die Velofahrenden zwischen der Luzerner Innenstadt und dem Gebiet Littau Matthof.

Die Vorstudie wurde bereits bei diversen stadtinternen Fachstellen in die Vernehmlassung gegeben. Die Anregungen aus dieser Vernehmlassung wurden weit möglichst bei der weiteren Projekterarbeitung berücksichtigt. Elemente wie Werkleitungen, Fahrbahnsanierungen und Beleuchtung wurden in das Vorprojekt aufgenommen und somit effizient gebündelt. Die B+S Ingenieure und Planer AG ist von der Stadt Luzern für die Erarbeitung des Vorprojekts beauftragt worden.

Das Vorprojekt ging ab Ende 2021 bis Ende Januar 2022 an diverse stadtinterne wie externe Fachstellen in Vernehmlassung. Die Rückmeldungen werden anschliessend soweit möglich und sinnvoll im Rahmen des Bauprojekts integriert. Die Bewilligungsphase mit dem Auflageprojekt soll im 2022 noch abgeschlossen werden. Bestenfalls liegt das bewilligte Projekt Anfang 2023 vor und die Realisierung kann in Etappen gestartet werden.

Massnahmen

Die neue Veloroute führt vom Kreuzstutz (Baselstrasse) bis ins Gebiet Grossmatte (Littau). Aufgrund der geringen Platzverhältnisse entlang der stark befahrenen Bernstrasse kann entlang dieser Strasse keine den Anforderungen genügende Radverkehrsinfrastruktur erstellt werden. Aus diesem Grund wird südlich der Bern-/Luzernerstrasse eine attraktive und sichere Alternativroute für die Velobeziehung Luzern - Littau erstellt.

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Die vorgesehene Linienführung führt ab dem Kreuzstutz die Sagenmattstrasse hoch, über den Knoten Sagenmatt-/Kanonenstrasse bis zum Unterwilrain. Anschliessend via Sonnenstrasse – Blattenmoosstrasse – Grossmatte Ost und Grossmatte zum Knoten Matthof.

Der Anschluss an das bestehende Velonetz erfolgt sowohl am Kreuzstutz als auch in Littau über die bestehenden Kreisel. An der Baselstrasse über den Kreisel Kreuzstutz und in Littau über den Kreisel Matthof. Auf der ganzen Strecke bestehen diverse Zu- und Wegfahrten zur neuen Veloroute.

Die Veloroute erhält auf der gesamten Strecke eine neue, «dynamische» LED-Strassenbeleuchtung (esave). Dadurch verbessert sich die bestehende Situation der Beleuchtung auf einem grossen Teil der Strecke. Die neue Veloroute wird laufend mit den beiden Projekten «Gebietsentwicklung Grenzhof» sowie «Erweiterungen Schulhaus Rönnimoos» abgestimmt. Für die Projektierung wurde die die neue Veloroute in 10 Abschnitte unterteilt (vgl. Abbildung 1).

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Abbildung: 1 Abschnittseinteilung 1-10

In den Abschnitten 1 und 3 sind keine baulichen Massnahmen vorgesehen.

Der Abschnitt 2 wurde im Rahmen von Fernwärmeleitungsbauten als Vorleistung bereits realisiert.

Der Abschnitt 4 wird auf 3.5 m verbreitert und befestigt. Die Verbreiterung erfolgt in Richtung Norden, um keine Waldflächen zu beanspruchen. Dabei werden rund 100 m2 des angrenzenden Naturschutzobjektes Nr. 172 permanent beansprucht. Für den Ersatz ist vorgesehen, den Perimeter dieses Objektes westlich um 150 m2 zu erweitern. Weiter ist der unbefestigte Weg in Abschnitt 4 im Bundesinventar der historischen Verkehrswege (IVS National) inventarisiert.

Die vorgesehenen Eingriffe (Verbreiterung, Befestigung, Böschungsanschnitt) sind so geplant, dass der Charakter des Wegs möglichst erhalten bleibt.

Im Abschnitt 5 erfolgt die Verbreiterung ebenfalls so, dass der Wald wo möglich geschont werden kann. Dies hat eine Erweiterung der Fahrbahn auf privatem Grund zur Folge. Die Fahrbahn wird mittels einer Kragplattenkonstruktion über die angrenzenden Grundstücke geführt. Weiter muss der angeschnittene Hang im Abschnitt 5 mit einer 30 m langen und max. ca. 3 m hohen Blocksteinmauer gestützt werden.

Im Abschnitt 6 sind keine Kunstbauten mehr erforderlich. Hangseitig werden die Böschungen teilweise angepasst. Die Böschungen sollen schnellstmöglich wieder überwachsen. Lose Felspartieren werden gereinigt und grössere Blöcke lokal mit einer Vernagelung gesichert. Die Route erfordert in den Abschnitten 5 und 6 während der Bauphase 347 m2 temporäre sowie im Endzustand 49 m2 permanente Wald-Rodung. Der Rodungsersatz erfolgt auf der Nordseite des Zimmereggwalds. Der Knoten Kanonen- / Sagenmattstrasse wird so umgebaut, dass die Veloroute auf der Sagenmattstrasse gegenüber der Kanonenstrasse bevorzugt wird. Dies erfolgt insbesondere mit einer erhöhten Überführung der Sagenmatt- über die Kanonenstrasse.

Auf den Abschnitten 8 bis 10 wird das Trottoir, wo möglich, auf zwei Meter verbreitert. Zu Gunsten der Veloroute werden auf öffentlichem Grund 20, auf privatem Grund 6 Parkfelder aufgehoben. Im Bereich der Einmündung der Sagenmattstrasse soll auf der Kantonsstrassenparzelle das Trottoir angepasst und die Einfahrt für Velos mit definitiven Massnahmen weiter verbessert werden. Ein Provisorium zur Verbesserung dieser Einfahrt wurde bereits realisiert.

Termine

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