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Die Stadt Luzern plant eine neue Veloroute vom Kreuzstutz (Baselstrasse) bis ins Gebiet Grossmatte (Littau) als Alternative zur stark befahrenen Bern-/Luzernerstrasse. So soll die Veloverbindung aus dem Stadtteil Littau ins Zentrum Luzern gestärkt werden. Die alternative Linienführung führt ab dem Kreuzstutz die Sagenmattstrasse hoch, über den Knoten Sagenmatt-/Kanonenstrasse bis zum Unterwilrain. Anschliessend via Sonnenstrasse – Blattenmoosstrasse – Grossmatte Ost und Grossmatte zum Knoten Matthof.  Auf der ganzen Strecke bestehen diverse Zu- und Wegfahrten zur neuen Veloroute Littau. Die neue Veloroute wird entsprechend dem Standard einer sogenannten "Velohauptroute" ausgebaut. Das bedeutet im vorliegenden Fall, dass eine durchgängige, minimale, nutzbare Breite von 3.50 m erstellt werden muss.

Aktuelles

Vom Gebiet Grossmatte (Littau) bis und mit Ende Unterwilrain wurden im Sommer 2022 bereits diverse Massnahmen umgesetzt. Konkret wurden der Fahrbahnbelag an der Blattenmoosstrasse erneuert, die Signalisations- und Markierungsarbeiten getätigt und die Beleuchtung erstellt. Die Anregungen aus den Vernehmlassungen wurden weitmöglichst in das Auflageprojekt eingearbeitet und berücksichtigt. Der Knoten Kanonenstrasse wurde weiter optimiert. Das Auflageprojekt wird voraussichtlich Ende Februar/Mitte März öffentlich im Kantonsblatt publiziert. Die angrenzenden Quartiervereine wurden am 2. November 2022 anlässlich der «Vernetzung Obere Bernstrasse» im Quartierlokal B102 über den aktuellen Planungsstand informiert. Bestenfalls liegt das bewilligte Projekt Mitte/Ende Juni 2023 vor und die Realisierung kann in Etappen gestartet werden.

Ausgangslage

Der Stadtteil Littau ist im Velowegnetz lediglich über die Bern-/Luzernerstrasse mit der Luzerner Innenstadt verbunden. Die Bern-/Luzernerstrasse weist jedoch für den Veloverkehr grosse Schwachstellen auf. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie «Bern-/Luzernerstrasse (K33a)» entwickelte die Stadt Luzern Möglichkeiten zur Verbesserung der betrieblichen und gestalterischen Situation auf der Bern-/Luzernerstrasse. Diese fliessen in einen Planungsprozess unter der Federführung des Kanton Luzerns ein. Aufgrund der geringen Platzverhältnisse entlang der stark befahrenen Bernstrasse ist jedoch bereits heute absehbar, dass weiterhin keine den Anforderungen genügende Radverkehrsinfrastruktur erstellt werden kann. Aus diesem Grund soll südlich der Bern-/Luzernerstrasse eine attraktive und sichere Alternativroute für die Velobeziehung Luzern - Littau entstehen.

Im Rahmen der Tempo 30 Signalisation auf der Bernstrasse wurden Ende 2021 für den Veloverkehr bereits provisorische Massnahmen zur Verbesserung der Abbiegebeziehung Kreuzstutz – Sagenmattstrasse realisiert. Diese sind eine wichtige Vorleistung für die neue Veloroute Littau.

In einer Vorstudie wurden die im Rahmen der Machbarkeitsstudie «Bern-/Luzernerstrasse (K33a)» getroffenen Annahmen für die Veloroute Littau vertieft. Durch punktuelle Massnahmen wird die vorgesehene Route ausgebaut und velotauglich gemacht. Es wird eine, vor allem für den Freizeitverkehr und ungeübte Velofahrende, attraktive Alternative zur Bern-/Luzernerstrasse erstellt. Die Alternativroute wird regelmässig an die Luzerner-/Bernstrasse angebunden. Die Durchlässigkeit für die anliegenden Nutzer wird somit sichergestellt. Mit der neuen Veloroute entsteht ein zusätzliches Angebot für die Velofahrenden zwischen der Luzerner Innenstadt und dem Gebiet Littau Matthof.

Die Vorstudie wurde bei stadtinternen Fachstellen in die Vernehmlassung gegeben. Die Anregungen aus dieser Vernehmlassung wurden weit möglichst bei der weiteren Projekterarbeitung berücksichtigt. Elemente wie Werkleitungen, Fahrbahnsanierungen, Stützmauersanierung und Beleuchtung wurden in das Vorprojekt aufgenommen und somit effizient gebündelt. Die B+S Ingenieure und Planer AG ist von der Stadt Luzern für die Erarbeitung des Vor- Bau- und Auflageprojekts beauftragt worden.

Das Vorprojekt ging bis Ende Januar 2022, das Bauprojekt bis Mitte August 2022 an stadtinterne wie externe Fachstellen in Vernehmlassung. Die Rückmeldungen wurden anschliessend soweit möglich und sinnvoll im Rahmen des Bauprojekts integriert.  Das Auflageprojekt liegt bis Ende 2022 vor. Die Projektauflage startet am 21. Januar 2023. Bestenfalls liegt das bewilligte Projekt Mitte/Ende Juni 2023 vor und die Realisierung kann in Etappen gestartet werden.

Massnahmen

Die neue Veloroute führt vom Kreuzstutz (Baselstrasse) bis ins Gebiet Grossmatte (Littau). Aufgrund der geringen Platzverhältnisse entlang der stark befahrenen Bernstrasse kann entlang dieser Strasse keine den Anforderungen genügende Radverkehrsinfrastruktur erstellt werden. Aus diesem Grund wird südlich der Bern-/Luzernerstrasse eine attraktive und sichere Alternativroute für die Velobeziehung Luzern - Littau erstellt.

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Die vorgesehene Linienführung führt ab dem Kreuzstutz die Sagenmattstrasse hoch, über den Knoten Sagenmatt-/Kanonenstrasse bis zum Unterwilrain. Anschliessend via Sonnenstrasse – Blattenmoosstrasse – Grossmatte Ost und Grossmatte zum Knoten Matthof.

Es werden keine Bautätigkeiten an der Kantonsstrasse K33a vorgenommen. Diese liegt ausserhalb unserem Projektperimeter. Massnahmen werden im Rahmen des Projekts Sanierung K33a (Kantonsprojekt, in kantonalen Bauprogramm eingestellt) geprüft.

Es werden keine Bautätigkeiten an der Kanonenstrasse vorgenommen. Es werden nur für den Rad- und Fussverkehr verbessernde Massnahmen am Knoten Kanonenstrasse/ Sagenmattstrasse getätigt. Die Sichtverhältnisse werden verbessert und die Vortrittsregelung wird neu geregelt.

Der Anschluss an das bestehende Velonetz erfolgt sowohl am Kreuzstutz als auch in Littau über die bestehenden Kreisel. An der Baselstrasse über den Kreisel Kreuzstutz und in Littau über den Kreisel Matthof. Auf der ganzen Strecke bestehen diverse Zu- und Wegfahrten zur neuen Veloroute.

Die Veloroute erhält auf der gesamten Strecke eine neue, «dynamische» LED-Strassenbeleuchtung (esave). Dadurch verbessert sich die bestehende Situation der Beleuchtung auf einem grossen Teil der Strecke. Die neue Veloroute wird laufend mit den beiden Projekten «Gebietsentwicklung Grenzhof» sowie «Erweiterungen Schulhaus Rönnimoos» abgestimmt. Für die Projektierung wurde die die neue Veloroute in 10 Abschnitte unterteilt (vgl. Abbildung 1).

Abschnitte
Abbildung: 1 Abschnittseinteilung 1-10

In den Abschnitten 1 und 3 sind keine baulichen Massnahmen vorgesehen. An der Blattenmoosstrasse wurde der Strassenbelag im Rahmen eines Drittprojekts im Sommer 2022 saniert. Gleichzeitig wurden die Signalisation-, Markierungsarbeit und die Beleuchtung für die Veloroute in den Abschnitten 1-3 umgesetzt. Das heisst alle Massnahmen welche für die Veloroute notwendig sind wurden bereits realisiert.

Der Abschnitt 2 wurde im Rahmen von Fernwärmeleitungsbauten als Vorleistung bereits realisiert. 

Der unbefestigte Weg in Abschnitt 4 ist im Bundesinventar der historischen Verkehrswege (IVS National) inventarisiert und wird im Rahmen unseres Projekts als Provisorium erstellt. Im Rahmen des geplanten Quartierparks und der Gebietsentwicklung Grenzhof wird eine Alternativroutenführung für den Veloverkehr geprüft. Sobald eine alternative Routenführung gefunden und umgesetzt wurde, wird der historische Weg wieder fachgerecht in seinen vorherigen Zustand zurückgeführt und die Veloroute entsprechend umgelegt. Der bestehende historische Weg wird auf 3.5 m verbreitert und befestigt. Die Verbreiterung erfolgt talseitig mittels einer Schüttung, um keine Waldflächen zu beanspruchen.

Im Abschnitt 5 erfolgt die Verbreiterung ebenfalls so, dass der Wald wo möglich geschont werden kann. Dies hat eine Erweiterung der Fahrbahn auf privatem Grund zur Folge. Die Fahrbahn wird mittels einer Kragplattenkonstruktion und Anpassung des Treppenzugangs auf das GS 1634 über die angrenzenden Grundstücke geführt. Weiter muss der angeschnittene Hang im Abschnitt 5 mittels lokaler Felssicherung wie Nägel und Steinschlagnetzen gesichert werden.

Im Abschnitt 6 sind keine Kunstbauten mehr erforderlich. Hangseitig werden die Böschungen teilweise angepasst. Die Böschungen sollen schnellstmöglich wieder überwachsen. Lose Felsstellen werden gereinigt und grössere Blöcke lokal mit Nägel und Steinschlagnetzen gesichert. Die Route erfordert in den Abschnitten 5 und 6 während der Bauphase temporäre sowie im Endzustand permanente Wald-Rodung. Der Rodungsersatz erfolgt auf der Nordseite des Zimmereggwalds. Der Knoten Kanonen- / Sagenmattstrasse wird so umgebaut, dass die Veloroute auf der Sagenmattstrasse gegenüber der Kanonenstrasse bevorzugt wird. Dies erfolgt insbesondere mit einer erhöhten Überführung der Sagenmatt- über die Kanonenstrasse. Am Knoten werden insbesondere die Sichtverhältnisse verbessert, die Vortrittsregelung neu geregelt und die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer (Fussgänger) verbessert.

Der Knoten Sagenmattstrasse/Kanonenstrasse - Abschnitt 7 - inklusive der angrenzenden Zufahrtsbereiche auf beiden Strassen ist Teil einer Tempo-30-Zone. Im Projekt Veloroute ist die Anpassung des Vortrittsregimes vorgesehen, wobei die Sagenmattstrasse vortrittsberechtigt ausgeführt wird und auf der Kanonenstrasse auf der Zufahrt Gütsch (Süd) die Signalisation Stopp angebracht wird. Dadurch wird die Veloroute bevorzugt, wie dies die Velostandards der Stadt Luzern für Velohauptrouten vorsehen. Durch das Anheben der gesamten Fahrbahn im Knotenbereich mit Vertikalversätzen auf den Zufahrten entsteht eine platzähnliche Situation, die zum einen eine tempodrosselnde Wirkung auf den Fahrverkehr auf der Kanonenstrasse hat und zum anderen die Querung für Zufussgehende erleichtert. Weiter werden Massnahmen ergriffen, um die Sichtverhältnisse auf dieser Zufahrt zu verbessern.

Visualisierung Knoten Kanonenstrasse - Sagenmattstrasse

Auf den Abschnitten 8 bis 10 wird das Trottoir, wo möglich, auf zwei Meter verbreitert. Zu Gunsten der Veloroute werden rund 26 Parkfelder aufgehoben. Der Strassenquerschnitt wird benötigt, um den Begegnungsfall PW/Velo sicherzustellen. Im Bereich der Einmündung der Sagenmattstrasse in die Kantonsstrasse K33a (Bernstrasse) endet unser Projektperimeter an der Parzellengrenze GS 2696 / GS 955. Es werden keine Bautätigkeiten an der Kantonsstrasse K33a vorgenommen. Diese liegt ausserhalb unserem Projektperimeter. Massnahmen werden im Rahmen des Projekts Sanierung K33a (Kantonsprojekt, in kantonalen Bauprogramm eingestellt) geprüft. Die provisorische Einmündung für die Radfahrer ab der Kantonsstrasse in die Sagenmattstrasse wurde bereits im Winter 2022 umgesetzt.

Termine

Meilensteine Datum
Publikation Kantonsblatt Februar / März 2023
öffentliche Auflage März 2023
Projektbewilligung Mitte / Ende März
Ausführungsprojekt + Vergabe Baumeister Ende 2023
Baubeginn Anfang 2024
Bauende  Ende 2024
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