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Das Kinderparlament und das Jugendparlament vertreten die Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Luzern. Mitglied werden können Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 23 Jahren mit Wohnsitz in der Stadt Luzern. Die Grundlage der Parlamente ist in der Gemeindeordnung der Stadt Luzern verankert.

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Das Kinderparlament (Kipa)

Das Kipa setzt sich seit dem Jahr 1993 auf verschiedene Arten für die Kinder in der Stadt Luzern ein. Die Kipas – so nennen sich die Kinder, die mitmachen - entwickeln eigene Projekte, diskutieren aktuelle Themen und treffen sich mit Personen aus der Verwaltung und Politik. So bringen sie die Sichtweise von Kindern in die Stadtentwicklung und in politische Entscheidungen ein. Die Stadt Luzern erhält dadurch wichtige Einblicke in den Alltag und die Bedürfnisse von Kindern und kann diese bei Planungen und Projekten berücksichtigen. Teilnehmen können Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren mit Wohnsitz in der Stadt Luzern.

Was macht das Kinderparlament?

Das Kipa bringt die Anliegen und Perspektiven von Kindern aktiv in politische Prozesse ein. Es kann beispielsweise Anträge im Grossen Stadtrat einreichen oder den direkten Austausch mit Eintscheidungsträger*innen suchen. Zudem verfügt das Kipa über ein eigenes Budget, mit dem Projekte initiiert und unterstützt werden können.

Alle Kipas nehmen an den vier Sessionen teil und entscheiden dort gemeinsam über Anliegen und Projekte. Darüber hinaus können sich interessierte Kinder freiwillig in einem oder mehreren Teams engagieren:

  • Das Finanzteam bespricht gemeinsam mit dem Co-Präsidium, wofür das Geld der Kipas genutzt wird. Die Kinder überlegen, welche Projekte wichtig sind, und erklären an den Sessionen, wie das Geld verteilt wird. Zudem beurteilt das Finanzteam Anträge von Schulräten, die für ihre Projekte finanzielle Unterstützung beantragen, und entscheidet gemeinsam über eine Beteiligung des Kinderparlaments.
  • Die Kiz-Reporter*innen recherchieren, führen Interviews und schreiben Artikel für den «Kiz-Blitz», die Kinderzeitung des Kinderparlaments. Der «Kiz-Blitz» erscheint einmal jährlich und wird an die Primarschulen der Stadt Luzern verteilt.
  • Die Stadt-Detektiv*innen werden um ihre Meinung gefragt, wenn sich in der Stadt Luzern etwas verändert oder die Kinderfreundlichkeit geprüft werden muss. Sie treffen Personen aus der Verwaltung und Politik, um Verbesserungsvorschläge zu diskutieren.

Weiterführende Informationen und Links

 

Jugendparlament (Jupa)

Das Jupa der Stadt Luzern setzt sich seit 1998 für die Anliegen und Interessen der Stadtluzerner Jugendlichen ein. Die Jugendparlamentarier*innen sind zwischen 14 und 23 Jahre alt und vertreten die Anliegen und Perspektiven der Jugendlichen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. So erhalten Jugendliche die Möglichkeit, ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig gewinnt die Stadt wertvolle Einblicke in die Lebenswelt und Anliegen junger Menschen und kann diese bei Projekten und politischen Entscheidungen berücksichtigen.

Was macht das Jugendparlament?

Das Jugendparlament bringt die Anliegen und Sichtweisen von Jugendlichen aktiv in politische Prozesse ein. Es kann Mitglieder des Stadtrates oder der städtischen Verwaltung zu Sitzungen einladen, Fragen zu aktuellen Themen stellen und eigene Anliegen direkt einbringen. Zudem kann das Jugendparlament Vorstösse im Grossen Stadtrat einreichen, die gleichbehandelt werden wie jene des Parlaments. Es ist damit eine wichtige Anlaufstelle für Ideen, Anliegen und Projekte von Jugendlichen in der Stadt Luzern.

Die Mitglieder des Jugendparlaments setzen sich mit aktuellen politischen Themen auseinander, diskutieren unterschiedliche Standpunkte und entwickeln gemeinsam Lösungen. Dabei sammeln sie praktische Erfahrungen in demokratischen Prozessen, übernehmen Verantwortung und lernen, ihre Anliegen überzeugend zu vertreten.

Mitmachen
Mitglied im Jugendparlament können Jugendliche werden, die in der Stadt Luzern wohnen und zwischen 14 und 23 Jahre alt sind.

Weiterführende Informationen

 

Beispiele für das Engagement der Kipas und Jupas

Umgesetzte Anliegen der Kipas

- Sie haben sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Kinder den öffentlichen Verkehr günstiger nutzen können. Heute erhalten alle 6 bis 16-Jährigen in der Stadt Luzern jährlich einen Gutschein im Wert von 300 Franken für die VBL Betriebe.
- Sie haben einen FilmExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. über den Durchgangasbahnhof gedreht, damit Kinder verstehen, worum es bei diesem Grossprojekt geht.
- Sie haben Verbesserungen beim Mittagstisch der Volksschule angeregt.
- Sie haben sich für kostenlose Hygieneartikel an den Schulen engagiert.
- Sie haben sich dafür eingesetzt, dass es mehr Hallenplätze für Sportvereine gibt, damit diese mehr Nachwuchs aufnehmen können und die Trainingszeiten nicht mehr so spät liegen (Medienmitteilung).

Engagement des Jupas

- Anstoss zur Einführung des Nachsterns in der Stadt Luzern
- Regelmässige Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen oder auch Speed Debating zu aktuellen Themen
- Auf Initiative des Jugendparlaments wurde das Meldetool «Luzern schaut hin» ausgeweitet. So können nun auch rassistische Belästigungen oder Übergriffe gemeldet werden.