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Die Stadt Luzern lebt Klimaschutz! Der Ausstoss des Klimagases CO2 soll in der Stadt Luzern massiv gesenkt werden. Entsprechende Zielwerte sind im städtischen Energiereglement verankert. Damit sie erreicht werden können, wurden und werden eine Vielzahl von Massnahmen umgesetzt.

Informationen zur neuen Klima- und Energiestrategie

Die Klima- und Energiestrategie der Stadt Luzern in Kürze
Fragen und Antworten zur Klima- und Energiestrategie der Stadt Luzern

Mit Bericht und Antrag vom 30. Juni 2021 hat der Stadtrat dem Stadtparlament kürzlich eine neue Klima- und Energiestrategie vorgelegt.
Medienmitteilung «Klima- und Energiestrategie Stadt Luzern» vom 13. August 2021
Bericht und Antrag «Klima- und Energiestrategie Stadt Luzern» (B+A 22/2021)

Artikel aus dem Stadtmagazin 3/2021
Klima- und Energiestrategie: Kein CO2-Ausstoss mehr ab 2040
Massnahmen: So will die Stadt die ehrgeizigen Ziele erreichen

Klimaschutz braucht das Engagement von allen

Ein klimaverträglicher Lebensstil bedeutet die Abkehr von fossilen Energieträgern wie Benzin, Diesel, Erdgas, Heizöl und Kohle: Unser Energiebedarf muss zukünftig aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden, die kein CO2 freisetzen. Wir müssen zu einem sparsameren Lebensstil finden und die verfügbaren, erneuerbaren Energieträger mit intelligenter Technik möglichst effizient nutzen.

Das geht nicht von heute auf morgen. Aber wir müssen heute damit beginnen. Der Beitrag jeder Einzelnen und jedes Einzelnen zählt!

Besuchen Sie unsere Kampagnen-Webseite www.wir-leben-klimaschutz.ch. Hier finden Sie viele Informationen und Tipps.

wir leben klimaschutz

Ein schöner Nebeneffekt: Die Abhängigkeit von Öl und Gas produzierenden Ländern nimmt ab und die lokale Wirtschaft profitiert. Und auch die Luft wird sauberer!

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1 Unsere Klimaschutz-Politik

Die rechtliche Grundlage unserer Klimaschutz-Politik ist das Energiereglement der Stadt Luzern. Das Energiereglement wurde in der Abstimmung vom 27. November 2011 von der Luzerner Stimmbevölkerung mi…

Die rechtliche Grundlage unserer Klimaschutz-Politik ist das Energiereglement der Stadt Luzern. Das Energiereglement wurde in der Abstimmung vom 27. November 2011 von der Luzerner Stimmbevölkerung mit grosser Mehrheit angenommen.

Das Energiereglement enthält Zielwerte und Absenkpfade für den CO2-Ausstoss und für den Energieverbrauch pro Kopf der Bevölkerung auf Stadtgebiet. Schrittweise sollen bis 2050 der CO2-Ausstoss auf eine Tonne pro Jahr und bis spätestens 2080 der Energieverbrauch auf 2000 Watt Dauerleistung gesenkt werden. Weil die Energie- und Klimaziele nicht von heute auf morgen erreicht werden können, definieren die Absenkpfade Etappenziele in Zehnjahresschritten. So kann die Stadt Luzern überprüfen, ob sie auf Zielkurs ist und nötigenfalls ihre Anstrengungen verstärken.

Das aktuelle Energiereglement basiert auf der Energie- und Klimastrategie Stadt Luzern aus dem Jahr 2011. Diese zeigt auf, wie die gesetzten Energie- und Klimaziele erreicht werden können. Mit Bericht und Antrag vom 30. Juni 2021 hat der Stadtrat dem Stadtparlament kürzlich eine neue Klima- und Energiestrategie vorgelegt.

Gestützt auf das Energiereglement und die Energie- und Klimastrategie erarbeitet die Stadt Luzern periodisch Aktionspläne mit konkreten Umsetzungsmassnahmen. Zwei Aktionspläne aus den Jahren 2008 und 2015 mit zusammen 41 Massnahmen sind weitgehend umgesetzt. Die neue Klima- und Energiestrategie Stadt Luzern umfasst einen dritten Aktionsplan mit insgesamt 32 Massnahmen, die ab 2022 umgesetzt werden sollen.

2 Unsere Klimaschutz-Projekte

Die Stadt Luzern senkt mit einer Vielzahl von Projekten den Ausstoss von Treibhausgasen. Hier einige Beispiele. Seewasser als klimafreundliche Energie Am Inseliquai entsteht ein zukunftweisende…

Die Stadt Luzern senkt mit einer Vielzahl von Projekten den Ausstoss von Treibhausgasen. Hier einige Beispiele.

Seewasser als klimafreundliche Energie

Am Inseliquai entsteht ein zukunftweisendes Projekt zur Nutzung des Seewassers als Energielieferant. Derzeit saniert und erweitert ewl die über 30-jährige Energiezentrale und die Seewasserfassung. So kann in Zukunft vier Mal mehr Energie aus dem Seewasser gewonnen werden, und unter anderem können die Kleinstadt, das Tribschenquartier und ein Teil der Neustadt von der klimafreundlichen Energie profitieren. Im Endausbau im Jahr 2030 werden insgesamt 3'700 Haushalte und Betriebe mit Wärme und Kälte versorgt werden. So können jährlich 6'000 t CO2 eingespart werden.

Seewasser als klimafreundliche Energiequelle
Bauarbeiten an der Seewasserfassung.

Ausbau Fernwärmenetz zur Nutzung von Abwärme

Abwärme ist ein «Abfallprodukt», das bei verschiedenen Prozessen anfällt. Die Nutzung der Abwärme als Wärmelieferant ist sehr sinnvoll und klimafreundlich. Um die Abwärme der KVA Renergia in Perlen und der Swiss Steel AG in Emmen nutzen zu können, realisierte ewl 2019 eine 9 km lange Fernwärme-Transportleitung und eine neue Energiezentrale im Littauer Boden. So können nun Liegenschaften im Ortsteil Littau mit Abwärme geheizt werden.

Das Potenzial von Abwärme als Energiequelle ist noch nicht ausgeschöpft: ewl wird weiter investieren um zusätzliche Gebiete mit Abwärme versorgen zu können.

Ausbau Fernw?rmenetz zur Nutzung von Abw?rme
Neue Energiezentrale im Littauer Boden

Der Energieverbrauch der städtischen Liegenschaften sinkt

Die städtischen Liegenschaften wie Verwaltungsgebäude, Schulen, Sportbauten, usw. werden laufend energetisch optimiert: Die Gebäudehüllen werden isoliert, Heizungen und Haustechnik werden optimiert oder durch klimafreundliche Alternativen ersetzt. Dank diesen Massnahmen hat der Ausstoss an Treibhausgasen für Heizung und Warmwasser in städtischen Liegenschaften zwischen 2005 und 2019 um 39 Prozent abgenommen.

Baut die Stadt Luzern ein neues Gebäude, wird der Wärmebedarf vorwiegend mit erneuerbaren Energien gedeckt. Zudem wird jeweils geprüft, ob eine Photovoltaik-Anlage realisierbar ist. Solche Anlagen gibt es heute auf zehn städtischen Liegenschaften.

Der Energieverbrauch der st?dtischen Liegenschaften sinkt
Der Neubau des Schulhauses Felsberg produziert mehr Energie als er verbraucht.

LED-Leuchten für das Hirschmattquartier

Bei der Sanierung der Werkleitungen im Hirschmatquartier im Jahr 2016 wurde die Strassen-Beleuchtung ausgewechselt: Die neuen LED-Leuchten sorgen für ein helles Licht und sind gleichzeitig sehr sparsam. Sie benötigen nur noch etwa halb so viel Strom wie ihre Vorgänger. Das macht auch ökonomisch Sinn. Innerhalb von 10 Jahren lassen sich rund 32'000 Franken an Stromkosten sparen. Zudem haben die neuen LED-Leuchten eine längere Lebensdauer als die bisherigen Lampen.

LED-Leuchten f?r das Hirschmattquartier
Neue Leuchten im Hirschmattquartier

Neuer Velo- und Fussweg

Das ehemalige Trassee der Zentralbahn ist seit Dezember 2016 ein Velo- und Fussweg. Diese sichere Verbindung von der Luzerner Neustadt direkt nach Kriens fördert den Langsamverkehr. So ist der neue Weg eine Massnahme der Mobilitätsstrategie der Stadt Luzern und gleichzeitig ein wichtiges Puzzleteil einer zukünftigen, klimafreundlichen Mobilität.

Neuer Velo- und Fussweg
Der Velo- und Fussweg «Freigleis»

Abwasser heizt Schulhäuser

Auf Initiative der Stadt Luzern entstand 2016 am Löwengraben eine spezielle Energienutzung: Bei der Sanierung des Abwasser-Kanals wurde auf einer Länge von 300 Metern ein Wärmetauscher eingebaut. Damit kann dem Abwasser Wärme zum Heizen entzogen werden. Zudem kann zu Kühlzwecken Wärme in den Kanal abgeleitet werden. Die nutzbare Energie aus dem Abwasser entspricht 280'000 Litern Heizöl pro Jahr oder dem Wärmeverbrauch von zirka 430 Haushalten. Das Projekt verhindert Treibhausgas-Emissionen von jährlich 850 Tonnen CO2.

Abwasser heizt Schulh?user
Wärmetauscher im Abwasserkanal Hirschengraben

Neues Stadtarchiv im Minergie-P-ECO-Standard

2014 baute die Stadt Luzern ein neues Stadtarchiv in Ruopigen im Standard Minergie-P-ECO. Minergie-P steht für Bauten mit einem sehr tiefen Energiebedarf. So hat das Stadtarchiv ein kompaktes Volumen, eine gut gedämmte Gebäudehülle, eine Komfortlüftung, eine effiziente Beleuchtung und effiziente Geräte. Zudem nutzt das Stadtarchiv zum Heizen Erdwärme. Der Labelzusatz ECO bedeutet, dass Baustoffe verwendet wurden, die bei ihrer Produktion wenig Energie benötigten, schadstoffarm sind und eine lange Lebensdauer haben. So kam beispielsweise Recycling-Beton zum Einsatz.

Neues Stadtarchiv im Minergie-P-ECO-Standard
Das neue Stadtarchiv in Ruopigen

Die Stadtverwaltung nutzt ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energiequellen

Seit Anfang 2013 deckt die Stadtverwaltung Luzern ihren gesamten Stromverbrauch mit Strom aus 100% erneuerbaren Quellen: Das betrifft den Strom, der im Stadthaus oder in den städtischen Schulhäusern benötigt wird genauso sowie den Strom für die öffentliche Beleuchtung.

Die Stadtverwaltung nutzt ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Energiequellen
Stadthaus mit 100% Energie aus erneuerbaren Quellen

 

3 Klima- und Energiestrategie Stadt Luzern

Verschiedene parlamentarische Vorstösse und ein Bevölkerungsantrag beauftragten den Stadtrat im Frühling 2019, seine klimapolitischen Anstrengungen zu verstärken und aufzuzeigen, wie die Treibhausg…

Verschiedene parlamentarische Vorstösse und ein Bevölkerungsantrag beauftragten den Stadtrat im Frühling 2019, seine klimapolitischen Anstrengungen zu verstärken und aufzuzeigen, wie die Treibhausgas-Emissionen auf Stadtgebiet bis im Jahr 2030 auf null gesenkt werden können.
Als Antwort hat der Stadtrat am 30. Juni 2021 den Bericht und Antrag «Klima- und Energiestrategie Stadt Luzern» verabschiedet. Darin setzt er sich das überaus ehrgeizige aber seines Erachtens notwendige und machbare Ziel, die energiebedingten Treibhausgasemissionen bis im Jahr 2040 auf null zu senken. Der Energieverbrauch soll bis 2050 auf 2000 Watt Dauerleistung pro Person halbiert werden.
Das Stadtparlament behandelt den Bericht und Antrag im Dezember 2021. Das letzte Wort haben die stimmberechtigten Personen am 15. Mai 2022.

Die aktuell gültige «Energie- und Klimastrategie Stadt Luzern» stammt aus dem Jahr 2011. Sie formuliert die folgenden Ziele:

  • Reduktion des Primärenergieverbrauchs auf 2000 Watt Dauerleistung pro Kopf der Bevölkerung bis im Zeitraum 2050 bis 2080
  • Reduktion des Treibhausgas-Ausstosses auf 1 Tonne CO2-Äquivalente pro Kopf der Bevölkerung und Jahr bis 2050.
  • Atomausstieg bis spätestens im Jahr 2045.

4 Aktionsplan Luft, Energie, Klima

Die Stadt Luzern hat sich im Bereich der Klima- und Energiepolitik ehrgeizige Ziele gesetzt. Um diese Ziele zu erreichen, ergreift die Stadt Luzern konkrete Massnahmen. Diese werden jeweils zu me…

Die Stadt Luzern hat sich im Bereich der Klima- und Energiepolitik ehrgeizige Ziele gesetzt. Um diese Ziele zu erreichen, ergreift die Stadt Luzern konkrete Massnahmen. Diese werden jeweils zu mehrjährigen Aktionsplänen zusammengefasst.

Die ersten beiden Aktionspläne aus den Jahren 2008 und 2015 mit zusammen 41 Massnahmen sind weitgehend umgesetzt. Sie führten bereits zu einer deutlichen Reduktion von Treibhausgas-Emissionen und Energieverbrauch auf Stadtgebiet und verbesserten die Luftqualität.

Der dritte Aktionsplan ist Bestandteil der neuen «Klima- und Energiestrategie Stadt Luzern» und umfasst insgesamt 32 Massnahmen. Diese sollen nach der Zustimmung durch das Stadtparlament und die Stimmberechtigten bis im Jahr 2030 umgesetzt werden. 
Dadurch können der Energieverbrauch sowie die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen nochmals deutlich gesenkt werden. Die städtischen Zielsetzungen können aber nur erreicht werden, wenn zusätzlich auch der Bund und der Kanton weitere Massnahmen umsetzen.

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