Velofahrerin beim Schweizerhofquai

Gesamtverkehrskonzept Agglomerationszentrum Luzern

Mit der Umsetzung des «Gesamtverkehrskonzept Agglomerationszentrum Luzern» werden die Staus in der Stadt reduziert und der öffentliche Verkehr gefördert. Das Gesamtverkehrskonzept wurde gemeinsam von der Stadt Luzern, vom Kanton Luzern, vom Verkehrsverbund Luzern und vom Gemeindeverband LuzernPlus entwickelt.

Das Konzept wird Realität

In den kommenden Wochen setzt die Stadt Luzern die ersten baulichen Massnahmen des Gesamtverkehrskonzeptes (GVK) um. An der Zinggentorstrasse wird eine Troittoirüberfahrt gebaut und an der Gesegnetmattstrasse wird die Installation einer Dosieranlage vorbereitet.

In Kürze folgt die Umgestaltung des Einmündungsbereiches der Libellen- in die Maihofstrasse. Durch eine Mittelinsel und einen Grünstreifen in Kombination mit verbreiterten Trottoirs wird die Situation für den Fussverkehr sicherer und attraktiver.

Beide Massnahmen sind darauf ausgelegt, den Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen zu kanalisieren und den Schleichverkehr durch die Quartiere zu reduzieren.

1. Die Ziele:

  • die bis 2030 erwartete Zunahme der Mobilität bewältigen;
  • die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöhen;
  • den Bus-, Velo- und Fussverkehr ausbauen und attraktivieren;
  • dem Autoverkehr den für die notwendige Mobilität erforderlichen Strassenraum zur Verfügung stellen;
  • die Aufenthalts- und Lebensqualität im Agglomerationszentrum erhöhen.

2. Eckdaten

  • Vier Partner: Stadt Luzern, Kanton Luzern, LuzernPlus und    Verkehrsverbund Luzern
  • Kosten: Fr. 1'460'000.- (Anteil Stadt Luzern)
  • Realisierung: ab 2020

3. Vom Bedürfnis zum Konzept

Während über 20 Stunden am Tag fliesst der Verkehr in der Luzerner Innenstadt mehr oder weniger problemlos. In der Hauptverkehrszeit gibt es aber regelmässig Staus. Die Folge davon ist, dass die Stadt Luzern nicht mehr zuverlässig erreichbar ist. Schleichverkehr durch die Quartiere beeinträchtigt die Lebensqualität und die Verkehrssicherheit. Das «Gesamtverkehrskonzept Agglomerationszentrum Luzern» zeigt, wie die Staus in den Hauptverkehrszeiten reduziert werden können und der Verkehr in der Innenstadt flüssig bleibt.

4. Die Massnahmen

Verkehrsmodelle zeigen, dass der Verkehr auch zu den Hauptverkehrszeiten fliessen kann, wenn 5 Prozent weniger Autos auf den Hauptstrassen sind. Um dies zu erreichen, sieht das Gesamtverkehrskonzept vor, diverse Dosierungsstellen auf Quartierstrassen einzurichten. Autofahrende müssen sich somit zu Stosszeiten bei den Einfahrten auf die Hauptstrassen ein paar Minuten gedulden, bis die Ampeln auf Grün schalten. Auch fünf zusätzliche Parkhausausfahrten sollen mit Ampeln gesteuert werden.

Da in der Stadt Luzern aufgrund ihrer Topografie nicht mehr und keine breiteren Strassen gebaut werden können, soll der öffentliche Verkehr konsequent gefördert werden, um die erwartete Zunahme der Mobilität bewältigen zu können. Busse können auf der gleichen Fläche viel mehr Menschen transportieren als Autos. Aus diesem Grund sehen weitere Massnahmen vor, den Busverkehr auszubauen und wo immer möglich den öffentlichen Verkehr mit Busspuren, Busschleusen und Fahrbahnhaltestellen zu bevorzugen.

5. Die Umsetzung

Die GVK-Massnahmen wurden in zwei Prioritäten unterteilt. Die Massnahmen erster Priorität werden ab 2020 umgesetzt. Nach der Umsetzung dieser ersten Massnahmen wird die Wirksamkeit überprüft und das weitere Vorgehen festgelegt.

Die Massnahmen zweiter Priorität werden erst umgesetzt, wenn dies aufgrund der Erfolgskontrolle als notwendig erachtet wird. Das Ziel bleibt ein flüssiger und sicherer Verkehr auf den Hauptverkehrsstrassen der Stadt Luzern – auch zu Stosszeiten.

6. Die Überprüfung

Im Rahmen der Erfolgskontrolle wird die Kapazität, die Sicherheit und die Attraktivitätssteigerung des öV (Reisezeiten, Verlustzeiten) in einer Vor- / Nachher Messung untersucht. Die Vorhermessung dazu fand im September 2017 statt. Die Nachmessung erfolgt frühestens ein halbes Jahr nach der Umsetzung der Massnahmen.

 

 

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