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Innerhalb der 2. Etappe im Abschnitt Kantonsspital bis Friedentalstrasse soll die Spitalstrasse betrieblich und gestalterisch neu konzipiert werden.

Aktuelles
Derzeit wird das Bauprojekt erarbeitet und die Baubewilligung ist in Vorbereitung. Voraussichtlicher Baustart: Juli 2022.

Ausgangslage

Die Spitalstrasse gehört zum übergeordneten Strassennetz der Stadt Luzern. Täglich befahren rund 10'000 Fahrzeuge die Spitalstrasse, was ein relativ hohes Verkehrsaufkommen bedeutet. Auf der Spitalstrasse befinden sich drei wichtige Buslinien, welche unter anderem den grössten Arbeitgeber in der Zentralschweiz, das Luzerner Kantonsspital, erschliessen. Im Rahmen der 1. Etappe wurde im August 2018 zur Förderung des öffentlichen Verkehrs eine elektronische Busspur eingeführt. Hierdurch können die heutigen Buslinien zuverlässiger verkehren und stehen zu Spitzenzeiten weniger im Stau. Gleichzeitig wurden die Bushaltestellen «Kantonsspital» und «St. Karli» gemäss Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) angepasst. Für die Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Lärmreduktion wurde ebenfalls im August 2018 auf der gesamten Spitalstrasse «Tempo 30» eingeführt.

Im Anschluss an die 1. Etappe soll nun in dem nächsten Schritt der knapp 400 Meter lange Abschnitt von dem Kantonsspital bis zur Friedentalstrasse (Spitalstrasse Ost) betrieblich und gestalterisch neu konzipiert werden.

Ziele

Bei der weiterführenden Neugestaltung der Spitalstrasse sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden
  • Steigerung der Erreichbarkeit, der Erschliessung und somit der Attraktivität des öffentlichen Verkehrs
  • Umsetzung der Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG)
  • Verbesserung der Situation für den Fuss- und Veloverkehr
  • Städtebauliche Abstimmung des Projekts
  • Reduktion Lärmemissionen
  • Koordination mit den Bautätigkeiten auf dem Areal LUKS und des dazugehörigen Strassenbauprojekts auf dem Urnerhofweg zur Sicherstellung der zukünftigen Zufahrt zum Spital

Bei der geplanten Neugestaltung werden Synergien in Hinblick auf die anstehenden Belags- und Werkleitungssanierungen genutzt.

Massnahmen

Bushaltestelle

Für die Optimierungen der Erschliessung des öffentlichen Verkehrs wurden die ehemaligen Bushaltestellen «Gopplismoosweg» weiter in Richtung des Knotens Spital-/Friedentalstrasse verlegt. Hier wurde seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 die beiden provisorischen Haltestellen eingerichtet und erhielten die Bezeichnung «Urnerhof». Diese provisorischen Haltestellen entsprechen derzeit nicht dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) und werden daher ausgebaut. Dadurch wird zukünftig ein niveaugleicher und komfortablerer Ein- und Ausstieg sichergestellt.

Verkehr und Sicherheit

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Förderung des Veloverkehrs ist in Richtung Friedentalstrasse bis zur Bushaltestelle «Urnerhofweg» ein Velostreifen vorgesehen. Durch diese Massnahme können die Velofahrenden sicher und komfortabel am Rückstau des motorisierten Individualverkehr (MIV) vorbeizufahren. Die Konflikte zwischen dem Fuss- und Veloverkehr auf dem Trottoir können so behoben werden.

Im Einmündungsbereich der Friedentalstrasse wird eine bauliche Mittelinsel vorgesehen, um die Sicherheit für den Fussverkehr zusätzlich zu erhöhen. 

Die heute bestehenden Längsparkfelder der Blauen Zone werden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit aufgehoben. Diese stehen im Konflikt mit den erforderlichen Sichtweiten aus den Grundstückzufahrten, den Trottoirbreiten und dem geplanten Velostreifen.  

Beleuchtung

Im Zuge der Baumassnahme wird auch die öffentliche Beleuchtung vollständig überarbeitet. Hierzu werden Teile der Leitungen ausgetauscht und entlang des gesamten Projektperimeters neue Kandelaber errichtet. Dabei werden moderne LED-Leuchten vorgesehen. LED-Leuchten sind nicht nur energiesparender, sondern erzeugen gegenüber den alten Natriumdampflampen ein kontrastreicheres Licht. Somit wird die visuelle Wahrnehmbarkeit erhöht und ebenfalls die Verkehrssicherheit gestärkt.

Strassenbau und Entwässerung

Im Bestand weist die Spitalstrasse eine unzureichende Tragfähigkeit auf. Somit ist ein vollständiger Austausch des Strassenoberbaus notwendig. Zur Minderung des Strassenlärms ist der Einbau eines lärmarmen Belags vorgesehen. Um langfristig die Stabilität des Belags gewährleisten zu können, wird im Bereich der neuen Bushaltestelle die Fahrbahn in Beton erstellt. Diese Busbetonplatte wird mit einem zweischichtigen Waschbeton ausgebildet, sodass auch hier eine Minderung des Strassenlärms erzielt wird. In Zusammenhang mit der Optimierung des Quer- und Längsgefälles der Strasse wird ebenfalls die Strassenentwässerung angepasst.

Werkleitungen

In einigen Abschnitten ist die Kanalisation sanierungsbedürftig und soll teilweise ausgetauscht und teilweise mit Inlinern saniert werden. Darüber hinaus werden einige Hausanschlüsse für Gas und Wasser sowie Gas-Niederdruck-Verteilleitungen repariert bzw. erneuert.

Termine

 Was  Termine
 Öffentliche Planauflage / Bewilligung  September 2021 – Oktober 2021
 Ausführungsplanung  November 2021 - März 2022
 Kreditbeschaffung (B+A)  September 2021 - Juni 2022
 Submission  Mai 2022 - Juli 2022
 Realisierung  Juli 2022 - August 2023
 Abschluss und Inbetriebnahme  September 2023

Kosten

Für die Planung wurde ein Kredit in einer Höhe von 400'000.- Franken bewilligt. Für die Ausführung wird der Stadtrat beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit in der Höhe von rund 2,5 Mio. Franken beantragen. Das Projekt ist Bestandteil des Agglomerationsprogrammes der 3. Generation und wird mit maximal 35 % (Beitrag des Bundes) mitfinanziert.

 

Zugehörige Objekte