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Innerhalb der 2. Etappe im Abschnitt Kantonsspital bis Friedentalstrasse soll die Spitalstrasse betrieblich und gestalterisch neu konzipiert werden.

Aktuelles
Derzeit wird das Bauprojekt erarbeitet und die Baubewilligung ist in Vorbereitung. Voraussichtlicher Baustart: März 2022.

Ausgangslage

Die Spitalstrasse gehört zum übergeordneten Strassennetz der Stadt Luzern. Täglich befahren rund 10'000 Fahrzeuge die Spitalstrasse, was ein relativ hohes Verkehrsaufkommen bedeutet. Auf der Spitalstrasse befinden sich drei wichtige Buslinien, welche unter anderem den grössten Arbeitgeber in der Zentralschweiz, das Luzerner Kantonsspital, erschliessen. Im Rahmen der 1. Etappe wurde im August 2018 zur Förderung des öffentlichen Verkehrs eine elektronische Busspur eingeführt. Hierdurch können die heutigen Buslinien zuverlässiger verkehren und stehen zu Spitzenzeiten weniger im Stau. Gleichzeitig wurden die Bushaltestellen «Kantonsspital» und «St. Karli» gemäss Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) angepasst. Für die Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Lärmreduktion wurde ebenfalls im August 2018 auf der gesamten Spitalstrasse «Tempo 30» eingeführt.

Im Anschluss an die 1. Etappe soll nun in dem nächsten Schritt der knapp 400 Meter lange Abschnitt von dem Kantonsspital bis zur Friedentalstrasse (Spitalstrasse Ost) betrieblich und gestalterisch neu konzipiert werden.

Ziele

Bei der weiterführenden Neugestaltung der Spitalstrasse sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Verbesserung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden
  • Steigerung der Zuverlässigkeit und Attraktivität des öffentlichen Verkehrs
  • Umsetzung der Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG)
  • Verbesserung der Situation für den Fuss- und Veloverkehr
  • Städtebauliche Abstimmung des Projekts
  • Reduktion Lärmemissionen
  • Koordination mit den Bautätigkeiten auf dem Areal LUKS und zukünftiger Zufahrt zum Spital

Bei der geplanten Neugestaltung werden Synergien in Hinblick auf die anstehenden Belags- und Werkleitungssanierungen genutzt.

Massnahmen

Bushaltestelle

Durch die Optimierungen des öffentlichen Verkehrs wurden die ehemaligen Bushaltestellen «Gopplismoosweg» weiter in Richtung des Knotens Spital-/Friedentalstrasse verlegt. Hier wurde seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 die beiden provisorischen Haltestellen eingerichtet und erhielten die Bezeichnung «Urnerhof». Diese provisorischen Haltestellen entsprechen derzeit nicht dem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) und werden daher ausgebaut. Dadurch wird zukünftig ein niveaugleicher und komfortablerer Ein- und Ausstieg sichergestellt.

Verkehr und Sicherheit

Zur besseren Abgrenzung zwischen dem motorisierten Individualverkehr (MIV) und dem Veloverkehr wurde in Richtung der Einmündung Friedentalstrasse ein Radweg vorgesehen. Hierdurch können die Radfahrer bei einem Rückstau des MIV ungehindert weiterfahren.

Zur Einhaltung der Sichtweiten wurden die Fussgängerstreifen verschoben. Zudem wurde im Kreuzungsbereich der Friedentalstrasse eine bauliche Mittelinsel vorgesehen, sodass gerade im Knotenbereich die Sicherheit für die Fussgänger verstärkt wird.

Die heute bestehenden Längsparkfelder der Blauen Zone werden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit aufgehoben. Diese stehen im Konflikt mit den erforderlichen Sichtweiten aus den Grundstückzufahrten und Einmündungen sowie mit dem Radverkehr.

Beleuchtung

Im Zuge der Baumassnahme wird auch die öffentliche Beleuchtung vollständig überarbeitet. Hierzu werden Teile der Leitungen ausgetauscht und entlang des gesamten Projektperimeters neue Kandelaber errichtet. Dabei werden moderne LED-Leuchten vorgesehen. LED-Leuchten sind nicht nur energiesparender, sondern erzeugen gegenüber den alten Natriumdampflampen ein kontrastreicheres Licht. Somit wird die visuelle Wahrnehmbarkeit erhöht und ebenfalls die Verkehrssicherheit gestärkt.

Strassenbau und Entwässerung

Im Bestand weist die Spitalstrasse eine unzureichende Tragfähigkeit auf. Somit ist ein vollständiger Austausch des Strassenoberbaus notwendig. Zur Minderung des Strassenlärms ist der Einbau eines lärmarmen Belags vorgesehen. Um langfristig die Stabilität des Belags gewährleisten zu können, wird im Bereich der neuen Bushaltestelle die Fahrbahn in Beton erstellt. Diese Busbetonplatte wird mit einem zweischichtigen Waschbeton ausgebildet, sodass auch hier eine Minderung des Strassenlärms erzielt wird. In Zusammenhang mit der Optimierung des Quer- und Längsgefälles der Strasse wird ebenfalls die Strassenentwässerung angepasst.

Werkleitungen

In einigen Abschnitten ist die Kanalisation sanierungsbedürftig und soll teilweise ausgetauscht und teilweise mit Inlinern saniert werden. Darüber hinaus werden einige Hausanschlüsse für Gas und Wasser sowie Gas-Niederdruck-Verteilleitungen repariert bzw. erneuert.

Termine

 Was  Termine
 Öffentliche Planauflage / Bewilligung  August 2021 – September 2021
 Ausführungsplanung  September 2021 - Dezember 2021
 Submission  Dezember 2021 - Februar 2022
 Realisierung  März 2022 - Mai 2023
 Abschluss und Inbetriebnahme  Juni 2023

Kosten

Die Projektkosten werden derzeit im Rahmen der Finanzplanung geprüft. Nach der Aktualisierung werden die Angaben folgen.

 

Zugehörige Objekte