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23. September 2022
Täglich verkehren 1000 bis 2000 Fahrzeuge auf der westlichen und östlichen Bergstrasse. Rund 60 Prozent davon ist Durchgangsverkehr. Da die Güterstrassen auf dem Littauerberg nicht für ein so hohes Verkehrsaufkommen ausgerichtet sind, haben der Luzerner Stadtrat und der Gemeinderat Emmen entschieden, den Durchgangsverkehr mit Teilfahrverboten zu unterbinden. Dadurch kann die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden. Zudem werden die wiederkehrenden Sanierungsarbeiten reduziert.

Die Strassen über den Littauerberg dienen in erster Linie der Erschliessung des Landwirtschaftsgebietes und der Betriebe. Besonders in Hauptverkehrszeiten werden sie jedoch als Umfahrungsrouten genutzt. Das führt dazu, dass täglich 1000 bis 2000 Fahrzeuge auf der westlichen und östlichen Bergstrasse verkehren. Davon sind rund 60 Prozent der Fahrten Durchgangsverkehr. Die landwirtschaftlichen Strassen auf dem Littauerberg sind mit einer Breite vom 4 bis 5,5 Metern nicht für diese Belastungen ausgelegt. Deshalb kommt es immer wieder zu heiklen Verkehrssituationen und Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Die hohe Verkehrsbelastung führt auch dazu, dass die Strassen häufig saniert werden müssen.

Der Stadtrat hat deshalb entschieden, für die Güterstrassen auf dem Stadtgebiet ein Teilfahrverbot zu erlassen. Das Fahrverbot mit dem Zusatz «Zubringer Littauerberg und landwirtschaftliche Fahrzeuge gestattet» wird im Kantonsblatt vom 24. September 2022 publiziert. Die neue Signalisation soll bis Ende 2022 umgesetzt sein. Die Stadt wird die Wirksamkeit und die Auswirkungen der Massnahme überprüfen.

Auch auf der angrenzenden Erlenstrasse ist der Anteil des Durchgangsverkehrs hoch. Der Gemeinderat Emmen hatte mit der Einführung von Tempo 30 auf der Erlenstrasse im Sommer 2021 unter anderem das Ziel verfolgt, die Verkehrsbelastung zu reduzieren. Die erhoffte Wirkung hat sich jedoch nicht eingestellt. Deshalb hat sich der Gemeinderat mit dem von der Stadt Luzern geplanten Teilfahrverbot über den Littauerberg einverstanden erklärt. Abgestimmt auf das Teilfahrverbot der Stadt Luzern erlässt der Gemeinderat Emmen auf den angrenzenden Güterstrassen an den Littauerberg ein Teilfahrverbot. Das Vorhaben wird ebenfalls im Kantonsblatt vom 24. September 2022 publiziert.

Mit den Teilfahrverboten kann die Verkehrssicherheit auf dem Littauerberg deutlich erhöht werden. Zudem können die wiederkehrenden Sanierungsarbeiten reduziert werden. Die Teilfahrverbote sind auch im Hinblick auf geplante Massnahmen, wie die Sperrung des Renggloches 2024, die Wiedereröffnung des Autobahnanschlusses Emmen-Nord zu einem Vollanschluss oder die Arbeiten für den Hochwasserschutz an der Kleinen Emme wichtig. Ohne Teilfahrverbote würden diese Massnahmen zu einer noch höheren Verkehrsbelastung auf dem Littauerberg führen.

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