Das Projekt «Gesundheitswegweiser Luzern» entwickelt und erprobt ein regionales Netzwerk, das medizinische und soziale Angebote besser miteinander verbindet. Im Zentrum steht eine zentrale Anlaufstelle, die Menschen mit gesundheitlichen und sozialen Herausforderungen persönlich begleitet und passende Unterstützung vermittelt. Besonders Menschen mit chronischen oder mehrfachen Erkrankungen profitieren von einer auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmten Begleitung.
Überblick
Aktuelles
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Alles zum Inhalt
Hintergrund
Gesundheit wird durch viele Faktoren beeinflusst – nicht nur durch medizinische Behandlungen, sondern auch durch soziale und persönliche Lebensumstände. Besonders Menschen mit chronischen oder mehrfachen Erkrankungen benötigen deshalb manchmal Unterstützung, die über die medizinische Versorgung hinausgeht.
Heute bestehen Lücken zwischen Gesundheits- und Sozialangeboten. Dadurch werden soziale Belastungen, die sich auf die Gesundheit auswirken können, nicht immer frühzeitig erkannt und Menschen finden nicht immer rechtzeitig den Weg zu passenden Unterstützungsangeboten.
Ziel
Ziel des Gesundheitswegweisers Luzern ist es, Menschen mit gesundheitsrelevanten sozialen Bedürfnissen frühzeitig zu unterstützen und den Zugang zu passenden Angeboten im Gesundheits- und Sozialbereich zu erleichtern.
Dabei werden keine neuen Angebote geschaffen, sondern bestehende Angebote besser miteinander verbunden. Menschen erhalten bei Bedarf eine persönliche Begleitung, damit sie die für sie passende Unterstützung finden und nutzen können.
Vorgehen
Der Gesundheitswegweiser Luzern wird im Rahmen des Aktionsplans Health 2040Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. und der Strategie 2035 ff. Integrierte Gesundheitsversorgung Kanton Luzern (IGeL)Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. umgesetzt. Das Projekt startet am 1. August 2026 und wird schrittweise aufgebaut, erprobt und weiterentwickelt.
In einer ersten Phase wird das Angebot gemeinsam mit ausgewählten Hausarztpraxen entwickelt und als Pilot umgesetzt. Ärztinnen und Ärzte können Menschen mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf an den Gesundheitswegweiser Luzern vermitteln. Dort klären speziell geschulte Fachpersonen gemeinsam mit den Betroffenen deren Situation, Ziele und Möglichkeiten und begleiten sie bei Bedarf zu passenden Angeboten aus dem Netzwerk.
Die Unterstützung orientiert sich an den persönlichen Bedürfnissen der Menschen und erfolgt freiwillig. Gleichzeitig wird das Netzwerk aus Gesundheits- und Sozialorganisationen weiterentwickelt, damit die Zusammenarbeit über Berufs- und Institutionsgrenzen hinweg gestärkt wird.
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Erkenntnisse dienen dazu, das Angebot weiterzuentwickeln und Grundlagen für eine langfristige Verankerung zu schaffen.
Meilensteine
Das Projekt läuft über drei Jahre und wird schrittweise aufgebaut, erprobt und weiterentwickelt.
- Aufbau (bis Ende September 2026)
Die Grundlagen für das Projekt werden geschaffen. Dazu gehören die fachliche Ausrichtung, die Projektorganisation, die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen sowie die Vernetzung ähnlichen Projekten in der Schweiz.
- Entwicklung (bis Ende Juni 2027)
Gemeinsam mit den beteiligten Partnerorganisationen werden die Abläufe, Rollen und Formen der Zusammenarbeit entwickelt. Dabei wird festgelegt, wie Bedürfnisse von Personen erkannt, begleitet und mit passenden Angeboten verbunden werden.
- Pilotbetrieb und Ausbau (bis Ende September 2027)
Der Gesundheitswegweiser Luzern wird zunächst mit ausgewählten Hausarztpraxen erprobt. Die Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb fliessen in die Weiterentwicklung ein und bilden die Grundlage für den schrittweisen Ausbau auf weitere Leistungserbringende.
- Lernen und Verankern (bis Ende Juli 2029)
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Die Erkenntnisse werden genutzt, um das Angebot laufend zu verbessern, die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialbereich zu stärken und Grundlagen für eine langfristige Weiterführung sowie eine mögliche Ausweitung auf weitere Regionen und Partnerorganisationen zu schaffen.
Erwarteter Nutzen
Der Gesundheitswegweiser Luzern verbessert den Zugang zu passender Unterstützung und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialbereich.
- Menschen erhalten schneller die Unterstützung, die sie benötigen. Dies stärkt ihr Wohlbefinden, ihre Selbstständigkeit und ihre soziale Teilhabe.
- Fachpersonen werden entlastet und unterstützt. Sie können ihre Kompetenzen gezielter einsetzen und arbeiten besser mit anderen Berufsgruppen und Organisationen zusammen.
- Gesundheits- und Sozialorganisationen arbeiten stärker vernetzt. Bestehende Angebote werden besser aufeinander abgestimmt und Menschen dürfen auf mehr Kontinuität entlang ihres Wegs zählen.
Beteiligte
Trägerinnen des Projekts sind die Stadt Luzern und mediX luzern. Gemeinsam mit Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich wird ein Netzwerk aufgebaut, das den Gesundheitswegweiser Luzern entwickelt, weiterträgt und langfristig verankert.
Aktuell engagieren sich folgende Praxispartner*innen in der Mitwirkungsgruppe:
- Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern
- Dovida Luzern
- Krienser Infostelle Gesundheit
- Luzerner Kantonsspital
- Pro Senectute Kanton Luzern
- Soziale Dienste Gemeinde Emmen
- Spitex Stadt Luzern
- Steinhof Luzern
- Viva Luzern
FAQs
Gesundheitswegweiser - 1. Grundverständnis und Projektaufbau
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Der Gesundheitswegweiser ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, bei denen soziale Belastungen die Gesundheit beeinflussen. Speziell geschulte Fachpersonen helfen, passende Unterstützung zu finden, und verbinden Menschen mit Angeboten aus dem Gesundheits- und Sozialbereich. Der Gesundheitswegweiser schafft Orientierung und sie individuell auf ihrem Weg. |
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Der Gesundheitswegweiser schliesst eine Lücke zwischen medizinischer und sozialer Unterstützung. Denn Gesundheit wird nicht nur durch medizinische Behandlungen, sondern auch durch Lebensumstände wie Einsamkeit, finanzielle Sorgen oder Belastungen am Arbeitsplatz beeinflusst. Der Gesundheitswegweiser hilft, solche sozialen Aspekte von Gesundheit frühzeitig zu erkennen und Patient*innen gezielt mit bestehenden Angeboten zu verbinden. |
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Gesundheitsrelevante soziale Bedürfnisse entstehen, wenn soziale Lebensumstände die Gesundheit beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise Einsamkeit, finanzielle Sorgen oder Belastungen am Arbeitsplatz. Solche Belastungen können die körperliche und psychische Gesundheit beeinträchtigen. |
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Der Gesundheitswegweiser basiert auf dem Ansatz des Social Prescribing. Dieser personzentrierte Ansatz verbindet medizinische und soziale Unterstützung und wird international zunehmend eingesetzt. Im britischen Gesundheitssystem ist Social Prescribing bereits Teil der Regelversorgung. Der Ansatz umfasst drei Elemente: eine zentrale Anlaufstelle, speziell geschulte Fachpersonen zur Begleitung und Koordination sowie ein Netzwerk aus Organisationen des Gesundheits- und Sozialbereichs. |
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Der Gesundheitswegweiser entwickelt ein neues Versorgungsmodell, das in der Schweiz bisher vor allem in einzelnen Projekten erprobt wird. Die Projektphase ermöglicht es, den Ansatz lokal anzupassen, Erfahrungen zu sammeln und die Wirkung wissenschaftlich zu prüfen. |
Gesundheitswegweiser - 2. Zugang und Unterstützung
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Grundsätzlich gibt es verschiedene Zugänge. Im Projekt liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung durch ausgewählte Hausarztpraxen. Ärzt*innen erkennen gesundheitsrelevante soziale Bedürfnisse und können Patient*innen an den Gesundheitswegweiser vermitteln. Dieser Zugang nutzt die bestehende Vertrauensbeziehung und ergänzt die Möglichkeiten im Praxisalltag, soziale Themen vertieft aufzugreifen. Auch eine direkte Kontaktaufnahme durch Patient*innen ist möglich. |
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Der Gesundheitswegweiser ergänzt die medizinische Behandlung um die soziale Perspektive von Gesundheit. Bei Bedarf sprechen Hausärzt*innen soziale Belastungen an und vermitteln Patient*innen mit deren Einverständnis an den Gesundheitswegweiser. Dort unterstützen speziell geschulte Fachpersonen dabei, passende Unterstützungsmöglichkeiten zu finden und zu nutzen. |
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Im ersten Gespräch lernen sich die Patient*innen und die speziell geschulte Fachperson kennen. Gemeinsam wird die persönliche Situation betrachtet: Welche Herausforderungen bestehen? Welche Ressourcen sind vorhanden? Welche Unterstützung wäre hilfreich? |
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Die Dauer der Begleitung richtet sich nach der persönlichen Situation und dem Unterstützungsbedarf. Sie kann von einem einzelnen Gespräch bis zu mehreren Kontakten reichen. Im Zentrum stehen die Klärung der Situation, konkrete Zielsetzungen und die Vermittlung passender Unterstützung. Der Gesundheitswegweiser bietet keine Langzeitbegleitung, sondern unterstützt Menschen gezielt bei der Erreichung vereinbarter Ziele. |
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Es werden nur diejenigen persönlichen Informationen erfasst, die für die Unterstützung relevant sind. Eine Weitergabe von Informationen an andere Personen oder Organisationen erfolgt nur mit Zustimmung der Patient*innen und unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. |
Gesundheitswegweiser - 3. Rollen, Zusammenarbeit und Netzwerk
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Hausärzt*innen spielen eine zentrale Rolle, weil sie ihre Patient*innen gut kennen und über eine Vertrauensbeziehung verfügen. Sie erkennen gesundheitsrelevante soziale Belastungen, vermitteln Patient*innen mit deren Einverständnis an den Gesundheitswegweiser und gestalten das Projekt mit. |
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Hausärzt*innen sind zentrale Ansprechpersonen für gesundheitliche Fragen. Bei komplexen Situationen reicht die medizinische Perspektive jedoch oft nicht aus. Es braucht zusätzlich Zeit, spezifisches Wissen und den Überblick über passende Unterstützungsangebote. Der Gesundheitswegweiser schafft keine neuen Angebote, sondern vernetzt bestehende Strukturen und ermöglicht eine abgestimmte Unterstützung über verschiedene Organisationen hinweg. |
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Am Gesundheitswegweiser beteiligt sind Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich. Ergänzend zu mediX luzern engagieren sich folgende Praxispartner in der Mitwirkungsgruppe:
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Der Gesundheitswegweiser vermittelt nicht nur an bestehende Angebote, sondern verbindet drei Funktionen: Zentrale Anlaufstelle, Koordination im Netzwerk und Abstimmung bestehender Angebote. Speziell geschulte Fachpersonen klären gemeinsam mit den Patient*innen deren Bedürfnisse und Ziele und unterstützen sie dabei, passende Angebote zu finden und zu nutzen. Die Begleitung orientiert sich an der individuellen Lebenssituation. Der Gesundheitswegweiser schafft damit Orientierung, ermöglicht standardisierte Zuweisungen und koordiniert die Unterstützung. Die zuweisenden Hausärzt*innen erhalten – mit Zustimmung der Patient*innen – Rückmeldung zu Fazit und Empfehlungen für die weitere Versorgung. |
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Eine Anlaufstelle allein reicht nicht aus. Entscheidend ist die verbindliche Zusammenarbeit und Abstimmung der Angebote im Gesundheits- und Sozialbereich. Der Gesundheitswegweiser verbindet deshalb eine zentrale Anlaufstelle mit einem verlässlichen Netzwerk, in dem Organisationen gemeinsame Abläufe entwickeln und entlang der individuellen Situation der Patient*innen zusammenarbeiten. So entsteht eine abgestimmte, personzentrierte Unterstützung über Organisations- und Berufsgrenzen hinweg. |
Gesundheitswegweiser - 4. Qualität, Wirkung und Nutzen
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Der Gesundheitswegweiser arbeitet mit qualifizierten Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich zusammen. Verbindliche Kommunikations- und Rückmeldewege sichern die Zusammenarbeit. Speziell geschulte Fachpersonen kennen die Angebote im Netzwerk und unterstützen Patient*innen dabei, passende Lösungen für ihre individuelle Situation zu finden. Die kontinuierliche Zusammenarbeit, der fachliche Austausch und die wissenschaftliche Begleitung ermöglichen eine laufende Weiterentwicklung von Strukturen, Prozessen und Qualität. |
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Der Gesundheitswegweiser schafft keine neuen Angebote, sondern verbindet bestehende Strukturen. Durch klare Zuständigkeiten, zentrale Koordination und die Kenntnis vorhandener Angebote unterstützt er Patient*innen dabei, passende Unterstützung zu finden. So werden Doppelspurigkeiten vermieden und vorhandene Ressourcen gezielter genutzt. |
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Der Gesundheitswegweiser basiert auf dem international erprobten Ansatz des Social Prescribing, der beispielsweise im britischen Gesundheitssystem etabliert ist. Studien zeigen Hinweise auf positive Effekte auf Lebensqualität, psychisches Wohlbefinden und soziale Verbundenheit. Der Ansatz greift zudem konkrete Herausforderungen aus der Praxis auf und setzt auf zentrale Erfolgsfaktoren: persönliche Begleitung, gemeinsame Zielsetzungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialbereich. |
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Der Gesundheitswegweiser wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Untersucht wird, ob das Angebot die angestrebten Wirkungen erreicht – insbesondere hinsichtlich Zugang zu Unterstützung, Zusammenarbeit im Netzwerk und Nutzung bestehender Ressourcen. Ein Wirkungsmodell zeigt auf, wie Aktivitäten zu Ergebnissen und Wirkungen beitragen. Die Erkenntnisse fliessen in die Weiterentwicklung und die weitere Ausrichtung des Angebots ein. |
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Die Evaluation dient nicht nur der Erfolgsmessung, sondern auch der Weiterentwicklung des Gesundheitswegweisers. Werden die angestrebten Wirkungen nicht erreicht, werden Ursachen analysiert und Anpassungen geprüft. Die Ergebnisse bilden die Grundalge für Entscheidungen über die weitere Ausrichtung des Angebots – einschliesslich der Frage, ob und in welcher Form es weitergeführt werden soll. |
Gesundheitswegweiser - 5. Kritische Fragen
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Nein. Der Gesundheitswegweiser schafft keine zusätzlichen Parallelangebote, sondern verbindet bestehende Angebote. Er erleichtert den Zugang zu passender Unterstützung und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialbereich. |
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Nein. Der Gesundheitswegweiser ersetzt die Rolle der Hausärzt*innen nicht, sondern ergänzt sie. Hausärzt*innen bleiben zentrale Vertrauenspersonen und verantwortlich für die medizinische Versorgung. Der Gesundheitswegweiser unterstützt bei gesundheitsrelevanten sozialen Themen, die im Praxisalltag oft nicht vertieft bearbeitet werden können. Speziell geschulte Fachpersonen begleiten die Patient*innen und arbeiten eng mit der Hausarztpraxis zusammen. Ziel ist nicht die Weitergabe von Verantwortung, sondern eine bessere Zusammenarbeit für eine ganzheitliche Unterstützung. |
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Hausärzt*innen berücksichtigen bereits heute soziale Faktoren. Im Praxisalltag fehlen jedoch oft Zeit, spezifische Ressourcen und der Überblick über passende Unterstützungsangebote. Der Gesundheitswegweiser ergänzt die medizinische Versorgung durch speziell geschulte Fachpersonen, die soziale Anliegen klären, passende Angebote vermitteln und Menschen gezielt unterstützen. |
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Nein. Die Teilnahme am Angebot des Gesundheitswegweisers ist freiwillig und basiert auf Selbstbestimmung. Es werden keine Angebote verordnet und keine Schritte ohne das Wissen und die Einwilligung der Patient*innen eingeleitet. Die Aufgabe der Fachpersonen ist es nicht, Entscheidungen zu treffen, sondern Menschen dabei zu unterstützen, ihre Situation zu klären, Möglichkeiten kennenzulernen und eigene informierte Entscheidungen zu treffen. Im Erstgespräch werden Anliegen, Ressourcen und passende Unterstützungsangebote gemeinsam besprochen. Die Patient*innen entscheiden selbst, ob und welche Schritte sie gehen möchten. Die Inanspruchnahme kann jederzeit und ohne Angbe von Gründen beendet werden. |
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Ja, eine schrittweise Ausweitung ist grundsätzlich vorstellbar. Da Menschen medizinische und soziale Angebote häufig über Gemeindegrenzen hinweg nutzen, wird bereits im Projekt die Zusammenarbeit mit weiteren Gemeinden erprobt. Eine Ausweitung setzt jedoch eine gemeinsame Planung, politische Unterstützung und eine gesicherte langfristige Finanzierung voraus. |