9,7 Mio. Franken für mehr Ausbildungsplätze und eine hohe Betreuungsqualität. Die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission des Grossen Stadtrates (BKSK) unterstützt den Ausbau der Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung der Stadt Luzern einstimmig. Mit einem Sonderkredit von 9,7 Mio. Franken sollen die Nachwuchsförderung gestärkt, zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen und die Qualität der Betreuung langfristig gesichert werden.
Die Nachfrage nach schulergänzender Betreuung steigt kontinuierlich. Damit wächst auch der Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Die Stadt Luzern steht vor der Herausforderung, genügend gut ausgebildetes Personal für ihre Tagesstrukturen zu gewinnen und langfristig zu halten. Die geplante Weiterentwicklung der Tagesschulen und der Ausbau der Tagesstrukturen im Rahmen des kantonalen Projekts «Schulen für alle» werden den Fachkräftebedarf zusätzlich erhöhen.
Mit dem überarbeiteten Bericht und Antrag will der Stadtrat die Ausbildung von Fachpersonen Betreuung EFZ sowie von Studierenden der Sozialpädagogik und Kindheitspädagogik HF/FH gezielt ausbauen. Bis 2030 sollen etappenweise zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden. Gleichzeitig sollen die strategische Planung der Ausbildungsangebote verbessert und die fachliche Weiterbildung der Mitarbeitenden gestärkt werden.
Lernende und Studierende sind wichtige Mitglieder der Betreuungsteams. Eine gute Ausbildungsbegleitung und attraktive Ausbildungsbedingungen sind entscheidend, um Nachwuchsfachkräfte zu gewinnen und langfristig an die Stadt Luzern zu binden. Investitionen in die Ausbildung leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Betreuungsqualität und zur nachhaltigen Bewältigung des Fachkräftemangels.
Die Kommission hat den überarbeiteten Bericht und Antrag beraten und zwei ergänzende Protokollbemerkungen einstimmig überwiesen. Zum einen soll der Stadtrat prüfen, wie Nachholbildungen zum Berufsabschluss nach Artikel 32 der Berufsbildungsverordnung (BBV) gezielt unterstützt und gefördert werden können. Zum anderen soll geprüft werden, wie Praktikumsplätze in der schulergänzenden Betreuung vermehrt als Einstieg in eine qualifizierte Berufsausbildung genutzt werden können. Geeignete und interessierte Praktikantinnen und Praktikanten sollen möglichst nahtlos eine passende Ausbildung beginnen können.
Beide Protokollbemerkungen wurden mit 9 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen überwiesen.
Der Grosse Stadtrat hatte den ursprünglichen Bericht und Antrag (B+A 53/2025) am 5. März 2026 zur Überarbeitung an den Stadtrat zurückgewiesen. Während ursprünglich ein Sonderkredit von 12,76 Mio. Franken beantragt worden war, sieht der überarbeitete Bericht und Antrag nun einen Kredit von 9,7 Mio. Franken vor.
Die Kommissionsmitglieder stimmen dem B+A zwar zu – jedoch die Reduktion der rund drei Mio. Franken fand eine Minderheit keine gute Option. Es werden deshalb dementsprechend Ausbildungsplätze und Praktikumsplätze reduziert werden. Der Fachbereich wird um 20 Prozent weniger ausgebaut und ist demzufolge keine Ausbildungsoffensive mehr, sondern entspricht einem Minimum.
Die Kommission unterstützt den Sonderkredit für den Ausbau und die Qualität der Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung einstimmig. Auch die Abschreibung des ursprünglichen B+A 53 vom 10. Dezember 2025 wurde einstimmig beschlossen.
Die Abstimmungsergebnisse im Überblick:
- Sonderkredit von 9,7 Mio. Franken: 9 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen.
- Abschreibung des ursprünglichen B+A 53/2025: 9 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen.
Mit dem geplanten Ausbau investiert die Stadt Luzern in die Ausbildung und Weiterentwicklung ihrer Betreuungsteams. Damit sollen genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen und die Qualität der schulergänzenden Betreuung langfristig gewährleistet werden.
Der Grosse Stadtrat wird den Bericht und Antrag 27/2026: «Ausbau und Qualität Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung. Nachwuchsförderung Fachkräfte und Qualitätssicherung. Sonderkredit. Abschreibung B+A 53/2025: ‹Ausbau Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung›» voraussichtlich an der Ratssitzung vom 12. November 2026 beraten.
Link:
Bericht und Antrag 27/2026: Ausbau und Qualität Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung. Nachwuchsförderung Fachkräfte und Qualitätssicherung. Sonderkredit. Abschreibung B+A 53/2025: «Ausbau Ausbildungsplätze in der schulergänzenden Betreuung».
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| Bildungs-, Kultur- und Sportkommission des Grossen Stadtrates Medienmitteilung 03.11.2026 (PDF, 103 kB) | Download | 0 | Bildungs-, Kultur- und Sportkommission des Grossen Stadtrates Medienmitteilung 03.11.2026 |