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5. November 2026
Die Stadt Luzern engagiert sich gegen Gewalt an Frauen und weitere Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Beim vielfältigen Veranstaltungsprogramm steht die Prävention unterschiedlicher Formen geschlechtsspezifischer Gewalt im Zentrum. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Betroffene zu unterstützen. Die Stadt Luzern beteiligt sich zudem an der nationalen Präventionskampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt».

Im Detail

Gewalt beginnt nicht erst bei körperlichen Übergriffen. Sie kann sich auch in Drohungen, Einschüchterung, sexueller Belästigung, Stalking oder digitaler Überwachung zeigen. Geschlechtsspezifische Gewalt richtet sich gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechtsidentität und steht im Zusammenhang mit ungleichen Machtverhältnissen und gesellschaftlichen Rollenbildern. Sie kann in der Partnerschaft, im familiären Umfeld, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum oder online stattfinden. Die Folgen reichen von Angst und Verunsicherung bis hin zu langfristigen körperlichen und psychischen Belastungen. Umso wichtiger sind die Prävention sowie die gesellschaftliche Sensibilisierung für verschiedene Formen von Gewalt. Zudem will die Stadt Luzern den Zugang zu Beratung und Unterstützung besser bekanntmachen. Die Stadt Luzern engagiert sich deshalb mit eigenen Veranstaltungen bei der schweizweiten Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» und beteiligt sich an der nationalen Präventionskampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt».

«16 Tage gegen Gewalt an Frauen»: Digitale Gewalt sichtbar machen

Vom 25. November bis 10. Dezember finden schweizweit die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» statt. Das diesjährige Fokusthema ist digitale geschlechtsspezifische Gewalt. Dazu zählen etwa digitale Überwachung, Stalking, Drohungen und die Kontrolle von Geräten oder Onlinekonten. Menschen, die digitale Gewalt anwenden, nutzen technische Mittel, um andere zu kontrollieren, einzuschüchtern oder deren Selbstbestimmung einzuschränken. Digitale Gewalt kann auch nach einer Trennung weitergehen und mit anderen Gewaltformen (psychisch, körperlich oder sexualisiert) einhergehen.

Die Stadt Luzern führt während der Aktionstage verschiedene Veranstaltungen durch. Neben der digitalen Gewalt stehen zusätzlich häusliche Gewalt und Gewalt im Alter sowie Möglichkeiten der Selbstbehauptung im Fokus.

  • Die «Digital Safety Clinic» widmet sich der digitalen Gewalt. Am Samstag, 28. November 2026, können Interessierte von 10 bis 16 Uhr im Stadthaus Luzern ihr Smartphone auf Sicherheitsrisiken überprüfen lassen und sich mit Fachstellen austauschen. Zudem geben Expert*innen Inputs zu digitaler Hygiene und digitaler Trennung.
  • Die Veranstaltung «Gewalt in der Partnerschaft endet nicht mit dem Älterwerden» widmet sich häuslicher Gewalt im Alter. Am Donnerstag, 26. November 2026 spricht Barbara Neff von der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter (UBA) im Lukassaal zu dem Thema.
  • Am 27. November 2026 steht im Rahmen von «Wissen am Mittag» das Thema «Belastende Familiensituationen und häusliche Gewalt im Alter» im Fokus. Der Vortrag zeigt auf, wie sich Gewalt im familiären Umfeld äussern kann und was Betroffene in solchen Fällen tun können.
  • Zudem werden Selbstbehauptungskurse für Frauen und FINTA-Personen sowie speziell für Seniorinnen angeboten. Die Kurse stärken das Selbstvertrauen und vermitteln, wie sich Grenzen setzen und schwierige Situationen bewältigen lassen.

Diese Veranstaltungen der Stadt Luzern sind kostenlos. Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeiten sind unter www.stadtluzern.ch/16tagegegengewalt auffindbar.

«Gleichstellung verhindert Gewalt»: Gewalt frühzeitig erkennen

Vom 26. Oktober bis am 22. November 2026 unterstützt die Stadt Luzern die dritte Durchführung der nationalen Präventionskampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt». Die Kampagne sensibilisiert für frühe Warnzeichen von Gewalt und zeigt auf, wo Betroffene und ihr Umfeld niederschwellig Informationen und Unterstützung finden. Neu bietet die Kampagnenwebsite auch einen digitalen Beziehungs-Check. Dieser hilft, mögliche Warnzeichen in einer Beziehung zu erkennen. Wer selbst von Gewalt betroffen ist, Gewalt ausübt oder sich Sorgen um eine nahestehende Person macht, findet unter www.ohne-gewalt.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. passende Beratungs- und Unterstützungsangebote. Zudem ist die Opferhilfe unter der Kurznummer 142 rund um die Uhr erreichbar.

Hinschauen und handeln

«Mit ihrem breiten Engagement unterstreicht die Stadt Luzern, dass geschlechtsspezifische Gewalt nicht eine private Angelegenheit ist, sondern ein gesellschaftliches Problem. Deshalb ist die Prävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe», betont Melanie Setz, Sozial- und Sicherheitsdirektorin, und ergänzt: «Prävention beginnt damit, Gewalt und Grenzverletzungen zu benennen und ernst zu nehmen, Betroffenen zuzuhören und ihnen Unterstützung anzubieten sowie die Ursachen von geschlechtsspezifischer Gewalt anzugehen».

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Engagement gegen Gewalt Medienmitteilung 05.11.2026 (PDF, 101 kB) Download 0 Engagement gegen Gewalt Medienmitteilung 05.11.2026