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27. Oktober 2026
Die neu gestaltete Bahnhofstrasse in Luzern hat eine deutliche Aufwertung erfahren und wird seit ihrer Eröffnung im Mai 2026 rege genutzt. Sie sorgt jedoch für viel Gesprächsstoff, sowohl bei Velofahrenden als auch bei Fussgänger*innen. Die Stadt hat die neue Verkehrssituation beobachtet, die zahlreichen Rückmeldungen entgegengenommen und kommt zum Schluss: noch läuft nicht alles rund. Sie wird deshalb verschiedene Massnahmen zur Verbesserung der Situation prüfen und umsetzen.

Im Detail

Die Bahnhofstrasse an zentraler Lage in der Stadt Luzern erfüllt verschiedene Funktionen: Sie ist Zielort für Pendler*innen an den Bahnhof, Ausgangspunkt für einen Besuch am Markt oder der Altstadt, Aufenthaltsort mit Gastronomie, Flanierzone für Tourist*innen, Veloparkplatz und Durchgangsraum für den Fuss- und Veloverkehr und seit der Umgestaltung auch für den stark reduzierten Autoverkehr.

Klare Aufwertung des Stadtbildes

Nach der 2013 von der Stimmbevölkerung angenommenen Initiative «für eine attraktive Bahnhofstrasse in der Stadt Luzern» wurde nach etlichen Verzögerungen im Mai 2026 die neu gestaltete Bahnhofstrasse eröffnet. Das Ergebnis entspricht dem Siegerprojekt des Gestaltungswettbewerbs «take a walk on the bright side»: Die Bahnhofstrasse ist weitgehend autofrei, geprägt von zwei Baumreihen und einer breiten Mergelfläche dazwischen mit fixen sowie mobilen Sitzgelegenheiten. Die neue Bahnhofstrasse ist in der ganzen Breite und Länge hindernisfrei zugänglich. Als Begegnungszone signalisiert, gilt Tempo 20 für Velos sowie die wenigen zugelassenen Autos. Alle müssen Rücksicht aufeinander nehmen.

Die Bahnhofstrasse hat durch die Umgestaltung an Qualität gewonnen; die Stadt Luzern hat an zentralster Lage eine Begegnungszone erhalten, die das Stadtbild stark aufwertet. Es halten sich deutlich mehr Menschen in der Bahnhofstrasse auf als vorher. Auch die Sitzgelegenheiten – Sitzbänke und mobile Stühle – werden rege genutzt. Noch läuft aber nicht alles rund. Die Stadt sieht deshalb verschiedene Massnahmen vor:

Neuordnung Veloparkierung

  • Die zweite Reihe Velopfosten auf der Mergelfläche wird aufgehoben, damit sich die Velos auf eine Parkierungsreihe in der zweiten Baumreihe beschränken.
  • Anstelle der Velopfosten werden Velobügel montiert, damit die Velos parallel zur Strasse parkiert werden. Das lockert das Strassenbild auf, sorgt für Ordnung und Fussgänger*innen können die Begegnungszone besser queren.
  • Die erste, alte Baumreihe soll frei von parkierten Velos sein. Dazu werden weitere Sitzgelegenheiten zwischen den alten Bäumen montiert.
  • Entlang der Hausfassade sowie auf dem Mergelbelag prüft die Stadt Luzern zusätzliche Veloabstellflächen, um die geballte Situation beim Bahnhof zu entschärfen.
  • Der Veloordnungsdienst der Caritas wird intensiv weitergeführt.

Verlagerung nextbike-Station

  • Die nextbike-Station wird wieder in Richtung Bahnhof verschoben, um das dort unerlaubte und gefährliche Queren von Fussgänger*innen ausserhalb der Begegnungszone zu unterbinden.
  • Die freiwerdende Fläche bietet zusätzliche Abstellplätze für Velos.

Sicherheit erhöhen

  • Die Stadt prüft die Installation eines zusätzlichen Blinklichts, das von der Seebrücke einfahrende Velofahrende vor querenden Fussgänger*innen warnt.
  • An der reussseitigen Hausfassade des Luzerner Theaters wird eine Bodenmarkierung für Fussgänger*innen angebracht, damit die Velos nicht zu nahe am Theater vorbeifahren und dadurch Fussgänger*innen gefährden, die dort die asphaltierte Fläche überqueren wollen.
  • Zudem wird geprüft, ob die intuitiv von Fussgänger*innen gewählten Wege durch gezielte bauliche Anpassungen verbessert werden können.

Mehr Kontrollen und Sensibilisierung

  • Die Stadt sucht das Gespräch mit der Polizei, damit sie verstärkt gegen illegal auf der Mergelfläche parkierte Autos vorgeht.
  • Mit Plakaten und Bodenmarkierungen sensibilisiert die Stadt für ein respektvolles Miteinander und erklärt Verhaltens- und Verkehrsregeln.

Die Umsetzung der Massnahmen starten im November 2026. Erfahrungsgemäss brauchen neue Infrastrukturen 6 bis 12 Monate Zeit, bis sich die neuen Abläufe und Gewohnheiten eingespielt haben.

Monitoring für eine zuverlässige Datenbasis

Um die Situation langfristig fundiert beurteilen zu können, führt die Stadt Luzern zusätzlich zu den technischen und kommunikativen Massnahmen im Frühling 2027 ein umfassendes Monitoring durch. Dabei werden präzise Daten zu Verkehrsmengen, Geschwindigkeiten und Konflikten erhoben sowie die Auslastung der Sitzgelegenheiten und Veloparkplätze analysiert.

Weitere Informationen: Stadt Luzern - Die neue Bahnhofstrasse

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Zwischenbilanz neue Bahnhofstrasse Medienmitteilung 27.10.2026 (PDF, 107 kB) Download 0 Zwischenbilanz neue Bahnhofstrasse Medienmitteilung 27.10.2026