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26. Oktober 2026
In den letzten Jahren haben sich die Herausforderungen für die SIP (Sicherheit Intervention Prävention) Luzern deutlich verändert. Damit sie ihre Aufgaben insbesondere in der Jugend- und Suchtarbeit sowie bei der Vermittlung zwischen öffentlichem Raum und Verwaltung weiterhin erfüllen kann, braucht sie mehr Personal. Der Stadtrat beantragt deshalb dem Grossen Stadtrat zusätzliche jährliche Mittel von 460'000 Franken und einen einmaligen Nachtragskredit von 287'500 Franken für das Jahr 2027.

Im Detail

Bereits seit 2005 ist die SIP (Sicherheit Intervention Prävention) Luzern als aufsuchende soziale Dienstleistung der Stadt im öffentlichen Raum unterwegs. Sie unterstützt alle Menschen unkompliziert und auf Augenhöhe. Sie ist für die Bevölkerung, das Gewerbe und die Anwohnenden ebenso da wie für Menschen ohne Obdach oder mit einer Suchterkrankung, für die der öffentliche Raum oft der wichtigste soziale Kontaktort ist.
In den letzten Jahren sind Anforderungen an die SIP gestiegen. Insbesondere in den Abend- und Nachtstunden braucht es mehr Präsenz der SIP im öffentlichen Raum, um gezielt Jugendliche zu unterstützen. Auch in der Suchtarbeit sind die Anforderungen an die SIP gestiegen, insbesondere wegen der Crackproblematik in der Stadt Luzern. Zudem erfüllt die SIP seit jeher eine wichtige Brückenfunktion und ist ein Bindeglied zwischen Bevölkerung, öffentlichem Raum und Stadtverwaltung.

Dauerhafte Sicherung in 3 Bereichen

Aufgrund der zunehmenden Anforderungen ist eine Stärkung der Ressourcen der SIP in den drei Bereichen Jugendarbeit, Suchtarbeit und Brückenfunktion nötig. Aktuell muss die SIP ihren Ressourceneinsatz laufend zwischen den einzelnen Bereichen priorisieren – mit der Folge, dass Lücken entstehen.
Deshalb möchte der Stadtrat die SIP mit insgesamt 320 zusätzlichen Stellenprozenten ausstatten. Mit den zusätzlichen Stellenprozenten soll eine neue jugendspezifische Präsenz der SIP während den warmen Monaten von Donnerstag bis Samstag bis 2 Uhr nachts sichergestellt werden. Zudem sollen die Tätigkeit der SIP im Bereich Sucht, insbesondere im Zusammenhang mit Crackkonsum, sowie ihre Brückenfunktion gestärkt werden.

Für die Sozial- und Sicherheitsdirektorin Melanie Setz kommt die Stärkung der SIP der ganzen Bevölkerung in der Stadt Luzern zugute: «Die SIP stellt sicher, dass der öffentliche Raum von allen Menschen in der Stadt gleichermassen genutzt werden kann. Mit ihrer Arbeit unterstützt sie Anwohnerschaft, Gewerbe sowie auch Polizei und bietet eine niederschwellige Begleitung vulnerabler Anspruchsgruppen und Jugendlicher. Mit der beantragten Aufstockung wird sie das auch weiterhin leisten können.»

Antrag an Grossen Stadtrat

Für die Erhöhung des Stellenetats der SIP um gesamthaft 320 Stellenprozente beantragt der Stadtrat dem städtischen Parlament zusätzliche Mittel von jährlich 460’000 Franken, sowie für das Jahr 2027 einen Nachtragskredit von 287'500 Franken. Die Vorlage wird im Grossen Stadtrat voraussichtlich am 26. November 2026 beraten.

Link:
Bericht und Antrag 33/2026: «Aktualisierung und Weiterentwicklung SIP-Auftrag. Sonder- und Nachtragskredit»

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Aktualisierung und Weiterentwicklung SIP Medienmitteilung 26.10.2026 (PDF, 94 kB) Download 0 Aktualisierung und Weiterentwicklung SIP Medienmitteilung 26.10.2026