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21. Oktober 2026
Viele Leitungen und der Strassenbelag der Landschaustrasse und -terrasse sowie des Morgenwegs sind veraltet und müssen saniert werden. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und dauern voraussichtlich bis Frühling 2027. Bestandteil des Projekts ist auch die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dabei kommt es zur Aufhebung von Parkplätzen. Die Verkehrsplanung ist nun abgeschlossen und zeigt: statt der im theoretischen Modell berechneten 39 Parkplätze hebt die Stadt nur 12 auf. Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie die Stadt vorgeht, um möglichst alle Ziele und Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen.

Im Detail

Die Landschaustrasse und -terrasse sowie der Morgenweg werden umfassend saniert: in einem koordinierten Gemeinschaftsprojekt von Energie Wasser Luzern (ewl) und der Stadt Luzern werden seit Januar 2026 Werkleitungen, Entwässerung, Beleuchtung und Strassenbelag erneuert. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Frühling 2027. Die Anwohnenenden wurden bereits mehrfach über das Projekt informiert und die Bauarbeiten schreiten gut voran.

Bei der anschliessenden Strassengestaltung will die Stadt Luzern die Verkehrssicherheit verbessern. Dazu gehört auch die Überprüfung, ob die bestehenden öffentlichen Parkplätze den Vorgaben entsprechen: Neu gilt für Parkplätze eine Normbreite von 2 Metern, die Restfahrbahnbreite muss auf Quartierstrassen dieser Grösse mindestens 3,9 Meter betragen.

Fachliche Detailprüfung ist entscheidend

Gemäss dem theoretischen Modell, das der Stadt bei der Abschätzung des Parkplatzabbaus die Grundlagen geliefert hat, müssten alle 39 bestehenden öffentlichen Parkplätze in der Landschaustrasse und -terrasse aufgehoben werden. Denn die Mindestbreiten können weder auf der Landschauterrasse noch auf der Landschaustrasse zwischen Wesemlinstrasse und Abendweg eingehalten werden. Auf dem Abschnitt Abendweg bis Dreilindenstrasse verhindern die bestehenden Parkplätze die sichere Durchfahrt für breite Lastwagen, Kehrichtabfuhr und Blaulichtorganisationen.

Anders als das theoretische Modell beurteilen die städtischen Verkehrsplaner*innen im Rahmen des Projekts nicht nur Normen, sondern auch das Umfeld, die Bedürfnisse des Quartiers und lokale Besonderheiten.

Lokale Eigenheiten lassen Ausnahmen zu

Nach der Planung und Beurteilung durch die städtischen Fachleute zeigt sich: Statt 39 werden nur 12 Parkplätze aufgehoben. Auf der Landschaustrasse zwischen Wesemlin- und Mettenwylstrasse sowie am Morgenweg können je zwei bisherige Parkplätze erhalten bleiben, auch wenn die notwendige Fahrbahnbreite nicht erreicht wird. Auch auf der Landschauterrasse können die Parkplätze mehrheitlich erhalten werden: Weil es sich um eine Sackgasse mit wenig Verkehr handelt, kann von der Norm abgewichen werden. Um sichere Ausweichstellen zu schaffen, werden vier Parkplätze aufgehoben. 23 der insgesamt 27 werden somit erhalten. Zur Verbesserung des Stadtklimas werden sie entsiegelt. Keiner der drei Abschnitte ist eine Veloroute, weshalb die schmaleren Fahrbahnbreiten auch aus Sicht der Verkehrssicherheit als Ausnahme bestehen bleiben können. Anders auf der Landschaustrasse zwischen Abendweg und Dreilindenstrasse: Die sichere Durchfahrt von breiten Lastwagen, Kehrichtabfuhr und Blaulichtorganisationen sowie die Defizite bei der Verkehrssicherheit sprechen hier für die Aufhebung der acht Parkplätze.

Übergeordnete Ziele und Quartierbedürfnisse unter einen Hut bringen

Das Beispiel Landschaustrasse zeigt: Erst in der Detailplanung wird das tatsächliche Ausmass der Parkplatzreduktion klar. Überall dort, wo künftig konkrete Projekte geplant werden, gilt es, diese Interessenabwägung zu machen. Nicht überall wird es gelingen, so viele Parkplätze zu erhalten. Die Stadt Luzern nimmt jedoch lokale Eigenheiten und Bedürfnisse bei der Umgestaltung des Strassenraums ernst und berücksichtigt sie soweit wie möglich.

Weitere Informationen

Öffentliche Parkplätze und Parkplatzabbau: Stadt Luzern - Parkplatzabbau

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PP Landschaustrasse Wesemlin-Quartier Medienmitteilung 21.10.2026 (PDF, 96 kB) Download 0 PP Landschaustrasse Wesemlin-Quartier Medienmitteilung 21.10.2026