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19. Oktober 2026
Die Stadt Luzern bleibt eine sichere und lebenswerte Stadt. Das zeigt der Sicherheitsbericht 2026. Gleichzeitig haben sich einzelne Risiken in den vergangenen vier Jahren erhöht. Besonders relevant sind technische und infrastrukturelle sowie klimabedingte Gefährdungen. Als Fokus-thema widmet sich der Bericht dem Schutz kritischer Infrastrukturen. Insgesamt werden 31 neue Massnahmen definiert.

Im Detail

Der Sicherheitsbericht 2026 ist die siebte umfassende Beurteilung der Sicherheitslage der Stadt Luzern. Seit 2007 wird der Bericht in regelmässigen Abständen aktualisiert. Im aktuellen Bericht werden 45 Gefährdungen beurteilt. Bei 13 Gefährdungen wurde die Relevanz beziehungsweise das Risiko höher eingestuft als 2023. Bei zwei Gefährdungen ist das Risiko gesunken. Zwei bisherige Themen – Alkohol-missbrauch im öffentlichen Raum und Badeunfälle – gelten nicht mehr als relevante Gefährdungen. Neu aufgenommen wurden Drohnen sowie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (z.B. Gewalt gegen marginalisierte Gruppierungen).

Breites Spektrum der grössten Risiken

Die zehn Gefährdungen mit den höchsten Risiken verteilen sich auf unterschiedliche Themenbereiche. Dazu gehören Epidemie und Pandemie, Energiemangellage, sicherheitsrelevante Ereignisse im Strassenverkehr, gewaltorientierte Delikte, häusliche Gewalt, Stromausfall, Hochwasser, Starkregen mit Oberflächenabfluss und Überschwemmungen, Hitze sowie der Ausfall der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Auffällig dabei ist die Bedeutung technischer und infrastruktureller Risiken sowie von Naturgefahren. Mehrere klimabedingte Gefährdungen haben an Relevanz zugelegt. Dazu gehören Hitze und Rutsch- und Sturzprozesse. Gleichzeitig bleiben Verkehr und gewaltorientierte Delikte wichtige Herausforderungen.

Fokusthema: Schutz kritischer Infrastrukturen

Der Sicherheitsbericht 2026 richtet den Fokus auf kritische Infrastrukturen. Dazu zählen unter anderem Energie- und Wasserversorgung, Kommunikation, Gesundheit und Verkehr. Ihr Ausfall kann weitreichende Folgen haben und sogenannte Kaskadeneffekte auslösen. So kann z.B. ein längerer

Stromausfall die Wasserversorgung, den Zahlungsverkehr oder die medizinische Versorgung beeinträchtigen.

Wichtige Erkenntnis diesbezüglich: Für die Stadt Luzern besteht eine Lücke zwischen den nationalen beziehungsweise kantonalen Inventaren kritischer Objekte und der kommunalen Ebene: Objekte, deren Ausfall für die Stadt gravierende Folgen hätte, sind in den bestehenden zwei Inventaren nicht zwingend erfasst. Beispiele dafür sind Städtische Wasserwerke (ewl) oder wichtige Brücken. Deshalb hat der Gemeindeführungsstab (GFS) der Stadt Luzern beschlossen, ein eigenes Inventar zu erstellen.

Bis Ende Herbst 2026 soll dazu zunächst eine Arbeitsgruppe gebildet und eine Objektliste für besonders relevante Teilsektoren erstellt werden. Anschliessend ist ein Abgleich mit dem kantonalen Inventar vorgesehen. Die Objekte sollen unter anderem nach der Anzahl der betroffenen Bevölkerung, der Bedeutung des Objekts, vorhandenen Redundanzen sowie Komplexität und Ersetzbarkeit bewertet werden.

31 neue Massnahmen

Aus den Erkenntnissen des Sicherheitsberichts werden nun durch die Stadt 31 neue Massnahmen umgesetzt. Schwerpunkte bilden Klimaanpassung, Schutz kritischer Infrastrukturen, Cybersicherheit, die Vorsorge für Energie- und Versorgungskrisen sowie Verkehrssicherheit. Weitere Massnahmen betreffen Grossveranstaltungen, den öffentlichen Raum und gesellschaftliche Herausforderungen. Dazu gehört beispielsweise ein Konzept für die Trinkwasserversorgung in Mangellagen, die Sicherstellung der Datensouveränität der Stadt, ein Konzept für Wärmeräume für die Bevölkerung, ein Alternativeinsatzplan für die Abfallentsorgung bei länger dauerndem Stromausfall oder die Umsetzung der nationalen Kampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt».

Frühere Massnahmen zeigen Wirkung

Auch das Controlling der 58 Massnahmen aus dem Sicherheitsbericht 2023 fällt positiv aus: 36 davon sind bereits umgesetzt, die anderen sind auf gutem Weg. Damit zeigt sich eindrücklich, dass die Sicherheitsberichte nicht nur Risiken aufzeigen, sondern auch zu konkreten Verbesserungen beitragen.

Empfehlungen für die weitere Sicherheitsarbeit

Der Bericht empfiehlt, die Kontinuität in der Sicherheitsplanung beizubehalten und relevante Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Weiter sollen das Netzwerk mit Fachpersonen, Sicherheitsorganisationen und Bevölkerung gepflegt und erweitert, der Schutz kritischer Infrastrukturen konsequent weitergeführt, die Bevölkerung informiert, ihre Resilienz im Umgang mit sicherheitsrelevanten Ereignissen gestärkt und der Austausch mit anderen Städten intensiviert werden.

Sicherheitsmanagement als kontinuierliche Aufgabe

Die zuständige Sozial- und Sicherheitsdirektorin Melanie Setz betont: «Für den Luzerner Stadtrat ist der Sicherheitsbericht ein wichtiges Instrument der langfristigen Sicherheitsplanung. Er ermöglicht, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, Risiken systematisch zu beurteilen und Massnahmen in jenen Bereichen zu ergreifen, wo die Stadt selbst Handlungsmöglichkeiten hat.» Die Sicherheitsarbeit bleibt damit eine kontinuierliche Aufgabe, die Prävention, Planung und Intervention verbindet.

Hinweis: Alle bisherigen Sicherheitsberichte der Stadt Luzern finden sich auf der Website der Stadt Luzern unter «Sicherheit & Notfall».
 

Bericht 32/2026: Sicherheit in Luzern. Sicherheitsbericht Stadt Luzern 2026

 

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Sicherheitsbericht 2026 Medienmitteilung 19.10.2026 (PDF, 102 kB) Download 0 Sicherheitsbericht 2026 Medienmitteilung 19.10.2026