Der Stadtrat verfolgt mit der Freigleisbrücke mehrere Ziele, darunter die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs, die Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Schliessung der Netzlücke für den Fuss- und Veloverkehr und die Erschliessung des thermischen Netzausbaus. Konkret soll die Brücke die Verbindung zweier Velohauptrouten sowie die thermische Erschliessung der Energiezentralen Kleinmatt und Bruch ermöglichen. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Ziel der Klima- und Energiestrategie, den Einsatz fossiler Energieträger in der Stadt Luzern bis 2040 vollständig durch erneuerbare Energieträger zu substituieren. Zudem verbessert sie die lokale Vernetzung zwischen den Entwicklungsgebieten Kleinmatt/Biregg und «ewl Areal»/Industriestrasse.
Aktuelles
Der Stadtrat beantragt dem Grossen Stadtrat für das qualitätssichernde Verfahren (0,55 Mio. Franken) und die Projektierung (1,2 Mio. Franken) «Freigleisbrücke» einen Sonderkredit von 1,75 Mio. Franken zu bewilligen. Der Grosse Stadtrat (das Stadtparlament) behandelt das Geschäft voraussichtlich am 11. Juni 2026.
Überblick
Aktuelles
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Alles zum Inhalt
Ausgangslage
Die Stadt Luzern verfolgt mit ihrer Klima- und Energiestrategie das Ziel, bis 2040 fossile Energieträger im Gebäudebereich durch erneuerbare zu ersetzen – insbesondere durch den Ausbau der See-Energie-Versorgung am linken Seeufer. Dafür sind drei Energiezentralen (Wartegg, Bruch, Kleinmatt) geplant, deren Anschluss jedoch eine Querung des Gleisfelds zwischen den Gebieten Unterlachen und Steghof erfordert. Da Untergrundlösungen (Bohrungen, bestehende Leitungsnetze) aus Platzgründen, Bahnbetrieb und Drittprojekten (Durchgangsbahnhof) ausscheiden, ist eine Rohrbrücke die einzige machbare Lösung.
Parallel besteht in der Verlängerung des Freigleises eine Netzlücke im Fuss- und Veloverkehr: Aktuell fehlt eine direkte Verbindung zwischen Freigleis und der östlichen Seite. Diese Lücke ist in den städtischen Richtplänen als prioritär zu schliessende Hauptrouten-Netzlücke ausgewiesen, da das Freigleis als wichtige Achse nach Horw/Kriens täglich über 3’000 Velos verzeichnet. Eine Fuss- und Velobrücke wurde bereits im Jahr 2021 geprüft. Die Freigleisbrücke vereint beide Anforderungen: Sie ermöglicht die thermische Netzanbindung der Quartiere Kleinmatt/Biregg, Hirschmatt, Neustadt und Bruch an die See-Energie und schafft gleichzeitig eine verkehrliche Verbindung als Verlängerung des Freigleises zur Fruttstrasse. Zudem ist sie zentral für die städtebauliche Entwicklung des Steghof-Areals und unterstützt die stadträumliche Entwicklung in Etappen bis 2045. Durch die Kombination von Rohrleitung, Fuss- und Velobrücke werden Synergien genutzt, Infrastrukturkosten optimiert und die Ziele der Klima-, Energie- und Mobilitätsstrategie der Stadt Luzern gebündelt umgesetzt. Die Brücke ist damit ein Schlüsselelement für eine nachhaltige, vernetzte und lebenswerte Stadtentwicklung.
Weiteres Vorgehen
Qualitätssicherndes Verfahren
Um die städtebauliche und denkmalpflegerische Eingliederung des Brückenbauwerks zu gewährleisten, wird in den Jahren 2026 und 2027 ein qualitätssicherndes Verfahren durchgeführt. Ein qualitätssicherndes Verfahren nach Normen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA) legt Standards für Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit in Bauprojekten fest.
Erarbeitung Vor- und Bauprojekt
In den Jahren 2028 und 2029 werden auf Grundlage des Siegerprojekts aus dem selektiven Wettbewerb das Vorprojekt und Bauprojekt ausgearbeitet. Auf Grundlage des Bauprojekts wird voraussichtlich im Jahr 2029 mit einem Bericht und Antrag der Ausführungskredit beantragt.
Termine
- 2026/27: Selektiver Wettbewerb
- 2028: Vorprojekt
- 2028/29: Bauprojekt
- 2029: Bericht und Antrag Ausführungskredit
- 2029: Ausschreibung
- ab 2030: Realisierung
Kontakt
Tiefbauamt
Industriestrasse 6Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
6005 Luzern
T +41 41 208 86 86
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