Mit einer Initiative wird die Stadt Luzern aufgefordert, Voraussetzungen für die Realisierung des privaten Projekts «CityLink» zu schaffen. Nach eingehender Prüfung kommt der Stadtrat zum Schluss, dass der CityLink nicht den Nutzen bringt, den er verspricht. Darum lassen sich aus seiner Sicht auch nicht die damit verbundenen Risiken rechtfertigen. Um die Lebensqualität und Attraktivität der Stadt Luzern gezielt weiterzuentwickeln, erachtet er die Weiterführung seiner bestehenden strategischen Stossrichtungen aus der Tourismus- und Mobilitätsstrategie als den richtigen Weg. Der Stadtrat empfiehlt daher die Initiative zur Ablehnung.
Überblick
Aktuelles
| Datum | Name |
|---|
Alles zum Inhalt
Die private Interessengemeinschaft CityLink Luzern hat im Juni 2025 die Volksinitiative «CityLink Luzern – für eine Stadt der kurzen Wege und die Lösung der Reisebusparkierung» eingereicht. Mit dem CityLink Luzern soll gemäss der IG die Luzerner Innenstadt von Reisebussen befreit werden. Dies schaffe die Voraussetzungen, den Schwanen-, Kasernen- und Löwenplatz sowie den Landenberg und das Brüelmoos aufzuwerten. Die Projektidee sieht den Bau einer Seilbahn vom Ibach in die Altstadt vor, in der Luft über das Friedental, anschliessend in einem Tunnel bis zur Altstadt.
Umwelt- und Mobilitätsdirektor Marco Baumann erklärt im Video, warum der Stadtrat die Initiative Citylink ablehnt
Wenig Nutzen, mehr Verkehr, keine Lösung
Seilbahnen sind grundsätzlich ein attraktives Verkehrsmittel für Gross und Klein. Doch so verlockend und originell der Bau einer Seilbahn vom Ibach in die Altstadt tönt, beim genaueren Hinschauen erweist sich die Projektidee für den Stadtrat als wenig sinnvoll und nicht zweckmässig für die nachhaltige Weiterentwicklung der Tourismusdestination Luzern.
Reisebusregime zeigt Wirkung
Mit der Einführung des neuen Reisebusregimes im Frühling 2025 – 100 Franken Haltegebühr und neue Regeln zum Ein- und Ausstieg – hat sich die Zahl der Reisebusse in der Luzerner Innenstadt spürbar verringert. Auf dem Schwanenplatz haben in der ersten Saison mit neuem Regime 56 Prozent weniger Reisebusse angehalten. Der Stadtrat setzt darauf, diese betrieblichen Massnahmen bei Bedarf flexibel der Marktsituation angepasst weiterzuentwickeln und damit schnell Verbesserungen umzusetzen, statt mit viel Aufwand ein Projekt mit unsicherem Ausgang und hohen Risiken voranzutreiben.
CityLink setzt falsche Anreize
Das Projekt CityLink setzt auf eine Tourismus-Nachfrage, wie sie Luzern vor der Coronakrise verzeichnet hatte. Damals kamen die Halte- und Parkplätze für Reisebusse an ihre Kapazitätsgrenzen. Seither hat sich die Nachfrage nachhaltig reduziert. Die bestehenden 55 Reisebusparkplätze und die 20 Halteplätze wurden in den letzten Jahren nie voll ausgenutzt. Das ist so gewollt: Eine Reduktion der Reisebusbewegungen entspricht der «Vision Tourismus Luzern 2030» und dem Bedürfnis der Bevölkerung. Luzern will sich als nachhaltige Destination entwickeln und den Anteil des Gruppen-Tagestourismus reduzieren. Zudem soll der Tourismus im Einklang mit dem Erhalt der Lebensqualität der Bevölkerung entwickelt werden. Mit einer Gesamtkapazität von 5000 Personen pro Stunde (2500 pro Stunde je Richtung) würde das Gebiet um die Bahnstation in der Altstadt überlastet. Die bereits erzielten Erfolge – u.a. die bessere Verteilung der Touristenströme – würden zunichte gemacht.
Wenig Nutzen für Luzern
Das Projekt CityLink verspricht, die Reisebusse aus der Stadt zu bringen. Der Stadtrat geht allerdings davon aus, dass eine hohe Anzahl von Reisebussen unabhängig von den Parkplätzen im Ibach weiterhin in die Innenstadt fahren, weil private Halteplätze zum Beispiel vor Hotels bestehen bleiben und ein Fahrverbot nicht umsetzbar ist. Als isoliertes Parallelsystem bringt die Seilbahn auch den öV-Kund*innen wenig. Das Kantonsspital ist schon heute – und erst recht mit dem Ausbau der öV-Verbindungen ab Dezember 2026 – gut an das Busnetz angebunden. Auch das Arbeitsgebiet Ibach erhält Ende 2026 eine neue Buserschliessung.
Im Widerspruch zur Mobilitätsstrategie
Sowohl durch das Auto-Parkhaus als auch durch die Reisebusparkplätze im Ibach wird das Verkehrssystem Seetalplatz–Ibach–Sedel–Maihof mit Mehrverkehr belastet. Zu Stosszeiten kann dieses System aber bereits heute nicht noch mehr Verkehr schlucken. Das Gebiet Ibach eignet sich zudem auch nicht als Standort für eine Verkehrsdrehscheibe, wie sie von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden angestrebt wird. Solche Anlagen sollen nicht am Stadtrand, sondern in Subzentren realisiert werden, damit die Autofahrten vom Wohnort zur Verkehrsdrehscheibe möglichst kurz sind und dort auf den öffentlichen Verkehrt umgestiegen werden kann.
Aus Sicht des Stadtrates wäre der CityLink Luzern lediglich eine weitere Parkierungsanlage mit aufwändiger Seilbahn-Erschliessung der Altstadt. Er bezweifelt, dass das Parkhaus Ibach von jenen genutzt würde, die heute ihr Auto in den zentralen Parkhäusern wie Altstadt, Schweizerhof oder Löwencenter abstellen, solange dort genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. Damit dürfte der CityLink insgesamt zu einem erhöhten Auto-Aufkommen führen, was im Widerspruch zu den Zielen der städtischen Mobilitätsstrategie stehen würde.
Hohes finanzielles Risiko für die Stadt
Der Bau der Seilbahn CityLink lässt sich nur privat finanzieren, wenn mit dem Investment eine Rendite erzielt werden kann. Bisher haben die Initianten keinen Businessplan veröffentlicht, der die Wirtschaftlichkeit des Betriebs aufzeigen würde. Gerade die jüngsten Ereignisse zeigen, wie abhängig die Tourismusbranche vom Weltgeschehen ist, ohne dass dieses beeinflusst werden könnte. Falliert das Projekt in der Betriebsphase, muss die Stadt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Infrastruktur und den Betrieb übernehmen oder den Rückbau finanzieren. Der Stadtrat schätzt deshalb das finanzielle Risiko für die Stadt Luzern als hoch ein. Mit dem CityLink müsste die Stadt Luzern zudem auf die heutigen Halte- und Parkierungsgebühren von rund 1,8 Millionen Franken pro Jahr verzichten. Hinzu kommt der Verzicht auf die geplanten Einnahmen aus dem Baurechtszins für die Grundstücke im Ibach von geschätzten 360'000 Franken pro Jahr.
Kaum bewilligungsfähig
Das Plangenehmigungsverfahren für den Bau einer Seilbahn mit den verschiedenen Verfahren auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene ist sehr anspruchsvoll und komplex. Der Stadtrat beurteilt die Bewilligungsfähigkeit deshalb als kritisch. Er will sich nicht auf ein Projekt fokussieren, das plangenehmigungsrechtlich mit so grossen und zahlreichen Risiken verbunden ist, gleichzeitig andere Entwicklungen blockiert und wichtige Ressourcen bindet.
Der Stadtrat attestiert dem Initiativkomitee, grundsätzlich eine kreative Idee entwickelt zu haben. Als Lösung für die Steuerung der Touristen- und Reisebusströme ist das Projekt CityLink für Luzern jedoch nicht geeignet. Die Ziele des CityLink sind mit sofort umsetzbaren betrieblichen Massnahmen schneller und einfacher zu erreichen.
Der Bericht und Antrag wird voraussichtlich am 17. September 2026 im Grossen Stadtrat beraten. Die Stimmbevölkerung wird voraussichtlich im Februar 2027 darüber befinden können.
Link:
Bericht und Antrag 20/2026: Initiative «CityLink Luzern - für eine Stadt der kurzen Wege und die Lösung der Reisebusparkierung». Ablehnung
Dokumente
| Name | Download | ||
|---|---|---|---|
| BA_20_vom_10._Juni_2026 (PDF, 1.44 MB) | Download | 0 | BA_20_vom_10._Juni_2026 |
FAQs
Citylink - die wichtigsten Fragen und Antworten
| Frage |
|---|
|
Aus Sicht des Stadtrates vermag der CityLink keinen ausreichenden Nutzen für die Stadt Luzern und ihre Bevölkerung zu bringen, um die damit verbundenen Risiken zu rechtfertigen. Um die Lebensqualität und Attraktivität der Stadt Luzern gezielt weiterzuentwickeln, erachtet der Stadtrat die Weiterführung seiner bestehenden strategischen Stossrichtungen als den richtigen Weg. Diese ermöglichen es, auf bewährte und zugleich flexible Lösungen zu setzen, die den aktuellen Herausforderungen gerecht werden. |
|
Der Stadtrat sieht die Idee CityLink nicht als Lösung für das Reisebusregime. Der Stadtrat geht davon aus, dass eine hohe Anzahl von Reisebussen unabhängig von den Parkplätzen im Ibach weiterhin in die Innenstadt fährt, weil private Halteplätze zum Beispiel vor Hotels bestehen bleiben. Es ist zudem unklar, wie die Fahrerinnen und Fahrer der Reisebusse motiviert werden, die neue Infrastruktur im Ibach zu nutzen. Für den Stadtrat ist zurzeit die Weiterentwicklung des bisherigen Reisebusregimes der richtige Weg. Die Erfahrungen mit der Haltegebühr sind sehr positiv. Zudem besteht die Möglichkeit, mit weiteren Massnahmen wie dem Slot-Management flexibel, stufenweise und kurzfristig auf eine sich verändernde Nachfrage zu reagieren. Damit wird sichergestellt, dass Luzern auch in Zukunft eine attraktive und planbare Reisebusinfrastruktur für Gäste bereitstellen kann. |
|
Das Gegenteil ist der Fall: Der CityLink konzentriert alle Gäste an einem einzigen Punkt, voraussichtlich im Bereich Falkenplatz/Hertensteinstrasse. Mit einer Kapazität von 2500 Passagieren pro Stunde und Richtung würden bei Vollauslastung 5000 Personen pro Stunde am gleichen Ort ein- und aussteigen. Das sind 80 Personen oder etwa vier Schulklassen pro Minute. Der Stadtrat bezweifelt, dass diese Besucherströme in den engen Platzverhältnissen der Altstadt bewältigt werden können und dies im Interesse der städtischen Bevölkerung ist. Mit den neuen Ein- und Aussteigeregeln im Reisebusregime hat es die Stadt geschafft, den Schwanenplatz zu entlasten und die Besucherströme in der Stadt besser zu verteilen. Der CityLink würde diese Erfolge rückgängig machen und örtliche die Belastung verschärfen. |
|
Der Stadtrat will in Bezug auf das Reisebusregime das bereits heute erfolgreiche System weiterentwickeln. Die Einführung der Haltegebühr am Schwanen-, Löwen- und Kasernenplatz im Frühling 2025 hat zu einer spürbaren Reduktion der Reisebusbewegungen auf den Halteplätzen in der Luzerner Innenstadt geführt. Falls nötig kann die Haltegebühr weiterentwickelt und ein Slot-Management eingeführt werden, mit dem der Reisebusverkehr zeitlich gestaffelt und die maximale Anzahl Busse in der Stadt begrenzt werden könnte. Die Halteplätze in der Innenstadt sowie die Parkplätze Landenberg und Brüelmoos will der Stadtrat so lange nutzen, bis eine langfristige Lösung gefunden ist. Die Langfristlösung kann aus Sicht des Stadtrates auch aus betrieblichen Massnahmen bestehen, ohne eine neue Infrastruktur zu bauen. Zudem prüft er Möglichkeiten, die Nutzung des Parkplatzes Rösslimatt zu verlängern. Der Stadtrat ist überzeugt, dass dieses Vorgehen eine flexible, stufenweise Steuerung des Reisebusverkehrs ermöglicht. Damit wird sichergestellt, dass Luzern auch in Zukunft eine attraktive und planbare Reisebusinfrastruktur für Gäste und Anbietende bereitstellen kann. |
|
Der CityLink Luzern könnte aus touristischer Sicht grundsätzlich interessant sein, da er die erste Seilbahn im städtischen Raum in der Schweiz wäre. Die Seilbahn könnte jedoch als Touristenattraktion wahrgenommen werden, die zusätzliche Gruppen nach Luzern zieht. Dies würde zu einer weiteren Zunahme an Gästen in der Altstadt und generell in Luzern führen, was den Bedürfnissen der Bevölkerung widerspricht (repräsentative Bevölkerungsbefragung 2024 zum Tourismusbewusstsein der Luzerner Stadtbevölkerung). Eine Konzentration der Gäste an einem Punkt in der Altstadt – mit bis zu 5000 Personen pro Stunde - und allenfalls eine Steigerung des Gruppen-Tagestourismus sind nicht im Sinne der Vision Tourismus Luzern 2030. |
|
Die Initianten des CityLink haben bisher keinen Businessplan veröffentlicht, mit dem sich beurteilen liesse, wie plausibel ein rentabler Betrieb des CityLink wäre. Um ein attraktives Angebot für Reisebusse und Reisegruppen zu ermöglichen, müssten das Parkieren und die Nutzung der Seilbahn günstig sein und das Angebot an Halte- und Parkierungsmöglichkeiten im Stadtzentrum komplett aufgehoben werden. Um das Anhalten zum Ausladen der Gäste zu verhindern oder um ein Fahrverbot für Reisebusse in der Innenstadt einzuführen, bräuchte es grundlegende flankierende Massnahmen wie Zonenhalteverbote oder Fahrverbote für Reisebusse. Aktuell sieht die Signalisationsverordnung (SSVExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet., SR 741.21) keine Zonenhalteverbote vor. Mit dem CityLink würde die Kapazität an Reisebusparkplätzen gegenüber heute erhöht. Gleichzeitig strebt die Stadt Luzern an, die Zahl der Reisebusse zu reduzieren, was mit dem neuen Reisebusregime bereits erste Erfolge zeigt. Seit Corona werden die vorhandenen Reisebusplätze auch an Spitzentagen nicht voll ausgelastet. Der Stadtrat schätzt das finanzielle Risiko für die Stadt Luzern als hoch ein. Die IG CityLink konnte diese Bedenken bisher nicht widerlegen. |
|
Gemäss den Aussagen der Initianten ist keine direkte städtische finanzielle Beteiligung am Projektgeplant. Das ist nicht ganz korrekt: Die Initianten erwarten, dass die Stadt die benötigten Grundstücke vergünstigt im Baurecht abgibt. Das sind Einbussen von maximal rund 360'000 Franken pro Jahr. Für die Koordination der Planung rechnet die Stadt grob geschätzt mit Kosten von rund 1,4 Millionen Franken. Mit der Aufhebung der heutigen Reisebus-Halte- und Parkplätze entgingen der Stadt Nettoeinnahmen von gut 1,8 Millionen Franken pro Jahr. Falls CityLink nebst der Integration ins Tarifsystem auch als offizielle Haltestelle in das ÖV-Netz integriert würde, müsste die Stadt den Betrieb zusätzlich subventionieren. Diese jährlichen Kosten können gemäss heutigem Kenntnisstand noch nicht beziffert werden. Bei einem möglichen Konkurs muss die Stadt Infrastruktur und Betrieb voraussichtlich übernehmen oder den Rückbau finanzieren; auch diese Kosten sind heute noch nicht abschätzbar. |
|
Im Konkursfall müsste die Stadt voraussichtlich den Rückbau finanzieren oder Infrastruktur und Betrieb übernehmen – von einem Projekt, das die Stadt als weder zweck- noch verhältnismässig beurteilt. Die Stadt schätzt das finanzielle Risiko als hoch ein. Die Initianten haben bisher nicht aufgezeigt, wie belastbar der Business-Case ist und wie mit einer schwankenden oder allfällig rückläufigen Nachfrage umgegangen werden kann. Gleichzeitig unternimmt die Stadt mit der «Vision Tourismus Luzern 2030» Anstrengungen, die Zahl der Reisebusse zu reduzieren – was den Zielen eines rentablen CityLink tendenziell zuwiderläuft. |
|
Die geplante Seilbahn ist ein isolierter Linienast der nicht an das System des öffentlichen Verkehrs angebunden ist. Der CityLink ist lediglich eine weitere Parkierungsanlage für die Erschliessung der Altstadt. Mit der Umsetzung der Mobilitätsstrategie setzt der Stadtrat im Bereich des öffentlichen Verkehrs auf Massnahmen, die in das lokale, regionale und kantonale Verkehrsnetz eingebettet sind. Bis zur Realisierung des Durchgangsbahnhofs soll das heutige ÖV-System insbesondere mit der konsequenten Umsetzung von Busspuren und Bus-Bevorzugungsmassnahmen wirkungsvoll optimiert werden. All diese Massnahmen sind für alle Nutzenden wirksamer, besser aufeinander abgestimmt, kostengünstiger und schneller umsetzbar als ein umfangreiches Infrastrukturprojekt. Eine Seilbahn wie der CityLink hingegen wäre ein isoliertes Transportmittel und würde ein Parallelsystem darstellen. |
|
Die Erschliessung des Luzerner Kantonsspitals mit einer Seilbahn vom peripheren Ibach und von der Altstadt ist aus Sicht des Stadtrates nicht sinnvoll. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 wird das Luzerner Kantonsspital aus allen Richtungen auf direktem Wege erreichbar sein. Wie bisher wird das Kantonsspital mit der Linie 18 vom Bahnhof Luzern über den Kasernenplatz im 15-Minuten-Takt erschlossen. Die neuen Linien 8 und 9 ermöglichen neben der Direktverbindung von Littau neu auch alle 7,5 Minuten eine direkte Verbindung aus dem Tribschenquartier (Matthof und Hirtenhof). Mit der Linie 21, die die Linie 30 ersetzt, wird das Kantonsspital künftig neben Ebikon auch vom Seetalplatz in Emmen ohne Umsteigen erreichbar sein. |
|
Nein. Ab Fahrplanwechsel 2026 erhält das Ibach eine Bushaltestelle und wird mit dem Bus 46 ab Emmenbrücke Süd einfach und kostengünstig an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Damit ist das Arbeitsgebiet entsprechend der heutigen Nutzung angemessen erschlossen. |
|
Nein. Eine Verkehrsdrehscheibe hat zum Ziel den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr zu fördern. Dazu eignen sich Subzentren, die eine direkte und schnelle öV-Verbindung nach Luzern haben. Verkehrsdrehscheiben sollen möglichst nah an der Quelle und möglichst weit weg vom Stadtzentrum angeordnet werden, damit die Autofahrt vom Wohnort zur Verkehrsdrehscheibe möglichst kurz ist. Der Standort Ibach entspricht dem nicht. Der CityLink könnte im Gegenteil Anreize schaffen, mit dem Auto bis an den Stadtrand zu fahren, statt bei der nächstgelegenen Verkehrsdrehscheibe vom Auto auf den öV umzusteigen. |
|
Nein. Aus Sicht des Stadtrates wäre der CityLink Luzern eine weitere Parkierungsanlage für die Erschliessung der Altstadt, die mit ihren 300 bis 400 Autoparkplätzen zu einer zusätzlichen Belastung des städtischen Strassennetzes führen würde. Letztendlich dürfte der CityLink zu einem erhöhten Auto-Aufkommen führen, was im Widerspruch zu den Zielen der städtischen Mobilitätsstrategie stehen würde. |
|
Das CityLink-Parkhaus wird auf dem Verkehrssystem Seetalplatz-Ibach-Sedel-Maihof zusätzlichen Verkehr erzeugen. Dieses System ist zu Stosszeiten bereits heute überlastet und verträgt keinen zusätzlichen Verkehr mehr. Der Stadtrat bezweifelt zudem, dass die Parkplätze im Ibach von jenen genutzt würde, die heute ihr Auto in den zentralen Parkhäusern wie Altstadt, Schweizerhof oder Löwencenter abstellen, solange dort genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. Letztendlich dürfte der CityLink damit zu einem erhöhten Auto-Aufkommen führen, was im Widerspruch zu den Zielen der städtischen Mobilitätsstrategie stehen würde. |
|
Die Stadt Luzern kann und will keine privaten Parkhäuser schliessen, und eine zusätzliche zur bereits geplanten Reduktion von öffentlichen Parkplätzen in der Innenstadt ist für den Stadtrat keine Option. Aus Sicht des Stadtrates wäre der CityLink Luzern deshalb eine weitere Parkierungsanlage für die Erschliessung der Altstadt, die zu einer zusätzlichen Belastung des städtischen Strassennetzes führen würde. |
|
Würde es gelingen, dass die Reisebusse künftig nur noch im Ibach parkieren und alle Gäste per Seilbahn in die Stadt gelangen, würde es möglich, die heutigen Anhalte- und Parkplätze für Reisebusse in der Innenstadt aufzuheben und die Plätze umzugestalten und aufzuwerten. Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass dieser Umgestaltung und Aufwertung Grenzen gesetzt sind. Die zentralen Plätze müssen weiterhin auch ihre Funktion als Zubringer zur Altstadt erfüllen. Zudem ist eine Aufwertung mit Bäumen aufgrund der zahlreichen Werkleitungen im Untergrund herausfordernd. |
|
Die Stadt prüft zurzeit, wie die Altstadt mit See- oder Fernwärme erschlossen werden kann. Dies ist aufgrund der historischen Bausubstanz und der vielen Werkleitungen im Untergrund herausfordernd. Gemäss aktuellem Kenntnisstand wäre auch die Erschliessung über den Verbindungsstollen der Seilbahn mit der gleichen Herausforderung konfrontiert, weshalb der Stadtrat das vom Projekt CityLink versprochene Synergiepotenzial in Frage stellt. |
|
Das Inventar der Schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) ist ein Bundesinventar über schützenswerte Ortsbilder von nationaler Bedeutung. Das Friedental ist in diesem Register als «Kulturland oder Freihaltefläche» eingetragen. Entsprechend muss das Friedental erhalten bleiben. Da mit dem Bau der Seilbahn vom Ibach eine erhebliche Beeinträchtigung des geschützten Gebietes nicht ausgeschlossen werden kann, muss bei der Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) ein Gutachten eingeholt werden. Falls die ENHK eine leichte Beeinträchtigung feststellt, kann das Vorhaben mit entsprechenden Auflagen, welche die grösstmögliche Schonung des Inventarobjekts sicherstellen, bewilligt werden. Falls die ENHK eine schwere Beeinträchtigung feststellt, ist das Vorhaben nur bewilligungsfähig, wenn gleichwertige oder überwiegende Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung dafürsprechen (Art. 6 Abs. 2 NHG). Der Entscheid darüber ist vom Bundesamt für Verkehr (BAV) im Plangenehmigungsverfahren für die Seilbahn zu fällen. |
|
Das kann Stand heute nicht beurteilt werden. Aufgrund des Plangenehmigungsverfahrens und den verschiedenen Verfahren auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene beurteilt der Stadtrat die Bewilligungsfähigkeit des CityLink aber als kritisch. Die Durchführung der Verfahren wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Zudem können die jeweiligen Entscheide rechtlich angefochten werden, was zu erheblichen Verzögerungen führen kann. Ob das Projekt bewilligungsfähig ist, ist letztlich vom Bundesamt für Verkehr (BAV) im Plangenehmigungsverfahren für die Seilbahn zu entscheiden. |