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17. September 2026
Nach zahlreichen negativen Rückmeldungen aus dem Quartier stoppt die Stadt Luzern die für Herbst 2026 geplante Umgestaltung der Villen- und Moosmattstrasse und zieht die Ende August öffentlich aufgelegten Verkehrsanordnungen zurück. Damit bleibt bei der Verkehrsführung vorderhand alles beim Alten. Die Stadt prüft die Umgestaltung des Quartiers im Rahmen der Erarbeitung des Gesamtprojekts Moosmattstrasse neu.

Im Detail

Die Moosmatt- und Eschenstrasse sind wichtige Schul- und Verkehrswege, teilweise aber mit Defiziten bei der Verkehrssicherheit. Zudem ist das Gebiet mit Durchgangsverkehr belastet und bietet wenig Aufenthaltsqualität. Die Stadt plante deshalb per Herbst 2026 verschiedene Massnahmen, um die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. So war vorgesehen, die Villenstrasse in eine Velostrasse umzugestalten und die Kreuzung Moosstrasse/Eschenstrasse hätte eine Begegnungszone werden sollen. Mit dem Durchfahrtsverbot auf der Moosmattstrasse hätte das Kleinmattquartier vom Durchgangsverkehr befreit werden können und die Veloverbindung auf dem Freigleis wäre vortrittsberechtigt geworden.

Im August hatte die Stadtverwaltung über 1300 Haushalte im Quartier per Brief über die Anpassungen informiert. Die Quartierbevölkerung hatte zudem die Gelegenheit, sich am Infostand am Obergrund-Quartierfest direkt mit den Projektleitenden auszutauschen. Verschiedene Anwohnende haben die Pläne zwar gelobt, doch gab es auch Kritik gegen die geplanten Massnahmen. Zudem bemängelten die Quartiervereine Obergrund und Sternmatt die in ihren Augen ungenügende Partizipationsmöglichkeit. Der benachbarte Quartierverein Sternmatt kritisierte zudem das Durchfahrtsverbot, welches Autofahrten aus dem Quartier ins Stadtzentrum ihrer Einschätzung nach unnötig verlängern würden.

Koordination mit dem Gesamtprojekt Moosmattstrasse

Die Stadt ist der Ansicht, dass die geplanten Massnahmen im Grundsatz zielführend sind und einen wesentlichen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit und einem lebenswerten Quartier leisten können. Doch der Stadtrat will die Kritik aus den betroffenen Quartieren und Quartiervereinen ernst nehmen. Das Projekt wird darum gestoppt und in einem breit abgestützten partizipativen Prozess vertieft geprüft. Die geplante Velohauptroute Villenstrasse, das Fahrverbot und die Begegnungszone Moosmatt-/Eschenstrasse sollen deshalb gleichzeitig mit dem Gesamtprojekt Moosmattstrasse nochmals diskutiert werden.

Mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzepts plant die Stadt an der Moosmattstrasse die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Das Projekt ist koordiniert mit notwendigen Werkleitungssanierungen. Aktuell ist die Stadt daran, eine Bestvariante zu erarbeiten. Mit der Realisierung ist Stand heute innerhalb der nächsten Jahre zu rechnen. Eine Informationsveranstaltung zum Gesamtprojekt Moosmattstrasse findet im ersten Quartal 2027 statt.

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Projektstopp Villen-/Moosmattstrasse Medienmitteilung 17.09.2026 (PDF, 90 kB) Download 0 Projektstopp Villen-/Moosmattstrasse Medienmitteilung 17.09.2026