Von Luca Wolf
Damit hat sich Luzern viel vorgenommen: Mit Annahme der Klima und Energiestrategie im Herbst 2022 hat sich die Stadtluzerner Stimmbevölkerung für eine Weiterführung und Intensivierung ihrer Klima und Energiepolitik ausgesprochen. Unter anderem sollen die energiebedingten Treibhausgasemissionen – also solche aus dem Verbrauch von Gas, Öl, Benzin, Diesel und Kerosin – bis 2040 auf null gesenkt werden. Spätestens ab 2045 soll zudem kein Atomstrom mehr bezogen werden. Gleichzeitig ist die Produktion von Solarstrom bis 2050 massiv auszubauen. Wie weit ist die Stadt bei der Umsetzung ihrer ambitionierten Strategie?
Mehr Solar-, weniger Atomstrom
In der jährlich erstellten Klima und Energiebilanz zeigt die Stadt unter anderem auf, wo sie bei der Erreichung der strategischen Ziele steht. Gegenwärtig liegt die Bilanz für den Zeitraum 1990 bis 2024 vor. Im Vergleich zu den Vorjahren geht es in den meisten Bereichen vorwärts – wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Erfreulich ist etwa, dass immer mehr Solaranlagen gebaut werden und der Anteil an Atomstrom sinkt. Auch wird insgesamt weniger Primärenergie verbraucht. Primärenergie umfasst nicht nur den Energieverbrauch bei den Endverbrauchenden, sondern auch sämtliche Energie, die nötig ist, um diese zu erzeugen und zu liefern.
Anders sieht die Entwicklung bei den Treibhausgasemissionen (CO2) aus. Diese gehen noch zu langsam zurück: «Nur wenn wir die Emissionen deutlich stärker reduzieren können, erreichen wir das Ziel von null CO2 bis 2040», sagt Marco Baumann, Umwelt und Mobilitätsdirektor.
So viel CO2 verursacht der Energieverbrauch einer Person in Luzern pro Jahr:
25 Massnahmen sind auf Kurs
Die Klima und Energiestrategie beinhaltet auch knapp 40 konkrete Massnahmen. Die Massnahmen sind unterteilt in die Bereiche Wärme, Strom, Mobilität und Übrige und sollen bis 2030 umgesetzt werden. Für die Zielerreichung bis 2040 und 2050 sind dann weitere Massnahmen notwendig.
Das grundsätzlich erfreuliche Zwischenfazit lautet: Bei 25 Massnahmen ist die Umsetzung auf Kurs. Bei zehn Massnahmen ist die Umsetzung teilweise auf Kurs, zwei Massnahmen sind nicht auf Kurs. Anbei ein paar Beispiele:
Massnahmen im Bereich Strom
Konkrete Massnahmen sind hier die Förderung von Photovoltaikanlagen Privater sowie auf stadteigenen Gebäuden (beide auf Kurs), das Verbot nicht erneuerbaren Stroms (nicht auf Kurs) oder die Erhöhung der Vergütung eingespeisten Photovoltaikstroms (auf Kurs). Diese Massnahmen unterstützen den Ausbau von Photovoltaikanlagen und den Ausstieg aus Atomstrom.
Massnahmen im Bereich Wärme
Konkrete Massnahmen sind hier das Teilverbot fossiler Wärmeerzeugung (auf Kurs), Machbarkeitsstudien und Vorprojekte für Wärmenetze (auf Kurs), ein Energiecoaching für Blockrandbauten/Bauensembles (auf Kurs) sowie ein Förderprogramm Gebäudehüllensanierung (auf Kurs). So sollen bis 2040 alle fossilen Öl und Gasheizungen ersetzt werden, damit sie keine Treibhausgase mehr ausstossen.
Massnahmen im Bereich Mobilität
Konkrete Massnahmen sind etwa die Umsetzung der «Citylogistik Stadt Luzern» (auf Kurs), die Umsetzung des Gesamtkonzepts erneuerbare Antriebe (auf Kurs) oder die Umstellung der städtischen Fahrzeugflotte auf erneuerbare Antriebe (auf Kurs). Dadurch soll der Strassenverkehr bis 2040 kein CO2 mehr verursachen. Zudem soll das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt gegenüber dem Jahr 2010 um 15 Prozent reduziert werden.
Massnahmen im Bereich Übrige
Konkrete Massnahmen sind die Stärkung der Vorbildrolle der Stadtverwaltung (auf Kurs) sowie die Lösung des Zielkonflikts zwischen Ortsbildschutz und Klimaschutz (teilweise auf Kurs). Mit solch übergreifenden Massnahmen stärkt Luzern die Klima und Energiestrategie zusätzlich.
Generationenprojekt hat Fahrt aufgenommen
«Insgesamt verläuft die Umsetzung der Klima- und Energiestrategie erfreulich. Einige Massnahmen können wir wie geplant umsetzen, bei anderen braucht es noch mehr Anstrengung», sagt Umwelt- und Mobilitätsdirektor Marco Baumann. «Was wir uns hier vorgenommen haben, ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Unser noch mindestens 14 Jahre dauerndes Generationenprojekt hat Fahrt aufgenommen, nun müssen wir das Tempo halten – gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Bevölkerung.»
Mehr Informationen
Eine detaillierte Übersicht über den Stand der Umsetzung jeder einzelnen Massnahme ist unter: www.stadtluzern.ch/klimamassnahmen zu finden. Die Resultate der Klima und Energiebilanz sind unter: www.stadt luzern.ch/klimabilanz abrufbar.
Vielfältige Förderung
Gebäude unterscheiden sich durch ihr Baujahr, den Zustand und den Standort. Entsprechend vielfältig sind Gebäudesanierungen. Wichtig ist zu Beginn die Analyse. Daraus lässt sich das ideale Vorgehen ableiten. Die Stadt Luzern bietet Liegenschaftsbesitzenden vielfältige Beratungsangebote an.
Mehr Informationen unter: www.stadtluzern.ch/foerderprogramme
Kostenlose Beratung
Die Einstiegsberatungen sind kostenlos. Das gilt für die Energie-Coachings Gebäude-Check, Solar-Impuls und E-Ladelösung. Der GEAK-Plus geht detaillierter auf den Zustand der Gebäudehülle, den Heizungsersatz und die Photovoltaikmöglichkeiten ein. Die kostenlose Umweltberatung kann den idealen Beratungseinstieg aufzeigen und zu den Förderprogrammen von Stadt, Kanton und Bund Auskunft geben.
Wir müssen einen Zacken zulegen
Interview: Luca Wolf
Solaranlagen, Flug- und Strassenverkehr, Parkplatzabbau: Marco Baumann nimmt im Interview Stellung zu wichtigen Fragen rund um die Klima- und Energiestrategie. Und er zeigt auf, wie vielfältig die Bevölkerung von der Umsetzung profitiert.
Iran-Krieg, Ukraine-Krieg, Energiekrise – wen interessiert der Klimawandel heute noch?
Der Klimawandel ist Realität und wir spüren seine negativen Auswirkungen immer stärker. Deshalb müssen wir mit geeigneten Massnahmen Gegensteuer geben. Doch auch die aktuellen Kriege lehren uns, dass wir nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes auf den Einsatz lokaler erneuerbarer Energie setzen müssen – sondern ebenfalls wegen der unabhängigeren und preislich stabilen Energieversorgung. Das schafft zudem Arbeitsplätze in der Region, der Schweiz und in Europa.
Kürzlich hat die Stadt Luzern die Zwischenbilanz 2024 zur Klima- und Energiestrategie veröffentlicht. Was auffällt: Neu ist der Photovoltaikausbau auf Kurs.
Das trifft zu, was mich sehr freut. Wie zu erwarten war, hat es etwas gedauert, bis die Beschleunigung Fahrt aufgenommen hat. Schon 2024 war ein gutes Jahr. Nun ist bekannt, dass auch 2025 viele neue Anlagen hinzugekommen sind. Konkret wurden Anlagen mit total sieben Megawatt-Peak (MWp) in Betrieb genommen. Ende 2025 waren in der Stadt Luzern somit insgesamt 32,5 MWp Photovoltaik installiert. Damit haben wir das erste Zwischenziel für 2025 von 30 MWp sogar deutlich übertroffen. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, erreichen wir bis 2050 das Ziel von 180 MWp.
In den Medien ist in diesem Zusammenhang von einer Überproduktion von Solarstrom im Sommer zu lesen. Wie beurteilen Sie das?
Sommerliche Solarstromspitzen sind eine Herausforderung, aber kein Grund, den Solarausbau in Luzern zu bremsen. Die Stadt und der Kanton brauchen viel mehr erneuerbaren Strom für die Elektromobilität und für den Ersatz der Gas- und Ölheizungen durch Wärmepumpen. Zudem leisten Solaranlagen auch im Winter einen wichtigen Beitrag. Entscheidend ist eine bessere lokale Nutzung des vor Ort produzierten Solarstroms durch Eigenverbrauch, Speicher, Ladeinfrastruktur und intelligente Steuerungen.
Zurück zur Zwischenbilanz. Bis 2040 will die Stadt Luzern keine energiebedingten Treibhausgase mehr verursachen. Ist das realistisch?
Grundsätzlich haben wir als Stadt Luzern schon sehr viel erreicht: Gegenüber dem Jahr 2000 gingen die CO2-Emissionen um etwa 40 Prozent zurück. Jedoch müssen wir noch einen Zacken zulegen – insbesondere bei der Mobilität. Ich gehe aber davon aus, dass wir dem Ziel zumindest sehr nahekommen werden.
Was stimmt Sie zuversichtlich?
Die mit der Klima- und Energiestrategie beschlossenen fast 40 Massnahmen. Deren Entwicklung und Umsetzung erfordert Zeit, die Wirkung wird aber immer deutlicher spürbar. Wichtig zu wissen: Massnahmen wie etwa der Ausbau der See-Energie setzen jahrelange Vorarbeit voraus, bis mit dem Bau der Zentralen und Leitungen begonnen werden kann. Sobald das Netz in Betrieb ist, werden enorm viele Haushalte mit erneuerbarer Wärme statt mit Wärme aus Gas oder Öl versorgt. Deshalb ist jetzt die konsequente Umsetzung der Massnahmen gefordert. Sollte sich zeigen, dass diese nicht ausreichen, wird der Stadtrat für den Zeitraum ab 2030 zusätzliche Massnahmen vorschlagen.
In die falsche Richtung geht’s beim Flugverkehr, der nimmt zu statt ab. Hier kann die Stadt jedoch nichts bewirken, oder?
Nur bedingt. Zwar können wir als Stadt beim Fliegen tatsächlich keine Vorschriften oder Auflagen machen. Das ist Sache des Bundes. Jedoch ist die Sensibilisierung der Bevölkerung seit Jahren Teil unserer Klimaschutzkampagnen. Dazu muss man wissen: In der Schweiz lebende Menschen fliegen doppelt so oft wie Personen in den Nachbarländern. Das schlägt sich in unserer Bilanz nieder: Die Fliegerei verursacht pro Kopf etwa einen Sechstel des CO2-Ausstosses.
Noch nicht auf Kurs sind wir auch beim Strassenverkehr. Welche Hebel hat die Stadt, diesen klimaneutral zu gestalten?
Luzern muss erreichbar bleiben – für die Bevölkerung ebenso wie für die Wirtschaft. Entscheidend ist aber, wie wir diese Mobilität organisieren. Angesichts der Klimaziele und der knappen Flächen in der Stadt müssen wir konsequent auf flächeneffiziente und klimafreundliche Verkehrsträger setzen: Fussverkehr, Velo und ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr. Zudem unterstützt die Stadt den Verkehrsverbund dabei, von fossilen Treibstoffen wegzukommen. Gleichzeitig setzen wir auf Innovation – etwa mit der Elektromobilität oder neuen Logistiklösungen. Zwar steigt die Zahl der E-Autos in Luzern, bei einem Anteil von 15 Prozent besteht jedoch noch ein grosses Potenzial.
Eine Massnahme aus der Klima- und Energiestrategie betrifft die Reduktion von öffentlichen Parkplätzen. Kann man bald nirgends mehr parkieren?
Es wird weiterhin öffentlich nutzbare Parkplätze in den Quartieren und in Parkhäusern geben, auch private Parkplätze, Güterumschlagflächen und Handwerks- und Serviceparkplätze. Die Reduktion erfolgt schrittweise bis 2040 und wird die Bedürfnisse der Anwohnenden sowie des Gewerbes bestmöglich berücksichtigen. Mit der Umnutzung können wir Raum für Begrünungen und mehr Aufenthaltsqualität schaffen. Wir reduzieren also nicht einfach Parkplätze, sondern entwickeln den öffentlichen Raum weiter, wie zum Beispiel an der Bahnhofstrasse oder beim Waldstättergärtchen. Nicht zuletzt verbessern diese Massnahmen auch die Verkehrssicherheit für den Fuss- und Veloverkehr.
Die Veränderungen hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität werden manchmal als persönliche Einschränkung wahrgenommen. Wie kann die Bevölkerung der Stadt Luzern davon profitieren?
Indem wir attraktive Alternativen schaffen: ein dichtes Netz an E-Ladestationen, sichere und direkte Veloverbindungen, kostenlose Nextbike-Nutzung für die Bevölkerung, ÖV-Gutscheine für Kinder, Unterstützung für Unternehmen bei der Anschaffung von Lastenvelos oder zuverlässige Busverbindungen. Umsteigen soll einfach und komfortabel sein. Das stärkt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Standortqualität für Unternehmen und die Lebensqualität für alle.
Was braucht es, damit diese Transformation der Stadt gelingt?
Kooperation statt Konfrontation, aber auch eine Bereitschaft für Verhaltensänderungen. Der Wandel gelingt nur, wenn wir ihn pragmatisch und schrittweise angehen – mit klaren Zielen, aber ohne ideologische Scheuklappen. Wirtschaft, Bevölkerung und Politik wollen eigentlich das Gleiche: eine attraktive, gut erreichbare und lebenswerte Stadt. Genau auf diesem Weg befinden wir uns.
Kein Grund zum Verzagen: Umsteigen ist angesagt
Zentral für weniger CO2 ist die Mobilität. Immer mehr Menschen verabschieden sich von Benzin und Diesel und wählen umweltfreundliche Transportmöglichkeiten. Drei Beispiele aus Luzern und Umgebung.
Simon Weber, Produzent, Kameramann und Regisseur bei der Filmproduktionsfirma Voltafilm, ist nicht nur Filmemacher, sondern auch begeisterter Velofahrer. Seit er vor einigen Jahren für sein Studium nach Luzern zog, ist er gerne und oft mit dem Velo unterwegs. Und seit Kurzem nicht mehr nur in seiner Freizeit, sondern auch für die Arbeit. «Irgendwann ist die Rechnung einfach nicht mehr aufgegangen.
Ich hatte die Parkplatzsuche und die hohen Parkgebühren satt», erzählt er. Obwohl Simon Weber arbeitsbedingt häufig nur kurze Strecken zurücklegen musste, war er auf das Auto mit demgeräumigen Kofferraum angewiesen. Oft stand er erst im Stau und dann musste er seine Ausrüstung vom Parkplatz zum Drehort schleppen. Da kam das Angebot der Stadt Luzern genau zur richtigen Zeit.
Anschaffungskosten halbiert
Vor vier Wochen konnte er in Kriens sein neues Lastenvelo inklusive Anhänger in Empfang nehmen. Die Stadt Luzern und die Albert Köchlin Stiftung AKS stellen Förderbeiträge an Unternehmen aus, die vom Auto aufs Lastenvelo umsteigen. Mittels eines einfachen Anmeldeverfahrens können sich die Interessierten dafür bewerben und bekommen die Hälfte der Anschaffungskosten erstattet: bei Simon Webers Lastenvelo mit Anhänger 4000 von 8000 Franken.
Nachhaltige Filmproduktion
Das Lastenvelo bringt Voltafilm noch weitere Vorteile. Denn auch in der Filmindustrie spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle. Der Ressourcenverbrauch ist vermehrt auch ein Kriterium bei der Vergabe von regionalen und eidgenössischenFördermitteln. «Green Filmmaking» hat zum Ziel, Filmprojekte möglichst ressourcenschonend umzusetzen: Wer Fördergelder will, muss Nachhaltigkeitsstandards einhalten. Der Einsatz eines Lastenvelos reduziert Treibhausgasemissionen. So kann die Nachhaltigkeitsbilanz einer Produktion verbessert werden.
Wenn alle mitmachen …
«Es ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein», erwidert Simon Weber auf die Frage, wie sich die Nutzung des Lastenvelos auf die Klimabilanz seines Unternehmens auswirkt. «Aber immerhin ein Tropfen, und zusammen können wir den Unterschied ausmachen.»
Überzeugt und befreit
«Eigentlich war es Zufall», sagt Paul Fässler. «Ich habe Ende Mai das Aufgebot der Motorfahrzeugkontrolle zum Vorführen meines Autos bekommen. In diesem Moment habe ich mich an die Mobilitäts-Challenge 31DAYS zurückerinnert.» Wer bei 31DAYS mitmacht, verzichtet einen Monat lang aufs Auto und erhält im Gegenzug ein Generalabonnement (GA) für den öffentlichen Verkehr und Zugang zu verschiedenen Sharing-Angeboten (z. B. Nextbike fürs Velo und Mobility fürs Auto). Für Paul Fässler war es ein idealer Moment, um herauszufinden, ob er sein Auto wirklich braucht. «Ich habe meinen VW Polo vor 15 Jahren gekauft. Vor 11 Jahren zügelte ich in Ebikon in eine Wohnung in Bahnhofsnähe – mit Bussen, Zügen und Mobility-Angeboten.» Und weil der Arbeitsort über den Hundsrücken nach Rathausen führt und Paul Fässler diesen Weg mit dem Velo hinter sich bringt, wagte er die 31DAYS.
Der Monat ohne Auto hat Paul Fässler überzeugt, ja regelrecht befreit: «Weil das Auto in der Garage stand und ich auch regelmässig Geld dafür auslegen musste, wollte ich es auch benutzen.» Dieser Zwang fällt jetzt weg. Paul Fässler hat den Polo verkauft und nimmt beispielsweise für den Besuch im Fitnessstudio die S-Bahn oder das neue Elektrovelo und auch mal ein Auto von Mobility. Nach den 31DAYS vermisst er einzig das GA: einfach einsteigen und losfahren, das war sehr praktisch. Stattdessen hat er sich nun ein HalbtaxPlus gekauft und dafür einen Förderbeitrag der Stadt Luzern erhalten. In den 31DAYS hat Paul Fässler nur gute Erfahrungen gemacht: «Ich habe gemerkt, dass ich ohne grossen Aufwand etwas fürs Klima tun kann.»
Ein Mehrwert: E-Ladestation im Quartier
Flavio Waser fährt seit rund anderthalb Jahren ein Elektroauto. Er wohnt an der Eichmattstrasse, wo es eine öffentliche E-Ladestation für Elektro und Hybridfahrzeuge gibt. «Es ist sehr praktisch und ein Glücksfall, dass ich gleich vor Ort mein Auto laden kann und in einem so ruhigen Quartier wohne.» Beim zugemieteten Parkplatz gibt es keine Ladestation, deshalb ist er froh um diese Möglichkeit. Die Ladestation an der Eichmattstrasse umfasst zwei Parkplätze und ist Teil eines Pilotprojekts für Quartiere, das von der Stadt, ewl Energie Wasser Luzern und weiteren Partnerfirmen durchgeführt wird.
Wichtig ist: Mit einem Elektroauto muss man gut planen. «Ich finde immer einen Zeitpunkt, um das Auto zu laden», denn es seien vorwiegend Personen aus dem Quartier, welche die Ladestation benutzen, weiss Flavio Waser. «Ich kenne inzwischen die Elektroautos und die Gewohnheiten, wer wann sein Fahrzeug lädt.» Sehr praktisch sei die App, über die er sich vorgängig über freie Ladeplätze in der Stadt informiere. «Ich lade lieber vorausschauend und einmal mehr an der Station im Quartier, damit die Batterie immer gut befüllt ist und ich mit dem Auto auch kurzfristig abends wegfahren kann.» Sein Elektroauto nutzt der Sportbegeisterte vorwiegend in der Freizeit, da er sehr aktiv in einem Unihockeyklub in der Agglomeration ist. «Mit Material und wegen der Zeitersparnis ist es praktisch, mit dem Elektroauto unterwegs zu sein.» Zur Arbeit fährt er mit dem Velo. Für die Zuverlässigkeit derStation findet Flavio Waser nur lobende Worte. «Die Ladestation ist gut unterhalten und störungsfrei.»