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18. Juni 2026
Eine vielfältige, innovative und krisenresistente Wirtschaft leistet einen zentralen Beitrag zu Wohlstand, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Lebensqualität in der Stadt Luzern. Eine datengestützte Studie des KOF-Instituts der ETH Zürich gibt umfassende Einblicke in die städtische Wirtschaft zur Identifizierung von zukunftsweisenden Themenschwerpunkten. Diese dient als Grundlage zur Entwicklung von sogenannten Innovationszellen, um den Standort für die Zukunft zu stärken. Erste Abklärungen für eine Innovationszelle zum Thema «Wassersysteme und Infrastruktur» liegen bereits vor.

Im Detail

Eine Massnahme des strategischen Wirtschaftsleitbilds der Stadt Luzern (SWL) betrifft die Identifizierung zukunftsweisender Themen- und Innovationsschwerpunkte. Daraus werden sogenannte Innovations-zellen entwickelt. Innovationszellen dienen dazu, innovationsorientierten Kooperationen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand einen institutionellen Rahmen zu geben und diese dauerhaft zu verankern.

KOF-Studie zeigt zukunftsweisende Themengebiete auf

Die Stadt Luzern hat beim KOF-Institut der ETH Zürich eine datengestützte Studie in Auftrag gegeben. Ziel der Studie war es, die wirtschaftlichen, technologischen und wissenschaftlichen Stärken der Stadt Luzern zu analysieren und zukunftsweisende Themenschwerpunkte für den Aufbau von Innovationszellen zu ermitteln. Für die Studie wurden verschiedene Datenquellen genutzt, darunter Standort-, Branchen- und Sektor-Analysen, Informationen zu wissenschaftlichen Publikationen und Patenten, Daten zu Innovationsaktivitäten von Unternehmen (z. B. über deren Webseiten), Projekte der Innosuisse (Schweizerische Agentur für Innovationsförderung) sowie Stellenanzeigen und Jobprofile. Diese Daten wurden mit globalen Zukunftstrends abgeglichen und durch Experteninterviews ergänzt. So entstand ein Überblick darüber, wo Luzern heute steht und welche Chancen sich für die Zukunft bieten. Mitberücksichtigt wurden dabei auch die Potenziale der Agglomerationsgemeinden.

Drei zukunftsweisende Themenschwerpunkte

Die Stadt Luzern hat die Ergebnisse der KOF-Studie analysiert und will drei vielversprechende Themenschwerpunkte mit hohem Innovationspotenzial vertieft prüfen:

  • Digitale Technologien: Luzern verfügt über starke Kompetenzen in KI, Datenwissenschaften und IT-Sicherheit. Verschiedene Organisationen sind bereits aktiv. Da es in der Schweiz jedoch bereits ähnliche Initiativen gibt (z. B. KI-Hub Zürich), ist für Luzern eine eigene Nische zu finden.
  • Wassersysteme und Infrastruktur: Das Thema «Wasser» ist ein globaler Megatrend mit hoher Produktivität. Private Organisationen wie die GWF AG und «Wasser für Wasser» (WfW) arbeiten bereits gemeinsam mit der Stadt Luzern an einer Innovationszelle im Wassersektor. Zudem bringen diese beiden Organisationen das Sekretariat des «Swiss Water Partnership» nach Luzern. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Luzern als nationalen Knotenpunkt für Wasserthemen zu verankern.
  • Umweltprozesstechnologien und zirkuläre Systeme: Dieser Bereich verbindet Recycling, Energieeffizienz und Materialinnovationen und passt gut zur regionalen Wirtschaft (z. B. REAL Luzern, SOVAG Emmenbrücke). Die Umwelttechnologie gilt als eine der am schnellsten wachsenden Branchen weltweit.

In einem nächsten Schritt erfolgt nun die vertiefte Analyse dieser Themenschwerpunkte anhand von Kriterien wie Neuheitsgrad, Zukunftspotenzial, Wirtschafts­potenzial usw. Je nach Ergebnis werden dann konkrete Innovationszellen im Detail ausgearbeitet.

Ein vierter in der Studie identifizierter Themenschwerpunkt ist «Bau, Holz und Gebäudesysteme», der Kompetenzen in den Bereichen Material- und Werkstoffinnovationen, modulare Bausysteme sowie Innenausbau-, Finish- und Gebäudehüllen­technologien umfasst. Aus Sicht der Stadt Luzern sollte dieser Themenschwerpunkt ebenfalls weiterverfolgt werden, allerdings eher im kantonalen Kontext. Dadurch könnte die gesamte Wertschöpfungskette vom Holz aus dem Wald über die Sägereien bis zum Gebäudesystem abgedeckt werden.

Innovationszelle im Wassersektor

Für die Innovationszelle zum Thema «Wassersysteme und Infrastruktur» wird von der Stadt Luzern, der GWF AG und «Wasser für Wasser» (WfW) ein Konzept erarbeitet. Dabei wird insbesondere geprüft, ob eine breite Trägerschaft privater und öffentlicher Akteurinnen und Akteure aufgebaut werden kann. Bestehende Kompetenzen sollen gebündelt, neue Kooperationsräume geschaffen und Innovationen im Wassersektor gezielt ermöglicht werden. Dies soll dazu beitragen, Luzern als Wasserstadt inhaltlich und wirtschaftlich zu positionieren und weiterzuentwickeln. Den Rahmen dazu gibt das strategische Wirtschaftsleitbild der Stadt Luzern. Ziel ist, dass zum Aufbau der Innovationszelle «Wassersysteme und Infrastruktur» ein Verein gegründet werden kann.

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KOF-Studie Entwicklung Innovationszellen Medienmitteilung 18.06.2026 (PDF, 111 kB) Download 0 KOF-Studie Entwicklung Innovationszellen Medienmitteilung 18.06.2026
KOF-Studie vom 14.2.2026: Analyse zur Identifizierung zukunftsweisender Themenschwerpunkte für Entwicklung von Innovationszellen (PDF, 5 MB) Download 1 KOF-Studie vom 14.2.2026: Analyse zur Identifizierung zukunftsweisender Themenschwerpunkte für Entwicklung von Innovationszellen