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22. April 2026
Im Rahmen des Projekts StadtWildTiere soll in den anstehenden Frühlings- und Sommernächten erforscht werden, welche Fledermausarten in den Stadtteilen Littau und Reussbühl unterwegs sind. Die Bevölkerung ist eingeladen, mitzumachen.

Im Detail

In der Stadt Luzern sind zirka 15 Fledermausarten beheimatet. Aufgrund ihrer nachtaktiven Lebensweise werden sie von der Bevölkerung nur selten wahrgenommen. Das Projekt StadtWildTiere Luzern (siehe Box) widmet sich 2025 und 2026 den Flugkünstlern. Ziel ist, mehr Wissen zu sammeln sowie die Bevölkerung für die Tiere zu sensibilisieren. Das Besondere: Die Bevölkerung darf und soll mitforschen.

Für Fledermäuse sind Ultraschallrufe bei ihrer Orientierung und beim Jagen zentral. Sind sie unterwegs, stossen sie praktisch nonstop diese Laute aus. Da jede Fledermausart ihre typischen Ultraschallrufe hat, kann in der Regel anhand dieser Rufe festgestellt werden, welche Art wo unterwegs ist.

Bereits 2025 haben in der Stadt Luzern 140 Freiwillige an 120 Standorten rund 25’000 Fledermausrufe aufgenommen. Expertinnen konnten zehn verschiedene Arten nachweisen. Darunter befand sich auch die Alpenfledermaus – der erste Nachweis dieser Art in der Stadt (siehe Mitteilung vom 10.11.2025).

Diesen Frühling und Sommer wird die Aktion wiederholt, mit Fokus auf die Stadtteile Littau und Reussbühl. Aus diesen Stadtteilen gibt es noch etwas weniger aufgezeichnete Fledermausrufe. Erneut sollen an schönen Nächten möglichst viele Ultraschall-Aufnahmen gemacht werden.

So funktioniert es

Interessierte erhalten per Post ein Mitmach-Päckli mit einem kleinen Aufnahmegerät, einer sogenannten AudioMoth, sowie einer Anleitung. Das Gerät wird an einem frei gewählten Abend zwischen Mai und Ende August 2026 im Freien aufgehängt, am nächsten Tag eingesammelt und zurückgeschickt. Im Herbst 2026 erfahren die Teilnehmenden, welche Fledermausarten in ihrer Umgebung unterwegs waren.

Weitere Wildtierbeobachtungen gesucht

Gesucht sind ausserdem Beobachtungen zu nachtaktiven Tieren im ganzen Stadtgebiet. Dazu gehören auch Sichtungen von Fussspuren, Frassspuren oder anderen Hinweisen (Baue, Liegeplätze etc.) von Wildtieren wie Igeln, Dachsen, Füchsen, Glühwürmchen und Eulen. Diese können auf der Meldeplattform der Website StadtWildTiere.ch erfasst werden (https://luzern.stadtwildtiere.ch/meldenExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.). Alle Meldungen werden von Fachleuten geprüft.

Einblick in die Welt der Fledermäuse und Infos zur Mitmachaktion

Am Dienstag, 28. April 2026, um 18.30 Uhr findet im Museum Luzern am Kasernenplatz ein Informationsabend statt. Eine Expertin des Kantons präsentiert einen Überblick über die Fledermäuse in der Stadt. Zudem berichtet eine Mitarbeiterin der Pflegestation aus ihrer Arbeit mit in Not geratenen Tieren. Nicht zuletzt erfahren Interessierte, wie sie sich am Fledermausprojekt beteiligen können (zur Anmeldung: https://luzern.stadtwildtiere.ch/agendaExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.).

StadtWildTiere Luzern: Eine starke Trägerschaft

Das Projekt StadtWildTiere Luzern wurde 2018 ins Leben gerufen und verfolgt das Ziel, Wildtiere in Siedlungsgebieten zu erforschen, zu schützen und zu fördern. An der Projektträgerschaft beteiligen sich sechs lokale Organisationen und Institutionen: die Stadt Luzern, der WWF Luzern, die Ornithologische Gesellschaft der Stadt Luzern, Pro Natura Luzern, das Museum Luzern und BirdLife Luzern. Finanziert wird das Projekt durch die Stadt Luzern mit Unterstützungsbeiträgen der Albert Koechlin Stiftung AKS sowie dem ewl Ökofonds.

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Fledermäuse in Littau und Reussbühl Medienmitteilung 22.04.2026 (PDF, 100 kB) Download 0 Fledermäuse in Littau und Reussbühl Medienmitteilung 22.04.2026