Besonders während der Sommermonate ist ein Ausflug auf die Tribschener Halbinsel lohnenswert. Der Dichterkomponist Richard Wagner schrieb einst an seinen grossen Gönner, den Bayernkönig Ludwig II.: «Wohin ich mich aus meinem Hause wende, bin ich von einer wahren Wunderwelt umgeben: ich kenne keinen schöneren Ort auf dieser Welt, keiner heimischeren als diesen.»
Eine kleine Ausstellung im Treppenaufgang erinnert daran, dass vor 150 Jahren im Landsitz Tribschen eine Uraufführung stattfand. Zum Geburtstag seiner frisch vermählten Frau Cosima komponierte Wagner ein kleines Ständchen. Erstmals ist es am 25. Dezember 1870 im Treppenhaus gespielt worden. Cosima hat noch geschlafen und wurde auf diese Weise geweckt. Das Stück ist heute unter dem Titel «Siegfried-Idyll» bekannt. Damals hiess es noch «Tribschener Idyll». Die Notenhandschrift von Wagner ist als Faksimile im Museum zu besichtigen. Das wertvolle Original hingegen wird im Tresor der ZHB in Luzern aufbewahrt.
Sonderausstellung
Die Sonderausstellung zu Richard Wagners Sohn Siegfried unter dem Titel «So wird mir der Weg gewiesen» ist verlängert worden und kann bis zum 30. November 2020 besichtigt werden. Siegfried Wagner musste das Vermächtnis seines Vaters bewahren und fortführen. Die Sonderausstellung thematisiert seine künstlerischen Fähigkeiten sowie die gesellschaftlichen Zwänge, unter denen er litt: Trotz seiner Homosexualität gründete er eine Familie, um die Dynastie zu sichern.
Schutzmassnahmen
Aufgrund des Coronavirus finden momentan keine Veranstaltungen und keine Gruppenführungen statt. Die Distanz- und Hygieneregeln des Bundes müssen auch im Richard Wagner Museum eingehalten werden.
Sommercafé beim Museum
Bei guter Witterung ist das Sommercafé beim Museum bis Ende September täglich geöffnet.
Weitere Informationen
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| Richard Wagner Museum Medienmitteilung 03.06.2020 (PDF, 283 kB) | Download | 0 | Richard Wagner Museum Medienmitteilung 03.06.2020 |