Im Zentrum der Diskussion stand die vom Stadtrat vorgeschlagene Leitidee einer dezentralen «Quartier-Expo» unter dem Motto «Mis Quartier, mini Stadt, mini Wält». Grundsätzlich wurde parteiübergreifend anerkannt, dass das Jubiläum eine Chance bietet, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die Vielfalt der Luzerner Quartiere sichtbar zu machen.
Mehrere Fraktionen kritisierten jedoch den aus ihrer Sicht noch zu wenig konkret ausgearbeiteten Bericht und Antrag. Insbesondere Fragen zur Verwendung des vorgesehenen Kredits von 5,2 Mio. Franken, zur Projektorganisation, zu den Vergabekriterien sowie zum Einbezug der Quartiere und Vereine wurden aufgeworfen. Verschiedene Kommissionsmitglieder betonten, dass die Projektleitung und die Unterstützung der Quartiere entscheidend für das Gelingen des Jubiläums seien. Die Kommission nahm zur Kenntnis, dass die Vorlage bewusst als Rahmen konzipiert worden ist.
Im Rahmen der Detailberatung überwies die Kommission fünf Protokollbemerkungen. Diese verlangen geeignete Unterstützungsmassnahmen für eine flächendeckende Umsetzung in allen Quartieren (9 zu 0 Stimmen), die Möglichkeit, das Jubiläumsmotto im weiteren Verlauf anzupassen (7 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen), die aktive und freiwillige Einbindung von Menschen mit nichtdeutscher Erstsprache, religiösen Gemeinschaften und weniger sichtbaren Quartieren (9 zu 0 Stimmen), barrierefreie Veranstaltungen und Projekte (9 zu 0 Stimmen) sowie transparente Vergabekriterien und den Einbezug der BKSK bei deren Ausarbeitung (8 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung).
Abgelehnt wurden zwei Protokollbemerkungen. Die erste fordert bei der Ausschreibung für die Projektleitung einen Fokus auf Erfahrung in soziokultureller Animation (1 zu 8 Stimmen). Die zweite Protokollbemerkung verlangt bei den Vergabekriterien verbindliche Vorgaben zu Mobilität, Materialeinsatz und Verpflegung; das Jubiläum müsse mit dem Strategieschwerpunkt «Klimafreundliche Stadt» kohärent sein (4 zu 5 Stimmen).
Ein Antrag auf die Unterstützung bestehender Veranstaltungen und Anlässe («Gefäss 3») zu verzichten und das Budget um 1 Mio. Franken zu kürzen, wurde mit 4 zu 5 Stimmen abgelehnt. Der Antrag soll dem Grossen Stadtrat als Minderheitsantrag vorgelegt werden.
Die Kommission empfiehlt dem Grossen Stadtrat, den Sonderkredit von 5,2 Mio. Franken für die Aktivitäten 850 Jahre Stadt Luzern sowie den Nachtragskredit zum Budget 2026 von 0,2 Mio. Franken zu bewilligen (4 zu 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen).
Der Bericht und Antrag 7/2026 wird an der Sitzung des Grossen Stadtrates vom 21. Mai 2026 behandelt.
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| Bildungs-, Kultur- und Sportkommission Medienmitteilung 19.05.2026 (PDF, 99 kB) | Download | 0 | Bildungs-, Kultur- und Sportkommission Medienmitteilung 19.05.2026 |