Im Detail
Um den über mehrere Jahre gestiegenen krankheitsbedingten Absenzen entgegenzuwirken, führte die Stadt Luzern ab 2021 verschiedene Massnahmen ein. Dazu wurde das auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt «Betriebliches Case-Management» lanciert, das im Januar 2023 startete und später bis Ende 2026 verlängert wurde. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich das Case-Management positiv auf Langzeiterkrankungen sowie die Wiedereingliederung erkrankter Mitarbeitender auswirkt. Mitarbeitende fühlen sich besser unterstützt, Vorgesetzte werden entlastet und die Zusammenarbeit mit externen Stellen hat sich verbessert. Das Pilotprojekt erreichte über die letzten drei Jahre eine durchschnittliche Wiedereingliederungsquote von 77 Prozent. Damit liegt die Stadt Luzern über den Vergleichswerten anderer Städte oder Verwaltungen (67–70 Prozent).
Organisation
Das betriebliche Case-Management ist für alle Mitarbeitenden zuständig, die nach städtischem Recht angestellt sind. Lehrpersonen – bei der Stadt Luzern nach kantonalem Recht angestellt – werden hingegen durch das Case-Management der Dienststelle Volksschulbildung (DVS) des Kantons Luzern betreut. Für die Umsetzung des Case-Managements stehen drei Modelle zur Verfügung: ein internes Modell, eine externe Lösung über die Krankentaggeldversicherung oder ein kombiniertes (hybrides) Modell. Der Stadtrat bevorzugt die hybride Variante, die sich bereits im Pilotprojekt durch Flexibilität, Wahlfreiheit für Mitarbeitende und Effizienz bewährt hat.
Bedeutung
Die konsequente Implementierung des betrieblichen Case-Managements ist für die Stadt Luzern von strategischer Bedeutung. Sie ermöglicht es, Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu priorisieren und damit die Rolle der Stadt als verantwortungsbewusste Arbeitgeberin weiterzuentwickeln. Dies trägt gleichzeitig zur Attraktivität der Stadt als Arbeitgeberin bei und unterstützt das Employer Branding. Ohne ein wirksames Case-Management besteht die Gefahr von längeren Krankheitsfällen, einem Qualitätsverlust in der Fallführung sowie erhöhter Kosten.
Nächste Schritte
Der Stadtrat beantragt für die definitive Einführung des betrieblichen Case-Managements in der Stadt Luzern ab 2027 einen Sonderkredit von 2,25 Mio. Franken. Der Bericht und Antrag 17/2026 «Betriebliches Case-Management in der Stadt Luzern» wird voraussichtlich an der Sitzung des Grossen Stadtrats vom 25. Juni 2026 beraten.
Link:
Bericht und Antrag 17/2026: «Betriebliches Case-Management in der Stadt Luzern. Definitive Einführung. Sonderkredit»
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| Einführung Case-Management Medienmitteilung 18.05.2026 (PDF, 100 kB) | Download | 0 | Einführung Case-Management Medienmitteilung 18.05.2026 |