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23. August 2021
Die Versorgung für ältere Menschen soll weiterentwickelt werden. Der Stadtrat prüft eine organisatorische Zusammenführung von Viva Luzern, Spitex Stadt Luzern und Vicino Luzern.

Anteil der über 65-jährigen Personen in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen. In dieser Lebensphase möchten ältere Menschen in altersgerechten, bezahlbaren Wohnungen in den Quartieren leben. Zudem benötigen sie schrittweise Zugang zu Dienstleistungen (Einkaufs-, Reinigungs- oder Mahlzeitendienst, Pflege und Betreuung) und eine geeignete Infrastruktur (nahe Einkaufsmöglichkeiten und öffentlicher Verkehr).

Aus einer Hand

Der Stadtrat hat sich für eine Weiterentwicklung der Alterspolitik durch Stärkung der «integrierten Versorgung» entschieden. Bereits heute bestehen vielfältige Kooperations- und Netzwerklösungen. In einem nächsten Schritt soll die Zusammenführung von Viva Luzern, Spitex Stadt Luzern und Vicino Luzern zu einem Unternehmen geprüft werden. Mit dieser integrierten Organisation sollen ambulante und stationäre Dienstleistungen aus einer Hand bezogen werden können. Die Stadt Luzern arbeitet bereits heute sehr eng mit diesen drei Institutionen zusammen. Viva Luzern ist eine stadteigene Organisation im stationären Bereich. Spitex Stadt Luzern ist die Organisation im ambulanten Bereich mit dem städtischen Auftrag zur Grundversorgung. Und Vicino Luzern übernimmt im Auftrag der Stadt die Funktion einer niederschwelligen Anlauf- und Beratungsstelle für ältere Menschen in den Quartieren.

Verantwortliche Personen
Christian Vogt (Co-Präsident Vicino Luzern), Armida Raffeiner (Projektleiterin), Stadtrat Martin Merki, Christoph Buerkli (Präsident Spitex Stadt Luzern), Rolf Krummenacher (Verwaltungsratspräsident Viva Luzern).

Betreuung, Pflege, Wohnen

Mit einer organisatorischen Zusammenführung unter einem Dach hätte die Stadt die einmalige Chance, in der stationären, ambulanten und vorgelagerten Altersversorgung eine gemeinsame Ausrichtung zu finden und von Synergien zu profitieren. Ein wichtiger Baustein der Versorgungskette ist auch das Wohnen, weshalb die städtischen Alterswohnungen dem neuen Unternehmen im Baurecht abgegeben werden sollen.

Integrierte Versorgung

Das Projekt steht erst am Anfang und es gibt noch viele Fragen zu klären. Viva Luzern, Spitex Stadt Luzern und Vicino Luzern sehen im Vorhaben Chancen für eine innovative Weiterentwicklung des Angebots für die älteren und unterstützungsbedürftigen Menschen. Sie sind bereit, sich gemeinsam mit der Stadt auf den Weg zu machen und Lösungen für die integrierte Versorgung vertieft zu prüfen.

Detailkonzepte bis 2023

Bis Anfang 2023 sollen Konzepte erstellt werden, um Fragen der Versorgungsstruktur, der Steuerung und Finanzierung, der Organisationsform sowie der optimalen Information und Beratung älterer Menschen zu klären.

Spaziergänge für Ältere

In der Broschüre «Spaziergänge für ein gesundes Altern» führen sechs von den 18 beschriebenen Spaziergängen über die Stadtgrenzen hinaus. In den Nachbargemeinden gibt es einiges zu entdecken: die Kapelle Dottenberg, das Landgut Hünenberg, das Tramhüsli, die Villa Krämerstein, den Amlehngarten und das Schloss Meggenhorn. Jeder Spaziergang wird beschrieben und auf einem Kartenausschnitt veranschaulicht, ergänzt durch nützliche Informationen und Kurztexte zu historischen Begebenheiten. Auch Orte der Begegnung und persönliche Quartiergeschichten finden sich in der Broschüre. Im Sinne von «Entdecken – Bewegen – Begegnen» soll die ältere Bevölkerung dazu angeregt werden, die Quartiere und Nachbargemeinden spazierend neu zu entdecken. Die Broschüre kann beim Empfang im Stadthaus, in den Quartierbüros oder bei einem der drei Standorte von Vicino Luzern unentgeltlich bezogen werden.

Altersfreundliche Stadt

Seit Mai dieses Jahres ist die Stadt Luzern Mitglied im WHO-Netzwerk der altersfreundlichen Städte. Ein umfassender Bericht über die Altersfreundlichkeit der Stadt Luzern hat die WHO überzeugt. In den Bereichen Mobilität, Wohnen, öffentlicher Raum und Freiwilligenarbeit wurde jedoch auch Verbesserungspotenzial festgestellt. «Die Mitgliedschaft wird uns zusätzlich helfen, die Altersfreundlichkeit regelmässig zu überprüfen und weiterzuentwickeln», sagt Sozial- und Sicherheitsdirektor Martin Merki.

 

Simon Rimle, Leiter Stelle für Kommunikation

 

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