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23. August 2021
Der Stadtrat will für das Neue Luzerner Theater einen Architekturwettbewerb durchführen. Am Theaterplatz soll ein neuer, innovativer und einzigartiger Kulturort entstehen.

Die Projektierungsgesellschaft für ein Neues Luzerner Theater hat in den letzten eineinhalb Jahren ein Konzept erarbeitet, das die Vorgaben für das Wettbewerbsverfahren enthält. Die Mitglieder der Projektierungsgesellschaft haben anlässlich einer Medienkonferenz vom 2. Juli 2021 die hohe Bedeutung des Luzerner Theaters heute und das Potenzial eines attraktiven Neubaus für zukünftige Publikumsgenerationen und Kulturschaffende unterstrichen. Dabei sind sie vom Standort am traditionsreichen Theaterplatz weiterhin absolut überzeugt.

Zweistufiges Wettbewerbsverfahren

Die Projektierungsgesellschaft und auch der Stadtrat entschieden sich nach Erörterung verschiedener Optionen für die Durchführung eines zweistufigen anonymen Projektwettbewerbs nach SIA 142. Damit kann in der ersten Stufe ein breiter Fächer an guten Ideen für das Neue Luzerner Theater evaluiert werden. In der zweiten Stufe werden zehn bis zwölf der vielversprechendsten Entwürfe weiter konkretisiert. So soll am Ende ein innovatives, qualitativ hochstehendes Projekt resultieren. Als Präsident für das Fachpreisgericht konnte der aus der Region Luzern stammende Zürcher Architekt Patrick Gmür gewonnen werden. Ferner engagieren sich internationale, nationale und regionale Persönlichkeiten mit hoher Fachkompetenz. Das Sachpreisgericht wird durch die Auftraggebenden besetzt. Hier geht es darum, dass die Stimme der Nutzenden und der Bestellenden ins Verfahren einfliesst.

Verantwortliche vor dem Theater
Die Projektierungsgesellschaft Neues Luzerner Theater (von links): David Keller (Geschäftsführer Arthur-Waser-Stiftung), Michael Haefliger (Intendant Lucerne Festival), Beat Züsli (Stadtpräsident und Präsident Projektierungsgesellschaft), Ina Karr (Intendantin Luzerner Theater), Arthur Waser (Mäzen), Birgit Aufterbeck Sieber (Präsidentin Stiftung Luzerner Theater), Marcel Schwerzmann (Regierungsrat, Bildungs- und Kulturdirektor Kanton Luzern), Rosie Bitterli Mucha (Projektkoordinatorin Neues Luzerner Theater), Manuel Kühne (Delegierter t.Zentralschweiz). Es fehlt: Numa Bischof Ullmann, Intendant Luzerner Sinfonieorchester.

Raum zwischen Reuss und zur Jesuitenkirche

Grundsätzlich wird dem Wettbewerb der für die Testplanung angenommene Perimeter zugrunde gelegt. Es ist das Ziel des Stadtrates, im Rahmen des Projektwettbewerbs insbesondere die Fragen des Abstands zur Reuss und zur Jesuitenkirche offen anzugehen und aufgrund der eingehenden Projekte festlegen zu können, welche Vorschläge im Einzelnen überzeugen.

Ein Siegerprojekt Anfang 2023

Der Start für den Wettbewerb ist für Ende 2021 geplant. Der Stadtrat will voraussichtlich Anfang 2023 ein Siegerprojekt öffentlich präsentieren. Aufgrund einer Schenkung der Arthur-Waser-Stiftung von 1 Mio. Franken beläuft sich die Nettobelastung für die Stadt Luzern auf 1,45 Mio. Franken.

Simon Rimle, Leiter Stelle für Kommunikation

 

Ein Theater für alle

Das Neue Luzerner Theater soll durch die ausstrahlende Architektur die Menschen anziehen und begeistern. Unter folgenden Eckwerten für den künftigen Theaterbetrieb wird geplant:

Schauspiel, Tanz, Oper

Altbekannt und bewährt sind die Ausrichtung als Drei-Sparten-Haus mit Schauspiel, Tanz und Oper, wobei Letzterer mit einer sehr guten Akustik besonderes Augenmerk gilt. Wie heute soll das Haus mit einer eigenen künstlerischen Leitung geführt sein. Neben Eigenproduktionen sollen auch Gastspiele, Rahmenveranstaltungen und dergleichen stattfinden.

Drei Säle

Es soll drei Veranstaltungsräume geben, allen voran einen grossen Theatersaal für rund 600 Personen, und ein vielfältig nutzbares Foyer.

Zusammenarbeit

Neu gegenüber heute soll die weitere Öffnung sein zu den Partnern in Luzern wie Lucerne Festival, Luzerner Sinfonierochester sowie den freien Gruppen aus Stadt und Land. Mit ihnen will das Neue Luzerner Theater vermehrt zusammenarbeiten oder die Infrastruktur für eigene Projekte zur Verfügung stellen.

Treffpunkt

Das Neue Luzerner Theater soll ganzjährig geöffnet sein. Ein attraktives Theaterrestaurant für Künstlerinnen und Künstler, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Bevölkerung soll das Angebot abrunden.

 

Weitere Informationen:
www.neuestheater.stadtluzern.ch

 

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Stadtmagazin Nr. 3/2021

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