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18. Dezember 2023
Das deutliche Abstimmungsresultat zur Initiative «Die Määs muss auf dem Inseli bleiben!» ist für Stadträtin Manuela Jost kein Entscheid gegen ein grünes Inseli: Mit einem Studienauftrag wird geprüft, wo zusätzliche Grünflächen entstehen können.

Bild oben: Baudirektorin Manuela Jost: «Nicht nur die Määs, sondern auch der Standort Inseli hat Tradition. Diese Tradition wollen die Luzernerinnen und Luzerner weiterhin pflegen.»

Von Urs Dossenbach

Fast 70 Prozent der Stadtluzerner Stimmberechtigten haben die Initiative «Die Määs muss auf dem Inseli bleiben!» gutgeheissen. Waren Sie vom klaren Resultat überrascht?

Ja, die Deutlichkeit hat mich sehr überrascht. Sie zeigt, welch grossen Stellenwert die Määs in der Bevölkerung hat und wie wichtig ihr der Standort Inseli ist.

Was sind aus Ihrer Sicht die Gründe für das Ja?

Die Mehrheit der Stimmenden ist überzeugt, dass das Inseli mit seinem Baumbestand und mit seiner zentralen, mit dem öffentlichen Verkehr gut erschlossenen Lage am See massgeblich zur Attraktivität der Lozärner Määs beiträgt. Nicht nur die Määs, sondern auch der Standort selbst hat Tradition. Diese Tradition wollen die Luzernerinnen und Luzerner weiterhin pflegen.

2017 wurde die Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» gutgeheissen. Sie forderte, dass der ehemalige Carparkplatz als grüner Freiraum gestaltet wird. Ist das nun vom Tisch?

Der Entscheid für die Määs ist kein Entscheid gegen eine Begrünung des Inseli. Ziel der Neugestaltung ist, weiterhin Platz für die Määs und insbesondere für die grossen Fahrgeschäfte zu bieten und gleichzeitig den ehemaligen Carparkplatz aufzuwerten. Dieser wird sicher nicht zu einer grünen Wiese, aber wir wollen so viel Grün wie möglich.

Wie soll das gehen?

Bereits heute ist klar, dass es mehr Grün braucht, um den wertvollen Baumbestand entlang des Inseliquais zu erhalten. Damit die Wurzeln der Bäume genügend Platz haben, müssen rund 500 Quadratmeter Grünfläche geschaffen werden. Im Rahmen eines Studienauftrags werden wir prüfen, ob und wo allenfalls weitere grüne Flächen möglich sind.

Wann wird das Inseli neu gestaltet?

Wir werden einen Studienauftrag mit mehreren Teams durchführen. Erste Resultate sollten Ende 2024 vorliegen. Anschliessend wird das Vor- sowie das Bau- und Auflageprojekt erarbeitet. Ziel ist, 2027 beim Grossen Stadtrat einen Sonderkredit für die Ausführung zu beantragen. Läuft alles nach Plan, könnte das Inseli 2028 neu gestaltet werden.

Gefordert wurde mit der Initiative auch, dass das Ein- und Umsteigen in Cars beim Inseli weiterhin gewährleistet sein muss. Wie wollen Sie das umsetzen?

Diese Forderung ist aus Sicht des Stadtrates bereits umgesetzt. Mit den beiden im Juni 2023 am Inseliquai in Betrieb genommenen Halteplätzen, mit den geplanten Halteplätzen vor dem Bahnhof sowie mit den bereits vorhandenen zwei Halteplätzen beim Bahnhofquai stehen genügend Kapazitäten zur Verfügung.

 

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