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27. October 2021
Gewinner des Anerkennungspreises Quartierleben 2021 ist der Verein Seed of Change. Seed of Change ist ein junger, im Quartier Untergrund verankerter Verein. Er hat zum Ziel, Projekte zur Aufwertung des Quartiers rund um die Bern-, Basel- und St. Karlistrasse durchzuführen und zu fördern. Die Projekte sollen Beziehungen ermöglichen, Gemeinschaften stärken und/oder Objekte durch künstlerische Eingriffe verschönern.

Der Verein Seed of Change ist der vierte Preisträger, der den mit 5000 Franken dotierte Anerkennungspreis Quartierleben der Stadt Luzern entgegennehmen darf. Übergeben wurde der Preis gestern, 26. Oktober 2021, anlässlich der Quartierkonferenz (siehe Kasten). Der erste Preis ging 2018 an die Chrampfergruppe Grenzhof, der zweite 2019 an den Verein Kinderfest Littau und der dritte an verschiedene Jugendverbände. Die Stadt würdigt mit dem Anerkennungspreis wirkungsvolles Engagement zugunsten lebendiger Quartiere.

Gewinnerfoto Seed of Change
Matthias Leutwyler (von links) und Andreas Müller als Vertreter von Seed of Change, zusammen mit Stadtrat Martin Merki (Quelle: Stadt Luzern)

Engagement für Quartier Basel-/Bernstrasse

Dem Verein Seed of Change gehören derzeit zwei Familien und zwei Einzelpersonen an: Andrea und Andreas Müller, Karin und Matthias Leutwyler, Sandro Schmid und Patrick Kaiser. Sie sind langjährige Freunde mit dem Traum, nahe beieinander zu wohnen. Vor rund drei Jahren haben sie es geschafft, nun wohnen alle im Quartier BaBeL. BaBeL steht für Basel-, Bernstrasse Luzern. Der Verein Seed of Change setzt sich unter anderem für mehr Wertschätzung für das Dammgärtli im BaBeL-Quartier ein. Das Dammgärtli befindet sich zwischen der St. Karli-Brücke und der Damm- und Sentimattstrasse und ist eine der wenigen Grünflächen im sehr dicht bebauten und verkehrstechnisch stark belasteten Quartier Basel-/Bernstrasse. In den letzten zwei Jahren wurde während je einer Woche im Sommer mit rund 100 Freiwilligen an der Dammwand, dem Löwenwagen und der Rutschbahn gemalt und gebastelt. 2020 wurde zudem der Unterstand auf der Grünanlage verschönert. Stets haben Menschen unterschiedlichster Herkunft mitgeholfen - an der Baselstrasse leben Menschen aus über 70 Ländern. Die Aktionen wurden jeweils mit einem grossen Fest gefeiert. Auch hat sich dank dieser Anlässe auf Whatsapp ein «Quartierchat» gebildet. Dort wird unter etwa zu Grillabenden und anderen Anlässen eingeladen.

Integrationsprojekt «Stadion Untergrund»

Seed of Change hat sich ausserdem auch im Sentitreff engagiert: Der interkulturelle Verein Sentitreff an der Baselstrasse hat seit Jahren an den EM- und WM-Fussballturnieren Public-Viewings organisiert. Dies stets zusammen mit Menschen aus dem Quartier sowie Treffbesuchenden. Dieses Jahr wollten die beiden Vereine ihre Kräfte bündeln, um im Juni und Juli 2021 die EM zu übertragen. Auch dank dem Einsatz von Seed of Change war es möglich, das wohl integrativste Public-Viewing der Stadt erneut erfolgreich durchzuführen. Das Integrationsprojekt lief unter dem Namen «Stadion Untergrund» und brachte, auch dank eines tollen Verpflegungs- und Spielangebot, viele unterschiedliche Menschen im Innenhof des Sentitreffs zusammen. 

Beziehungen und Begegnungen stehen für Seed of Change im Vordergrund. Ziel: Das Quartier soll weniger anonym werden. Andreas Müller sagt: «Das Ergebnis selber steht nicht im Fokus, viel wichtiger ist das Projekt selber: Zusammen mit Kindern und der ganzen Gemeinschaft am gleichen Strick ziehen, sich vernetzen und gemeinsam etwas erarbeiten ist das Wertvollste.» Zum Gewinn des Anerkennungspreises sagt Müller: «Wir haben noch keinen konkreten Plan, was wir mit dem Gewinn machen, die Überraschung muss sich erst mal legen. Unser Engagement ist aber noch lange nicht fertig. Der Preis ermöglicht uns die Freiheit, Neues zu planen und auszuprobieren.» 

Sozial- und Sicherheitsdirektor Martin Merki sagte gestern an der Quartierkonferenz: «Ich bin beeindruckt, wie alle Nominierten auf ihre Art einen tollen Beitrag zum Quartierleben leisten. Allen ist es gelungen, die Gemeinschaft einzubinden, auch wenn die Projekte sehr verschieden sind.»
 

Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit

Der jährliche Anerkennungspreis Quartierleben richtet den Fokus auf ein ausgewähltes Projekt, das beispielhaft das vielfältige ehrenamtliche Engagement aufzeigt, welches das Leben in den Quartieren der Stadt belebt. Eine Jury mit Mitgliedern aus den Quartieren und der Stadtverwaltung bestimmt jeweils den Gewinner. Die Verleihung des Anerkennungspreises ist in die jährliche Quartierkonferenz eingebettet, an die jeweils alle Quartierkräfte der Stadt eingeladen sind. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, der grossen Anzahl Freiwilliger im Namen des Stadtrates Danke zu sagen. Alle Infos zum Anerkennungspreis samt Kurzvideos zu den Nominierten für den Preis 2021 finden sich unter www.quartierleben.stadtluzern.ch.

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