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3. May 2021
Der Stadtrat will das Angebot an Motoparkplätzen in der Stadt Luzern moderat erweitern. Zudem will er in einem Pilotprojekt testen, was für Auswirkungen Gebühren auf die Parkierung von Motorrädern haben. Der Grosse Stadtrat wird voraussichtlich am 10. Juni 2021 über die Einführung des Pilotprojektes im Löwengraben entscheiden.

Der Stadtrat hat 2017 ein Grundkonzept Parkierung mit dem Ziel erarbeiten lassen, die Parkierung von Fahrzeugen in der Stadt Luzern zu optimieren. 2020 hat der Grosse Stadtrat ein Konzept zur künftigen Autoparkierung genehmigt. Jetzt legt der Stadtrat dem Parlament ein Konzept für die Parkierung von Motorrädern vor. Sowohl das Grundkonzept Parkierung von 2017, als auch ein für die Motoparkierung erstellter Fachbericht kommen zum Schluss, dass das Angebot von Motoparkplätzen in der Stadt Luzern ausgebaut werden sollte. Zudem wird empfohlen, die Bewirtschaftung von Motopark­plätzen zu prüfen.

200 bis 300 zusätzliche Parkplätze

In der Luzerner Innenstadt sollen in den nächsten Jahren 200 bis 300 zusätzliche Motoparkplätze entstehen. Dazu werden in erster Linie Autoparkplätze umgenutzt. Mit dem Ausbau des Angebots will der Stadtrat erreichen, dass künftig weniger Motorräder wild oder auf Veloparkplätzen abgestellt werden. Da auf einem Autoparkplatz mindestens fünf Motorräder parkiert werden können, entspricht der moderate Ausbau zudem der städtischen Mobilitätsstrategie. Ein zentrales Ziel dieser ist die Förderung von flächeneffizienten Verkehrsmitteln. Die Erstellung der Motoparkplätze kostet rund 70'000 Franken.

Zweijähriges Pilotprojekt

Die revidierte Schweizerische Signalisationsverordnung, die seit in 1. Januar 2021 in Kraft ist, erlaubt neu, dass Gebühren für Motoparkplätze erhoben werden können. Der Stadtrat will deshalb ein zweijähriges Pilotprojekt starten. Er verspricht sich von einer Gebührenpflicht einen höheren Parkplatzumschlag und dass Dauerparkierer ihre Motorräder vermehrt auf privatem Grund parkieren. Der Pilotversuch soll zeigen, wie die Gebührenpflicht technisch umgesetzt werden kann und wie sie von den Motorradfahrenden akzeptiert wird.

60 Rappen pro Stunde

Der Pilotversuch soll im Löwengraben durchgeführt werden. Dieser Standort ist optimal, weil die Nachfrage nach Motoparkplätzen im Gebiet Altstadt sehr hoch ist und es in der Nähe des Löwengrabens keine weiteren Motoparkplätze gibt. Der Tarif richtet sich unter Berücksichtigung des Flächenbedarfs nach demjenigen für die Autoparkierung und beträgt pro Motorrad 60 Rappen pro Stunde während 24 Stunden. Die Gebühr wird an einer digitalen Sammelparkuhr bezahlt, an der das Nummernschild des Motorrads eingegeben werden muss. Elektro-Motos können nicht von der Gebührenpflicht befreit werden, da eine Unterscheidung von Elektro-Motos und Motos mit Verbrennungsmotoren durch die Kontrollorgane noch nicht möglich ist.

 

Link

Bericht und Antrag 9/2021 «Motoparkierung. Pilotprojekt zur Erhebung von Gebühren für Motoparkplätze am Löwengraben»

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Motorrad Parkierung Medienmitteilung 03.05.2021 Download 0 Motorrad Parkierung Medienmitteilung 03.05.2021