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9. September 2020
Die Taxibranche in der Stadt Luzern rechnet wegen der Corona-Pandemie für das laufende Jahr mit Umsatzeinbussen von mindestens 50 Prozent. Das stellt viele vor existenzielle Probleme. Deshalb erlässt der Stadtrat die Jahresgebühr 2020 zur Nutzung der Taxiplätze auf öffentlichem Grund um die Hälfte. Nun erstattet die Stadt den betroffenen Taxibetreiberinnen und
-betreibern noch dieses Jahr insgesamt rund 130'000 Franken zurück.
Die Taxibranche leidet noch immer stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. In der Stadt Luzern haben 16 Taxibetreibende (Firmen und Private) ihren Betrieb während des Lockdowns von Mitte März bis Mitte Mai 2020 komplett eingestellt. Andere haben ihr Personal um gut 50 Prozent reduziert, vereinzelt kam es auch zu Entlassungen. Gemäss Hochrechnungen der Stadt Luzern muss die Branche über das ganze Jahr 2020 mit Umsatzeinbussen von mindestens 50 Prozent rechnen. Aussicht auf Besserung besteht derzeit nicht. Die Stadt steht seit längerem im Austausch mit der Taxikommission, um Lösungen zu finden.
 
Die Lösung liegt nun vor und sieht für das Jahr 2020 wie folgt aus: Aufgrund der prekären Lage erlässt der Stadtrat den Taxifahrenden, die eine Bewilligung zur Nutzung der öffentlichen Taxi-standplätze in der Stadt Luzern haben, 50 Prozent der Nutzungsgebühren.
 
Aktuell belaufen sich diese Gebühren auf 2000 Franken pro Jahr für jene, die auch die Taxistandplätze beim Bahnhof benutzen wollen. Die anderen zahlen 1000 Franken pro Jahr. Insgesamt profitieren von dieser Gebührenreduktion alle 55 Firmen und 45 Privatpersonen, die über eine Bewilligung zur Nutzung der öffentlichen Taxistandplätze auf Stadtluzerner Boden verfügen.
 
Stefan Geisseler, stellvertretender Leiter der Abteilung Stadtraum und Veranstaltung, sagt: «Es steht ausser Frage, dass die Taxibranche stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen wurde. Weil die Stadt ein erhebliches öffentliches Interesse an einem gut funktionierenden Taxiangebot hat, ist die Gebührenreduktion rechtlich vertretbar. Zudem möchten wir damit unseren Taxifahrenden, die sich in einer schwierigen Lage befinden, ein positives Zeichen senden.»
 
Die Jahresgebühr 2020 wurde von den betroffenen Taxifahrenden mehrheitlich bereits einbezahlt. Die Stadt Luzern wird nun an alle Betroffenen insgesamt 130'000 Franken zurückzahlen.

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