Von versiegelten Flächen spricht man, wenn der Boden durch luft- und wasserdurchlässige Materialien abgedeckt wird. Dies ist beispielsweise beim Asphalt- welcher das Stadtbild stark prägt - der Fall. Solche Flächen heizen sich schneller auf, speichern kein CO2 und das anfallende Niederschlagswasser wird meist direkt in die Kanalisation geleitet. Somit gelangt weniger Wasser ins Grundwasser und bei Starkregen drohen Überschwemmungen. Der Boden kann zudem die wichtige Funktion der Verdunstungskühlung nicht wahrnehmen, was einen negativen Einfluss auf das Stadtklima hat.
Parkplatzflächen, Zugangswege, Feuerwehrzufahrten, Plätze und Entsorgungsstandorte lassen sich problemlos teilentsiegeln. Der grösste Nutzen für den Boden, den natürlichen Wasserkreislauf und die Biodiversität hat jedoch unbestritten eine vollentsiegelte Fläche. Sie bieten das Potenzial für beispielsweise wertvolle Blumenwiesen, Staudenbeete oder Ruderalflächen.
In der Stadt Luzern wurden bereits einige Flächen entsiegelt und begrünt. Im Sinne der Stadtklimainitiative folgen noch viele weitere Flächen.
Im Rahmen von
Luzern grünt unterstützt die Stadt Luzern mit finanziellen Beiträgen und Beratungen private Grundstückeigentümerinnen und -eigentümer bei Entsiegelungsvorhaben.