Grünstadt

Grünstadt Schweiz

Luzern ist Grünstadt Schweiz

Luzern ist seit November 2017 "Grünstadt Schweiz". Dies ist eine Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich für einen innovativen und nachhaltigen Umgang mit ihren Grün- und Freiräumen und für mehr Biodiversität einsetzen. Eine breite Palette von Massnahmen stellt sicher, dass alle Aspekte, welche die städtischen Grün- und Freiräume beeinflussen, in der Zertifizierung mitberücksichtigt werden. Die Stadtgärtnerei ist für alle Park- und Grünanlagen sowie die Friedhöfe in Luzern verantwortlich und produziert in der eigenen Gärtnerei und der Baumschule einen grossen Teil der Pflanzen und Stadtbäume die in der Stadt Luzern verwendet werden.

Zur Beurteilung des Umgangs mit den Grünräumen werden - neben vielen anderen Prozessen der städtischen Verwaltung - besonders die Planung, die Gestaltung, die Pflege, die Entsorgung und die Wiederverwendung von Materialien, also der gesamte Lebenszyklus von Grünanlagen überprüft. Verantwortlich für die Vergabe des Zertifikats ist die Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien und Gartenbauämter (VSSG).

Druck auf die Freiräume steigt

Durch die vermehrte Verdichtung im städtischen Raum steigen die Anforderungen an die Qualität der Grün- und Freiräume, deren Erreichbarkeit und Funktionalität. Schädliche oder lästige Einwirkungen auf Wohngebiete, wie überhitztes Stadtklima, Luftverschmutzung und Lärm, sollen möglichst geringgehalten werden. Grünräume und besonders auch die Bäume in der Stadt erfüllen wichtige Ökosystem-Leistungen (Schatten, Kühlung, Erholung, Luftreinigung, Sauerstoffproduktion, Wasserspeicherung) und bieten Freizeit- und Erholungsräume für die Bevölkerung, sowie Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Durch die Massnahmen von «Grünstadt Schweiz» werden die städtischen Grün- und Freiräume gesichert, ihre ökologischen Qualitäten gefördert und die vielfältigen Funktionen sichergestellt.

Die Organisation Grünstadt Schweiz

Das Label Grünstadt Schweiz wurde unter der Federführung der VSSG (Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien und Gartenbauämter) von einer breit abgestützten Arbeitsgruppe entwickelt. Beteiligt waren die drei Städte Winterthur, Luzern und Basel sowie die Forschungspartner ZHAW und FiBL, nateco als Wirtschaftspartner sowie der Verein Bioterra. Die Kommission für technische Innovation des Bundes unterstützte das Projekt finanziell. Grünstadt Schweiz wird von der VSSG getragen.

Beurteilung und Massnahmenkatalog

Grundlage dafür, ob eine Stadt das Label „Grünstadt Schweiz“ erhält, ist ein Massnahmenkatalog, der das vielfältige Engagement für nachhaltige Grünflächen definiert. Die Auditoren prüfen und bewerten den Erfüllungsgrad aller Massnahmen. Die Gesamtpunktzahl entscheidet über die Vergabe eines Bronze-, Silber- oder Goldlabels. Luzern wurde im November 2017 mit dem Silberlabel ausgezeichnet. 2021 wird Luzern erneut zertifiziert und kann den Beweis antreten, dass sich die Stadt noch weiter verbessert hat.

Flyer Grünstadt Schweiz

Massnahmenkatalog Grünstadt Schweiz

Gute Beispiele

Städtische Friedhöfe als Erholungsgebiete

Die Friedhöfe der Stadt Luzern werden von der Bevölkerung vermehrt auch als Orte zum Verweilen genutzt. Mit verschiedenen Aufwertungsmassnahmen wie zum Beispiel alternativen Grabformen, ökologisch wertvollen Bepflanzungen und zusätzlichen Bänkli wird die Aufenthaltsqualität verbessert und gleichzeitig ein Beitrag zur Artenvielfalt in der Stadt geleistet.

Wie Friedhöfe zu Erholungsgebieten werden

Klimafitte Bäume am Museumsplatz

Am Museumsplatz, in der Luzerner Altstadt, wurde im Rahmen der Neugestaltung eine klimaangepasste Bauweise für die Baumpflanzung getestet. Dazu wurde der Wurzelraum der Bäume gezielt vergrössert, um das anfallende Regenwasser besser einfliessen zu lassen. Dadurch soll die Gesundheit der Bäume und das Mikroklima auf dem Platz verbessert werden.

Klimawandelfitte Bäume in Luzern

Hirtenhof: Jung und Alt engagieren sich für Spielplatz und Quartiertreff

Auf der Spielwiese Hirtenhof im Quartier Tribschen-Langensand entstand 2018, ergänzend zum Fussballfeld und den Bewegungsgeräten, ein Spielplatz. Das Spezielle daran: 40 Kinder aus dem Quartier haben bei der Projektierung mitgewirkt. Doch auch bei der Umsetzung konnten sie sowie weitere Quartierbewohnende selber anpacken. Entstanden ist mehr als ein Spielplatz: ein Treffpunkt für Jung und Alt.

Vom Pflanzenlabyrinth bis hin zum Trampolin

Organische Rasendüngung

Die Stadtgärtnerei düngt die Rasenflächen in den städtischen Park- und Grünanlagen so wenig wie nötig, oder verzichtet ganz darauf. Durch eine sorgfältige Pflege kann die Rasenqualität trotzdem gewährleistet werden. Wo noch gedüngt wird, erfolgt die Nährstoffzugabe nur noch organisch. Etwa die Hälfte aller Sportrasenflächen wird ebenfalls mit organischem Dünger versorgt.

Baumstandorte Bruchstrasse

In der Bruchstrasse werden Pflanzensysteme getestet. Ziel ist die ästhetische und ökologische Aufwertung der Standorte der Bäume. Dazu wurden 10 Baumstandorte bepflanzt, sowie die Randsteine aufgeschnitten um das Regenwasser besser einfliessen zu lassen und die Wasserversorgung der Bäume zu verbessern.

Kontakt

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