Kinder- und Jugendparlament der Stadt Luzern

Kinder und Jugendliche können im Kinderparlament bzw. Jugendparlament am politischen Leben der Stadt Luzern teilnehmen und auf spielerische Art und Weise Demokratie erlernen und Verantwortung übernehmen.

Kontakt

Jugendparlament

Das Jugendparlament Stadt Luzern ist die Stimme der Jugendlichen in der Stadt Luzern. Die Jugendparlamentarierinnen und -parlamentarier sind zwischen 14 und 23 Jahre alt und vertreten die Interessen der Jungen gegenüber der Stadtregierung, den Parteien und der Bevölkerung. Dies erfolgt durch regelmässig durchgeführte Sitzungen der Jugendparlamentkommission,  Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen wie Abstimmungen. Ausserdem findet ein  direkter Austausch mit Mitgliedern der Stadtbehörde, politischen Parteien und anderen Interessengruppen statt. Das Jugendparlament kann Stellungnahmen zu Vernehmlassungen der Stadt verfassen, berät die Stadt bei jugendrelevanten Themen, hat bei der Stadt ein Auskunftsrecht und kann Postulate beim Stadtparlament einreichen.

Ziel ist es, Jugendlichen eine stärkere Stimme in der städtischen Politik zu verleihen. Den Stadtluzerner Jungbürgerinnen und Jungbürgern schenkt das Jugendparlament ein Jahr lang eine vereinfachte Abstimmungsvorlage (easyvote), um sie zum Abstimmen zu motivieren.  

Das Jugendparlament bietet die Möglichkeit zum freien Meinungsaustausch und zur Diskussion. Mitglieder des Jugendparlaments können ein selbstständiges Denken und einen aktiven Bezug zur Gesellschaft entwickeln.

Bist du zwischen 14 und 23 Jahre alt mit Wohnsitz in der Stadt Luzern und möchtest dich aktiv für die Interessen der Jugendlichen einsetzen? Dann melde dich beim Jugendparlament!

www.jupalu.ch

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Kinderparlament

Kinder haben das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen und sich zu versammeln (Uno-Konvention der Kinderrechte). Das Kinderparlament, gegründet 1993, bietet dafür eine Plattform.

Durch die Förderung der Kinderpartizipation in einer Stadt haben Kinder die Möglichkeit, wichtige Bereiche wie zum Beispiel den Strassenverkehr und den Lebensraum im Wohnquartier in Bezug auf die Kinderfreundlichkeit, helfen zu verbessern. Wenn Kinder in ihrem Stadtteil partizipieren können und an der Kinderfreundlichkeit ihres Quartiers mitarbeiten dürfen, kann sich eine wirklich nachhaltig kinderfreundliche Stadt entwickeln.

Tätigkeitsbereich und Schwerpunkt des Kinderparlaments

In den letzten Jahren sind zwischen 55 und 75 Stadtkinder, die zwischen acht und vierzehn Jahre alt sind, im Kinderparlament aktiv. Davon sind zwischen 30 bis 40 Kinder in festen Teams aktiv. Diese treffen sich jeweils Mittwochnachmittags im Kinderbüro und arbeiten an ihren Projekten:

Das Finanzteam ist fürs Budget, die Jahresrechnung und die Kontrolle der laufenden Ausgaben zuständig. Ausserdem prüft es gemeinsam mit der Elefantenrunde Projektanträge der städtischen Schülerräte.

Das Bauteam widmet sich dem Thema kinderfreundliches Bauen und Renovieren. Als einziges Team verfügen sie jährlich über ein Teambudget von 3‘000 Franken. Damit können sie bauliche Wünsche von Stadtkindern unterstützen.

Das Filmteam begleitet einzelne Projekte mit der Kamera, um sie einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Kiz-Reporter/-innen schreiben und gestalten zweimal jährlich eine eigene Kinderparlamentszeitung, den Kiz-Blitz, welche in allen städtischen Primarschulhäusern verteilt wird. Auch Kinder aus den Schulhäusern und den Quartieren haben die Möglichkeit als Gastschreiber/-innen ihre Artikel zu veröffentlichen.

Die Stadtdetektive/-innen sind um das Wohlbefinden der Kinder besorgt. Sie forschen, testen und klären unter dem Fokus 'Kinderfreundlichkeit' ab, was man in der Stadt Luzern für Kinder verbessern könnte. Sie wählen ein Jahresthema und setzen sich damit auseinander.


Weitere wichtige Gremien des Kinderparlamentes sind:
Die Elefantenrunde besteht aus je einer Teamchefin und einem Teamchef, den Fraktionschefs/-chefinnen und dem Co-Präsidium. Sie ist der Motor des Kinderparlaments, da sie alle Sessionen inhaltlich vorbereitet. Die ältesten vier Kinderparlamentarier/-innen dürfen, falls motiviert, automatisch Mitglieder der Elefantenrunde sein.
Das Co-Präsidium, das (nach Möglichkeit) aus einem Mädchen und einem Jungen besteht, die für eine Legislatur gewählt sind, leitet die Sessionen und arbeitet in der Elefantenrunde mit.
Die Session (analog grosser Stadtrat) ist das oberste Organ.

Dreimal pro Jahr treffen sich alle Kinderparlamentarier zur Session. Die Session entscheidet über Anträge der Teams und Parlamentarier, überwacht die Finanzen, erstellt das Budget und ist die oberste Wahlbehörde für die Teams und das Co-Präsidium und die Anträge an den Stadtrat und das Stadtparlament.

Drei grundlegende Kompetenzen ermöglichen dem Kinderparlament echte Partizipation:

Das Kinderparlament verfügt jährlich, in eigener Kompetenz, über ein Budget von 20'000 Franken.

Das Kinderparlament wird, wo immer möglich, in die städtische Politik eingebettet und angehört, über laufende Projekte informiert und bei Vernehmlassungen berücksichtigt. Die Kinderparlamentarier/innen haben das Recht, Mitglieder des Stadtrates oder Kadermitglieder der städtischen Verwaltung zu seinen Sitzungen einzuladen und von ihnen Auskunft zu verlangen. Einmal pro Jahr treffen sich delegierte Kinderparlamentarier/innen zu einem Austausch mit den Ansprechpersonen Kinder- und Jugendpartizipation aus jeder Direktion. Diese setzten sich für den Miteinbezug der Kinder in der Stadtverwaltung ein (StB 1074).
Im Stadtparlament stellen sich «Göttis» und «Gottis» aus den verschiedenen Parteien zur Verfügung, welche jeweils an die Sessionen eingeladen werden.
Das Kinderparlament kann Postulate einreichen, welche wie Vorstösse eines Mitglieds des Grossen Stadtrates behandelt werden müssen.

Verordnung Kinderparlament

www.kinderparlament.ch

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