ALI-Fonds

ALI steht für Attraktivierung der Luzerner Innenstadt. In den ALI-Fonds fliessen Mittel aus den Parkingmeter-Einnahmen der Stadt Luzern.
1997 verabschiedete das städtische Parlament das „Reglement über den Fonds zur Attraktivierung der Luzerner Innenstadt als Marktplatz“ (B+A 23/1997). Man wollte damit den Wettbewerbsnachteil gegenüber den umliegenden Einkaufszentern mit deren Gratis-Parkplätzen ausgleichen. Heuzutage müssen auch die Parkplätze in Einkaufszentern Gebühren verlangen.

Die Höhe der Einlagen in den ALI-Fonds ergibt sich aus dem Reglement über das zeitlich beschränkte Parkieren und blief sich ursprünglich auf 10 Prozent der Einnahmen. Seit 2012 wurde die Maximaleinlage auf 250'000 Franken im Jahr plafoniert.

Die Gelder im Fonds sind zweckgebunden, d.h. sie müssen dem Marktplatz der Luzerner Innenstadt zu Gute kommen. Über die Verwendung der Mittel entscheidet die ALI-Kommission (siehe Behörden weiter unten), deren Mitglieder vom Stadtrat gewählt sind.

Wer ist ALI?

Die Open-Air-Kinosaison 2012 nahm die ALI-Fonds-Kommission zum Anlass, den ihr aufgrund einer Projektförderung zustehenden Werbeplatz für die Lancierung von einer personifizierten ALI-Figur zu nutzen. Drei verschiedene Dia-Sujets stellen Fragen zu ALI und verweisen in ihren Antworten auf die Luzerner Innenstadt. Die ALI-Fonds Kommission entschied ALI's Interessen und Vorlieben für die Innenstadt in einer kleinen Öffentlichkeitskampagne für das Jahr 2013 weiterführen. Am 28. Oktober 2013 lud die Kommission anlässlich der 100sten Sitzung engagierte Detailhändler und Organisationen zu einem Stell-dich-ein in den Schweizerhof. Der Anlass war ein Dank für das Engagement sowie Motivation für neue Projekte zur Attraktivierung der Luzerner Innenstadt.

Der ALI-Fonds und seine Entwicklung seit 1998


In den Anfängen legte die Kommission Wert auf Anschubfinanzierungen von innovativen Projekten. Dieses Prinzip, stets nur neue, bislang nie dagewesene Aktionen als förderwürdig zu betrachten, erweis sich aber als zu einseitig. 

Gleichzeitig hat sich in der Praxis der letzten Jahren eine faire Zusammenarbeit mit innerstädtischen (Detailhandels)-organisationen ergeben. Organisationen wie die City-Vereinigung, der Verein Neustadt, Venite oder der Verein Weihnachtsbeleuchtung sind zwecks ihrer Organisation auf die Durchführung von Aktionen konzentriert und pflegen daher einen regelmässigen Austausch mit der ALI-Fonds-Kommmission. Vor diesem Hintergrund unterstützte die ALI-Fonds-Kommission diese Organisationen in den Jahren 2009-2012 fix mit Jahresbeiträgen auf der Basis von Leistungsvereinbarungen. Mit Auslaufen der Verträge 2012 kehrt die ALI-Kommission zum Prinzip der Projektförderung auf Gesuch zurück. Die Organisationen schätzten zwar die höhere Planbarkeit, im Gegenzug ergab sich daraus wenigere Flexibilität für neue Projekte.

Reglement über den Fonds zur Attraktivierung der Luzerner Innenstadt als Marktplatz

Kontakt

Förderpraxis und Gesuchstellung ALI-Fonds

Förderbeiträge werden auf Gesuch hin an Einzelprojekte gesprochen. Die Kommission trifft sich jährlich zu etwa fünf Sitzungen. Gesuche sind zu richten an:

ALI-Fonds
Peter Bucher
Hirschengraben 17
6002 Luzern

Wer Gesuche stellt, muss folgende Unterlagen abgeben:

  • Projektbeschrieb und Projektorganisation (Um was geht es? Wer steht dahinter?)
  • Zielsetzungen (Was will das Projekt, der Event erreichen, inbesondere auch für den Marktplatz Luzern)
  • Zielpublikum (Wer ist vom Projekt, Event angesprochen?)
  • Kooperationen mit Branchen, Dienstleistern, Geschäften (Gibt es spezielle Elemente der Zusammenarbeit?)
  • Finanzierung (Aufwand, Ertrag, Drittfinanzierung?)
  • Antrag zur Mitfinanzierung durch ALI-Fonds (Wie hoch ist der gewünschte Beitrag?)
  • Gegenleistung (Welche Auftritte – v.a. visuell – werden dem ALI-Fonds gewährt?)
  • Kontakt

Die Förderentscheide basieren auf folgenden Kriterien:

  • Bezug zum Marktplatz Luzern (geografisch und organisatorisch)
  • Ideenattraktivität (Qualität, Innovation, Partizipation)
  • Potenzial für Rückkoppelung in den Marktplatz (Aufmerksamkeit, Frequenzsteigerung)
  • Synergien zwischen Handel und Gewerbe (Kooperationen, temporäre Angebotserweiterungen/Events)
  • Kommerzielles Potenzial (Anschubfinanzierung)
  • Organisation (Absender/ Organisationen hinter dem Projekt)
  • Nachhaltigkeit (vor allem bei wiederkehrenden Projekten)

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