Waldtag

Waldtag

Es gibt erstaunlich viele Wälder in der Stadt Luzern. Sie sind ein wichtiger Naherholungsraum, bieten Schutz vor Naturgefahren, liefern Trinkwasser und Holz, sind Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und haben eine interessante Geschichte. Ziel des Waldtages ist, Jung und Alt zum Besuch eines Waldes zu motivieren und unsere Wälder mit ihren vielfältigen Gesichtern und Funktionen vorzustellen.

Entdeckertag 2019

Rückblick Waldtage

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Der Wald in der Stadt Luzern

Herausforderung intakte Stadtwälder

Der Wald global
Der Wald bietet uns Holz, Schutz vor Naturgefahren, sauberes Trinkwasser und Erholungsraum. Im Wald finden viele und zum Teil seltene Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Global steht es schlecht um den Wald. Ein Beispiel dafür sind die sechs Millionen Hektaren tropischer Wälder, die Jahr für Jahr abgeholzt werden, um Palmölplantagen für Kosmetika oder Soja-Felder für die Rindermast anzulegen. Das ergibt etwa 10 Fussballfelder tropischen Regenwalds, welche abgeholzt wurden, seit sie diesen Abschnitt zu lesen begonnen haben! So verlieren unzählige Tier- und Pflanzenarten ihr Zuhause, der globale Wasserkreislauf wird gestört und riesige Mengen des Treibhausgases CO2 werden freigesetzt. Um diesen katastrophalen Entwicklung entgegenzuwirken, hat die UNO 2011 zum Jahr des Waldes erklärt. Die Menschen sollen weltweit auf den Wert unserer Wälder aufmerksam gemacht werden und mithelfen, diese zu schützen .

Zahlreiche Herausforderungen für den Wald – auch in der Stadt Luzern
Verglichen mit den weltweiten Bedrohungen der Wälder geht es dem Luzerner Wald gut. Dank dem Gesetz wird er – wie alle Wälder in der Schweiz – relativ naturnah und nachhaltig bewirtschaftet und muss sich nicht vor Kahlschlag fürchten.
Doch auch die Wälder in der Stadt Luzern stehen vor zahlreichen Herausforderungen: Die heute bereits intensive Nutzung durch Erholungssuchende nimmt laufend weiter zu: Biker, Hundespaziergänger, Walker, Jogger, Reiter, Pilzler, Waldspielgruppen..., sie alle schätzen den Wald. Wird der Nutzungsdruck zu gross, kann es für die Waldtiere und –Pflanzen eng werden! Problematisch ist auch die immer wieder lautwerdende Forderung nach einem "aufgeräumten" Wald, aus dem jegliches abgestorbenes Holz entfernt werden soll. Denn damit gehen lebenswichtige Unterschlüpfe und Futterplätze für viele Waldtiere verloren. Eine weitere Herausforderung für die Wälder in der Stadt Luzern ist die enge Verzahnung von Wald- und Siedlungsflächen. Für ein konfliktfreies Nebeneinander ist es von grosser Wichtigkeit, dass bei Bauvorhaben die gesetzlichen Waldabstände eingehalten und Waldränder als ökologisch wertvolle Lebensräume ausgestaltet und gepflegt werden. Luftbelastung und Klimaerwärmung sind Herausforderungen, welche weniger direkt sichtbar, für die Wälder jedoch stark spürbar sind .

Für den Wald begeistern
Gerade auch kleine, in das Siedlungsgebiet eingebettete Stadtwälder haben einen grossen Wert für die Lebensqualität in der Stadt und sind wertvolle Oasen für viele Tiere und Pflanzen. Beispielsweise lebt im Eichwald auf der Luzerner Allmend der sehr seltene Hirschkäfer. Damit die Wälder in der Stadt trotz den vielseitigen Herausforderungen längerfristig intakte und lebendige Ökosysteme bleiben und möglichst attraktiv für die bewohnenden Waldtiere sind, benötigen sie Schutz und geeigneten Unterhalt. In der Verantwortung stehen unter anderem auch wir alle als Waldnutzerinnen und -nutzer.
Hier setzen die Waldtage der Stadt Luzern an. Hauptziel dieser Anlässe ist ein verstärktes Bewusstsein für den grossen Wert des Waldes und ein besseres Verständnis für dieses komplexe Ökosystem zu fördern. Dabei stehen entdeckende, sinnliche Erlebnisse im Vordergrund und es gibt vielerlei Attraktionen auch für Kinder .

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Entdeckertag 2019

   
   
   
   

Entdecke das Naturerlebnisgebiet Allmend
Sonntag, 25. August 2019

9.30-10.00 Uhr: Eröffnung
10.00-17.00: Naturerlebnisse an Infoständen

Auf der Luzerner Allmend ist nach dem Rückzug des Militärs in den letzten Jahren ein attraktives Naturerlebnisgebiet entstanden: Ein Mosaik aus Tümpeln, Wiesen, Trockenstandorten, Grenz-Eichen und ein historischer Eichenwald bieten Lebensraum für vielerlei Tiere.

Im Rahmen des Entdeckertags wird das neue Naturerlebnisgebiet feierlich eröffnet. Anschliessend vermitteln Infostände und Kurzführungen spannendes Wissen über die neu entstandenen Lebensräume und deren Bewohner.

Eröffnung 9.30 bis 10 Uhr

Auf der Allmend Ost, in der Nähe des Hochwasserrückhaltebeckens, wird das neue Naturerlebnisgebiet eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, zusammen mit Stadtrat Adrian Borgula darauf anzustossen (genauer Standort Eröffnung siehe Karte auf dem Flyer).

Höhenflüge

Schwindelfreie (ab 4 Jahre) können mit dem Hubkran in 30 m Höhe fahren und die Allmend von oben betrachten. Der Projektleiter gibt Auskunft über die Veränderungen auf der Allmend in den letzten Jahren und über die heutigen Lebensräume.
Ticketsystem bei Grossandrang - es het solang’s het.

Die Allmend-Fauna

Eine vielfältige Tierwelt belebt die Allmend. Fachleute geben Auskunft über Unken, Frösche, Libellen, Fledermäuse, Vögel, Fuchs, Igel.... Bilder aus der Fotofalle zeigen, welche Tiere nachts über die Allmend schleichen.

Die Besucherinnen und Besucher können vielerorts selbst aktiv werden: Vögel mit dem Feldstecher beobachten, Kleintiere mit dem Kescher fangen, Fledermaus-Laute mit dem Detektor hörbar machen, Grillen-Stimmen lauschen usw.

Eichwäldli

Im historischen Eichwäldli erfahren Sie, wie vielfältig früher dieser Wald genutzt wurde und wie mit Robert Zünd dieser Eichenwald zur Kunst wurde. Der Förster gibt Auskunft über die spezielle Pflege des Eichwaldes. Wer will, darf Eichelkaffee degustieren.

Mähen, Jäten, Düngen

Gärtner und Biologen erklären ihre Pflegearbeiten auf der Allmend und demonstrieren moderne Maschinen. Wer mag, darf selber mit der Sense Gras schneiden. Bei den Gärtnern auf dem Fussballplatz gibt es ein Torwandschiessen.

Ausserdem können die Besucherinnen und Besucher lernen, welche exotischen Pflanzen problematisch sind und wie mit diesen umgegangen werden soll.

Attraktionen für Kinder

Bei jedem Stand gibt es auch für Kinder etwas zu entdecken. Beim Fledermausstand kann gebastelt und beim historischen Stand mit Schafwolle gefilzt werden. Ausserdem gibt's ein Entdeckerspiel mit Preisen.

Führungen, Hundetrainings und Theater-Touren

Mehrmals am Tag nimmt der Förster Interessierte mit auf eine Waldrand Führung. Fast stündlich zeigen Fachpersonen, wie sie mit Hunden arbeiten. Ein besonderes Highlight sind die Theater-Touren mit einem Schauspieler, der historisches Wissen witzig rüberbringt.

Zeit und Treffpunkt dieser Attraktionen sind auf der folgenden Zeittafel ersichtlich.

Wann

Was

Treffpunkt

10.30 Uhr

Waldrandführung

Infostand 2

10.30 Uhr

Hundetraining

Haupteingang AAL (Murmattweg 6)

11.00 Uhr

Theater-Tour

Infostand 1

11.30 Uhr

Hundetraining

Haupteingang AAL

13.30 Uhr

Waldrandführung

Infostand 2

13.30 Uhr

Hundetraining

Haupteingang AAL

14.00 Uhr

Theater-Tour

Infostand 2

14.30 Uhr

Hundetraining

Haupteingang AAL

15.00 Uhr

Theater-Tour

Infostand 1

15.30 Uhr

Waldrandführung

Infostand 2

15.30 Uhr

Hundetraining

Haupteingang AAL

16.00 Uhr

Theater-Tour

Infostand 2

 

Speis und Trank

Auf der zwischengenutzten Brache gleich neben dem Eichwald sorgen die KuBra sowie der Quartierverein Obergrund für Verpflegung. Dort kann auch selbst gebrätelt werden.

Kuchen, Kaffee und kühle Getränke gibt’s von der Pfadi St. Michael beim Eröffnungsplatz (Allmend Ost).

Anfahrt

Sie erreichen die Veranstaltung zu Fuss per Velo oder mit dem Bus Nr. 20, Haltestelle Allmend/Messe oder Zihlmattweg. Der Weg ist ab den Busstationen ausgeschildert. Es hat nur eine begrenzte Anzahl Parkplätze.

Der Anlass ist öffentlich und kostenlos. Alle Attraktionen – ausser den Führungen – finden während des ganzen Tags statt. Besuchende kommen wann sie wollen und bleiben so lange sie mögen.

Mitwirkende:
Fledermausschutz Kanton Luzern; Heggli AG Kriens; KuBra (Brache Eichwäldli); Kunstmuseum Luzern; Korporation Luzern / Stadtforstamt; Kynologischer Verein Luzern (KVL); Landwirtschaft und Wald (lawa), Kanton Luzern; Ornithologische Gesellschaft der Stadt Luzern; Pro Natura Luzern; Pfadi St. Michael; Quartierverein Obergrund; Stadtgärtnerei Luzern; StadtWildTiere Luzern; Umweltberatung Luzern.

Plakat Entdeckertag 2019

 

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Rückblick Waldtage

Vielfältig wie unsere Stadtwälder sollen auch die Waldtage sein. So war bisher jeder Waldtag anders und auf seine Art besonders. Allen gemeinsam sind tolle Naturerlebnisse und gute Stimmung draussen im Wald bei Sonne, Wind und ab und zu auch Regen.

Entdeckertag 24. Juni 2018 im Landschaftspark Friedental
Fröhlich und feierlich ging’s zu am Entdeckertag vom 24. Juni 2018: Zuerst wurden mit Alphornklängen der neue Landschaftspark eröffnet, anschliessend wurden im Rahmen des Entdeckertags die unterschiedlichsten Facetten des neuen Raums entdeckt - sei es aus der Vogelperspektive, aus Sicht der verschiedenen Tiere, aus Sicht der Gärtner oder jener der Stadtgärtnerei.
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Wasser- und Waldtag 21. Mai 2017 am Rotsee
Waldige und wässrige Sinneseindrücke, Basteleien, Aktivitäten und Informationen durften die über 1000 Besucher und Besucherinnen auf und am Rotsee und im Stampfeliwald erleben.
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Waldtag 4. September 2016: Naturschätze im Roterwald
Rund 500 Kinder und ebenso viele Erwachsene liessen sich von den vielseitigen Waldschätzen faszinieren: Jung und Alt fuhren Hubkran, schauten beim Baumfällen zu, werkten mit Schreiner und Zimmermann, staunten über die Kraft des Sägewerks, bewunderten Fledermäuse und Vögel und beteiligten sich an der Schatzsuche.
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Wasser-Waldtag 21. Juni 2015 beim Richard Wagner Museum
Nasser Spass am zehnten Waldtag rund ums Richard Wagner Museum: Zirka 600 Interessierte besuchten die vielfältigen Attraktionen zum Thema Wasser und Wald.
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Waldtag 24. August 2014: Waldtiere im Wesemlinwald
Zirka 700 Besucherinnen und Besucher erforschten die Waldbewohner und ihre Spuren und liessen sich von den Wettbewerbsfragen herausfordern.
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Waldtag 22. September 2013: «Forsten und Forschen» im Gütschwald
Der Waldtag 2013 stellte mit mehr als 1000 Gästen einen Besucherrekord auf. Das blitzschnelle Baumfällen mit dem Vollernter, die begehbare Bodengrube, die das Waldtheater «Gruffalo» und vieles mehr fanden grossen Anklang.

Waldtag 23. September 2012: Nadliges im Zimmereggwald
Tannennadeln unter den Füssen, Borkenkäfer unter der Lupe, Waldhonig im Mund... der Waldtag 2012 bestach mit nadligen Sinneserlebnissen.
Foto-Impressionen

Waldtag 13. Mai 2011: Waldklänge im Dreilindenwald
Der Waldtag im frühlingsgrünen Dreilindenwald widmete sich den unterschiedlichen Geräuschen des Waldes beim Einnachten.

Waldtag 10. September 2011: Vom Sämling zum Baum-Riesen
Das Waldfest «Vom Sämling zum Baumriesen» im herbstlichen Bireggwald befasste sich mit dem Leben der Bäume und den unterschiedlichen Arten der Holznutzung.

Rückblick Waldtage
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