Raus mit der alten Heizung

erneuerbarheizen – Impulsberatung

Gebäudebesitzerinnen und Gebäudebesitzer mit einer Öl- oder Gasheizung erfahren mit der Impulsberatung «erneuerbarheizen», mit welchen erneuerbaren Wärmequellen ihr Gebäude sinnvoll und CO2-arm beheizt werden kann. Mit dem Ersatz Ihrer Heizung können Sie die CO2-Emissionen deutlich senken und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf einheimische, erneuerbare Energie bringt viele Vorteile. Mit diesem Schritt leisten Sie nicht nur einen Beitrag fürs Klima und die Umwelt, sondern können langfristig auch noch Geld sparen.

Bei der Impulsberatung erneuerbar heizen kommt ein Berater oder eine Beraterin zu Ihnen (HauseigentümerIn) nach Hause. Im Beratungsgespräch werden der Energiebedarf des Gebäudes, die standortspezifischen Faktoren und die Wünsche der Eigentümerschaft diskutiert. Der Berater prüft diese Faktoren und überliefert dem Hauseigentümer / der Hauseigentümerin eine Checkliste mit der Ausgangslage und den Empfehlungen zum Heizsystemwechsel. Die Checkliste ist eine gute Basis, um sich die richtigen Offerten einzuholen und einen erfolgreichen Wechsel auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien zu starten.

Der Kanton Luzern fördert die Impulsberatung erneuerbar heizen, um Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern aufzuzeigen, welche erneuerbaren Alternativen für den Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen in Frage kommen.

Förderbeitrag
Fr. 350.- pro Beratung (wird an Berater/in ausgezahlt).

Die wichtigsten Förderbedingungen

  • Nur für bestehende Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser bis 6 Wohneinheiten
  • Nur für Gebäude mit Heizöl-, Erdgas- oder Elektroheizungen
  • Beratung durch geschulte Berater der nationalen Beraterliste (www.erneuerbarheizen.ch)
  • Fördergesuch muss durch Berater spätestens 1 Monat nach Begehung eingereicht werden.

Weitere Informationen und die Impulsberater finden Sie auf www.erneuerbarheizen.ch

Für Bauherrschaften, welche die Energieeffizienz der Gebäudehülle verbessern wollen, steht das Energiecoaching zur Verfügung.

Wie Stefan Brücker, Energiewendebotschafter bei seinem über hundertjährigen Haus den CO2-Ausstoss um 13,5 Tonnen im Jahr senkt, lesen Sie hier.

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Energiewendebotschafter-Portrait

STEFAN BRÜCKER:
«Eine Erdsonden-Wärmepumpe rechnet sich. Ich habe es genau nachgerechnet.»

Man muss nicht Physiker sein, um zu realisieren, dass man mit der richtigen neuen Heizung auch ein über hundertjähriges Haus in die saubere Klimazukunft führen kann – aber es hilft. Lesen Sie die Geschichte von einem, der sorgfältig rechnet und dann konsequent handelt.

Als Stefan Brücker sich im Frühjahr 2019 entschloss, sein Mehrfamilienhaus an der Sagenmattstrasse (Baujahr 1911, 8 Wohnungen, 2 bis 6 Zimmern) noch klimafreundlicher zu machen, rechnete er zuerst einmal ganz genau nach. Denn eigentlich wäre die erst 2007 installierte Gasheizung noch für einige Jahre gut gewesen – und arbeitete immerhin schon etwas «sauberer» als eine Ölheizung. Aber für ihn war klar: Nur mit der Reduktion des CO2-Ausstosses auf Null konnte er einen wirklich deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Nachrechnen ist in Stefan Brückers Fall übrigens wörtlich zu verstehen: Als Dipl. Phys. ETH/SIA, Energieingenieur Gebäude und Mitinhaber eines Unternehmens für Energiekonzepte und nachhalties Bauen beschäftigt ihn das Thema «von Haus aus» stark. Und so hat er bereits 2011 das über hundertjährige Gebäude, in dem er auch selbst wohnt, weitgehend gedämmt und damit eine gute Voraussetzung für die nächsten Schritte in die klimafreundliche Zukunft getan.

Genau berechnet: Die Erdsonden-Wärmepumpe
Stefan Brückers Berechnungen ergaben: Eine Erdsonden-Wärmepumpe war die beste Lösung. Denn erstens produziert sie beim Heizen und der Warmwasseraufbereitung kein CO2 mehr (bisher waren es 13,5 Tonnen pro Jahr). 80% der Wärme bezieht sie aus dem Erdreich, der restliche Energiebedarf wird mit erneuerbarem Strom gedeckt. Zweitens würde die klimafreundliche Anlage, über die nächsten 40 Jahre gesehen, auch nicht mehr kosten als die «alte» Gasheizung. Fördergelder vom Kanton und der Stadt Luzern sowie Steuereinsparungen machten die Investition noch attraktiver

Auch für die Mieter geht die Rechnung auf
Und drittens konnten sich die Hausbewohner, die Stefan Brücker im vergangenen Frühling über den geplanten Heizungsersatz informierte, ebenfalls für das Projekt erwärmen. Denn sie würden zwar eine minimale Erhöhung der Bruttomiete in Kauf nehmen müssen. Doch auch sie erachteten diesen (Auf-)Preis für den Einsatz zugunsten des Klimas als absolut gerechtfertigt. Für sie schaut dank der sorgfältigen Berechnungen ihres Hauseigentümers zudem noch ein weiterer Vorteil heraus: Bei der Auswahl der Wärmepumpe legte Stefan Brücker nämlich Wert auf ein besonders hochwertiges Modell. Bei diesem zeigte sich, dass es am energiesparendsten arbeitet, wenn es dauernd auf niedriger Leistungsstufe statt kurzzeitig auf hoher Stufe Wärme produziert. Es lohnt sich also, grosse Wärmespeicher zu installieren. Die Mieterinnen und Mieter an der Sagenmattstrasse brauchen sich folglich keine Sorgen zu machen, dass ihnen an einem kalten Wintermorgen beim Duschen einmal plötzlich das warme Wasser ausgehen könnte. Energiemässig nennt man das den Fünfer und das warme Weggli!

Die Fakten zum Projekt:

  • Mehrfamilienhaus an der Sagenmattstrasse 32 (8 Wohnungen)
  • Haus bereits 2011 wärmegedämmt
  • Einbau einer Erdsonden-Wärmepumpe
  • Planung und Umsetzung mit einem guten Installateur
  • Kosten: Über die nächsten 40 Jahre nicht teurer als Gasheizung (Investition und Energie)
  • Unterstützung der Bank bei der Finanzierung
  • Fördergelder vom Kanton und der Stadt Luzern sowie Steuereinsparungen
  • Erdwärmesonden im Juli 2019 gebohrt
  • Heizungseinbau ab Mitte August 2019
  • Inbetriebnahme Anfang/Mitte September 2019

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