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Heftige Niederschläge und Unwetter führten im Sommer 2020 an der westlichen und östlichen Bergstrasse zu Rutschungen. Infolgedessen sind die beiden Zufahrtsstrassen zum Littauerberg seit Juli 2020 gesperrt. Die anspruchsvollen geologischen Verhältnisse verlangen nach umfassenden Sanierungsarbeiten mit langfristigen Sicherungsmassnahmen. Die beiden Bergstrassen sind spätestens im Mai wieder befahrbar. Die Gesamtkosten für die Sicherungsmassnahmen an der der westlichen und östlichen Bergstrasse betragen rund 1.1 Mio. Franken.

Aktuelles
Medienmitteilung vom 19. November 2020 "Baustart an der westlichen Bergstrasse".
Impressionen zur Sanierung an der westlichen Bergstrasse finden Sie hier

Ausgangslage

Die heftigen Niederschläge und Unwetter vom Sommer 2020 führten an der westlichen und östlichen Bergstrasse im Ortsteil Littau zu Hang- und Böschungsrutschungen. Während die Strassenoberflächen nur wenige Risse aufweisen und ein geringes Schadenausmass vermuten lassen, zeigt der Blick unter die Oberfläche und auf den Hang ein weitaus besorgniserregenderes Bild. Die Stadt musste deshalb seit Anfang Juli 2020 die beiden Zugangsstrassen zum Littauerberg aus Sicherheitsgründen sperren.

Westliche Bergstrasse

Bei der westlichen Bergstrasse hat sich nach dem Unwetter vom 29. Juni 2020 eine sieben Meter breite und 70 Meter lange Rutschung gelöst. Neben der Rutschung sackte die angrenzende Böschung ab, sodass gemäss geologischem Gutachten ein künftiger Teilabsturz des talseitigen Strassenbereichs wie auch weitere Folgerutschungen nicht ausgeschlossen werden können. Diese Prognose hat sich bei den starken Niederschlägen Anfang Oktober 2020 bestätigt: Aufgrund der heftigen Regenfällen gab es eine Folgerutschung. Dies verdeutlicht, dass der Hang bei der westlichen Bergstrasse instabil und in Bewegung ist. Die Instabilität des Hanges verlangt nach umfassenden Sanierungsmassnahmen. Diese werden durch die parallel zur Rutschung verlaufende Gashauptverteilleitung erschwert.

Östliche Bergstrasse

Nach dem Wolkenbruch vom 26. Juni 2020 und dem darauffolgenden Gewitter vom 2. Juli 2020 ereignete sich auch an der östlichen Bergstrasse eine Böschungsrutschung. Talseits der Strasse hat sich eine elf Meter breite Rutschung in der bewaldeten Böschung bis hinab zum Chrattenbach gelöst. Der Asphaltbelag ist seither auf mehreren Metern überhängend. Ein Teilabsturz des Strassenbereichs wie auch weitere Folgerutschungen können nicht mehr ausgeschlossen werden. Analog der westlichen Bergstrasse weist der Hang bei der östlichen Bergstrasse eine generelle Instabilität auf. Der geologische Aufbau des Untergrunds (Lockergesteine und rutschempfindliche Hangsedimente bestehend aus Sand mit Kies) stellt ungünstige Voraussetzung für die Strassenführung dar, weshalb die Instandsetzungsarbeiten sorgfältig geplant werden müssen.

Der Asphalt an der östlichen Bergstrasse ist nach der Rutschung überhängend
Der Asphalt an der östlichen Bergstrasse ist nach der Rutschung überhängend.

Massnahmen westliche Bergstrasse

In den nächsten fünf Monaten werden im Bereich des Hangrutschs an der westlichen Bergstrasse

  • Bohrpfähle im Fels verankert, um den Hang zu stabilisieren,
  • eine neue unterirdische Brücke und Sickerleitungen verlegt, um die Entwässerung zukünftig auch bei starken Regenfällen sicherzustellen,
  • Sanierungsarbeiten an der Leitung von Swissgas durchgeführt,
  • neue Stützmauern erbaut,
  • die Strassenoberfläche instandgesetzt.

Detaillierte Planansichten zu den auszuführenden Massnahmen finden Sie unter Dokumente.

Massnahmen östliche Bergstrasse

Während rund drei Monaten werden im Bereich des Hangrutsches an der östlichen Bergstrasse

  • die Strassenentwässerung erneuert und erweitert,
  • die Rutschungsstelle mit einer verankerten Stützmauer gesichert,
  • weitere Stützmauern saniert,
  • die Strassenoberfläche instandgesetzt.

Termine

 Was  Termin
 Baustart westliche Bergstrasse  23. November 2020
 Bauende westliche Bergstrasse  30. April 2021
 Baustart östliche Bergstrasse  15. Februar 2021
 Bauende östliche Bergstrasse  15. Mai 2021

 

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