Symbolbild vorher-nachher

Neugestaltung Grendel-Löwengraben

Die Strassenoberfläche im Altstadtbereich Grendel-Löwengraben wurde zwischen März und Dezember 2018 neu gestaltet und aufgewertet. Der Abschnitt wird nun seiner wichtigen Bedeutung für die Stadt Luzern wieder gerecht.

Wir sagen Dankeschön

Im Namen der Stadt Luzern bedankt sich der Gesamtprojektleiter Daniel Nussbaumer bei allen Beteiligten für ihre Mitwirkung und die sorgfältige Umsetzung des Projekts. Das grosse Engagement der Projekt- und Bauleitung (IUB Engineering AG und ewp bucher dillier AG Luzern), der Bauunternehmung (Anliker) sowie der Begleitgruppe (verschiedene Interessenvertreterinnen und -Vertreter) haben zum Projekterfolg beigetragen.

Save the Date: Am Samstag, 18. Mai 2019 findet ein kleines aber feines Abschlussfest statt, um der Bevölkerung die "neue" Altstadt und die Vielfalt der dortigen Läden bei Speis, Trank und Musik aufzuzeigen. Weitere Infos finden Sie hier.

Fotos und Videos: Impressionen von der Baustelle Grendel-Löwengraben finden Sie in unseren Fotogalerien Grendel-Löwengraben sowie Grendelstrasse. In den Zeitraffervideos können Sie die Plästerung des Falkenplatzes sowie die Sanierung des Löwengrabens mitverfolgen.

 

Bedeutung Strassenraum Grendel-Löwengraben

Ausgehend vom Schwanenplatz bildet der Strassenraum des Grendels für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für Besucherinnen und Besucher gewissermassen das Foyer der Altstadt, ein Ort des Ankommens, der Begegnung und des Verweilens. Die Achse Grendel–Löwengraben ist eine wichtige Verbindung durch die Altstadt bis zum Mühlenplatz. Die vorherige Gestaltung stammte noch aus der Zeit, als die Strasse für den motorisierten Individualverkehr unbeschränkt zugänglich war und teilweise auch als Durchfahrtsstrasse genutzt wurde. Die stadträumliche Gestaltung wurde somit der Bedeutung des Ortes nicht gerecht.

Der Werdegang des Projekts

Der Grendel beschäftigte die Bevölkerung seit Langem. Die Umgestaltung der Oberfläche, die im Anschluss an die im Jahr 2001 eingeführte Fussgängerzone (Grendel, Grabenstrasse und Teile des Löwengrabens) vorgesehen war, löste eine lange Reihe von Diskussionen über deren Planung, Finanzierung und Umsetzung aus. Im Zeitraum von 2001 bis 2013 wurden insgesamt vier Projektvorschläge erarbeitet, mit denen es jedoch nicht gelungen ist, die Vielzahl von Anspruchsgruppen mit unterschiedlichen und teilweise auch divergierenden Interessen für ein gemeinsames Projekt zu gewinnen. In der Zwischenzeit zeigten Abklärungen bei den Werkleitungen einen dringenden Sanierungsbedarf auf, weshalb mit den Sanierungsmassnahmen nicht mehr zugewartet werden konnte. Das Oberflächengestaltungsprojekt wurde vom Leitungssanierungsprojekt entkoppelt und die Leitungssanierungen wurden zwischen 2014 und 2016 vorgenommen. Die Eckwerte zum weiteren Vorgehen betreffend Oberflächengestaltung wurden mit der Entkopplung des Leitungssanierungsprojekts überarbeitet. Auf der Basis des ursprünglichen Projekts «Grossstadtgraben» vom Januar 2001 und den Erkenntnissen aus dem langen Planungsprozess wurde eine funktionale und dem Stadtbild wie auch der zentralen Lage würdige Lösung für die Neugestaltung gefunden. Der entsprechende Projektierungs- und Ausführungskredit in der Höhe von 3,7 Mio. Franken wurde im März 2015 vom grossen Stadtrat bewilligt.

Die Ziele und Pläne des Projekts

Am 5. März 2018 begannen die Oberflächengestaltungsarbeiten im Perimeter «Grendel-Löwengraben». Der Projektperimeter (siehe Karte) lag inmitten der Luzerner Altstadt und umfasste den Löwengraben, die Grabenstrasse, den Falkenplatz und den Grendel inkl. Falkengasse. Insgesamt wurde bis im Dezember 2018 ein Abschnitt in der Länge von rund 530 Metern und eine Fläche von ungefähr 6`100 Quadratmeter neu gestaltet und aufgewertet.

Mit der Neugestaltung in mitten der Luzerner Altstadt wurden drei wesentliche Ziele erreicht:

  1. Die Achse Grendel-Löwengraben erfährt eine stadträumliche Aufwertung. Die Aufenthaltsqualität wird durch die stadträumliche Aufwertung verbessert und eine zukünftige Nutzungsflexibilität wird ermöglicht.
  2. Die Neugestaltung entspricht dem Verkehrsregime und erfüllt die Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) sowie der Verkehrssicherheit. Das Verkehrsregime (vgl. weiter unten auf dieser Website) und die Strassenraumgestaltung werden aufeinander abgestimmt. Der Strassenraum erfüllt die gesetzlichen Vorgaben für die Behindertengerechtigkeit und die Verkehrssicherheit wird erhöht.
  3. Die Veloparkierungssituation wird optimal gelöst. Veloparkierungsmöglichkeiten werden in genügender Anzahl vorhanden und auf die anderen Nutzungen des Stadtraums verträglich abgestimmt sein. Das städtische Veloparkierungskonzept dient als Richtlinie für die Veloparkierungssituation im Gebiet Grendel-Löwengraben.

Insgesamt wurden auf dem Projektperimeter sechs Sitzbänke platziert. Die einzelnen Abschnitte Grendel / Falkengasse, Falkenplatz, Grabenstrasse und Löwengraben wurden wie folgt neu gestaltet:
 

Abschnitt Grendel inkl. Falkengasse

Der Grendel als Einkaufs- und Flanierzone wird neu durch einen gebogenen Granitstreifen bestimmt. Die Trottoirs wurden aufgehoben und im Bereich des Granitstreifens ist der Schwarzbelag reliefmässig etwas tiefergelegt. In der Falkengasse wurde die Pflästerung gemäss dem Gesamtkonzept durch den Asphaltbelag ersetzt. Die Wasserführung erfolgt mit einem schmalen Granitstreifen als Wasserstein.

 

Grendel (Animation vorher - nachher)
Grendel (Animation vorher - nachher)

 

Abschnitt Falkenplatz:

Die Pflästerung des Falkenplatzes wurde für die Anpassungsarbeiten neu versetzt, die Anrampung in die verschiedenen anschliessenden Strassen und Gassen jedoch entfernt. Für den gestalterischen Anschluss der Pflästerung an den Schwarzbelag wurde die Pflästerung als platzbetonendes Element von den Fassaden gelöst (Abstand 1.50m). Der Platz hat hier einen Fries aus Schwarzbelag erhalten, der die am Platz ankommenden Gassen und Strassen auch auf Materialebene aufnimmt. Die Pflästerung bekommt dadurch innerhalb des durchlaufenden Asphaltgedankens eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz. Der Falkenplatz enthält neu eine konventionelle Entwässerung über Bundsteine mit einem leichten Anschlag an der nördlichen und östlichen Platzseite.

 

Falkenplatz (Animation vorher - nachher)
Falkenplatz (Animation vorher - nachher)

 

Abschnitt Grabenstrasse

Entlang der linken Seite (Blickrichtung Mühleplatz) ist ein Granitstreifen realisiert. Dieser dient der Entwässerung und der Abgrenzung der Veloparkplätze von den Hausfassaden und ist gleichzeitig auch als gestalterisches Element wahrzunehmen. Bei der Einmündung Mariahilfgasse ist der Granitstreifen unterbrochen und die bestehende Pflästerung wurde angepasst. Mit einer Rampe (Geschwindigkeitsreduktion) schliesst die Mariahilfgasse an den Asphaltbelag des Löwengrabens an. Die Grabenstrasse wird im Bereich des Granitstreifens in konventioneller Weise entwässert.

 

Grabenstrasse (Animation vorher - nachher)
Grabenstrasse (Animation vorher - nachher)

 

Abschnitt Löwengraben

lm Bereich des alten Gefängnisses und der ehemaligen Post wurde ein grosser Platz (Aufenthalt und Veranstaltungen) ealisiert. Der obere Teil des Platzes dient als Wendeplatz, was entsprechend signalisiert ist. Die bestehenden Schrägparkplätze vor dem Kiosk bleiben erhalten und werden neu als Kurzzeitparkplätze (maximal 30 Minuten, von 6 bis 22 Uhr) bewirtschaftet. Die Zone zwischen dem neuen Platz (Quartierplatz) und dem Mühleplatz wurde als Begegnungszone ausgebaut (Höchstgeschwindigkeit 20 km/h), d.h. die beiden Granitstreifen wurden abgesenkt versetzt und beim Platzbeginn als optisches Zeichen miteinander verbunden. Die vorherige Mulde wurde entfernt. Für grosse Veranstaltungen (Fasnacht, Luzerner Fest etc.) ist ein temporärer Presscontainer durch den jeweiligen Veranstalter platzierbar. Die heutige Entsorgungsstelle wurde durch eine Unterfluranlage ersetzt. Für den Bereich Löwengraben erfolgt die Entwässerung über die Mittelachse des Strassenraums in konventioneller Weise.

 

Loewengraben (Animation vorher - nachher)
Löwengraben (Animation vorher - nachher)

 

Kontakt

Stadt Luzern
Projekte (TBA)
Industriestrasse 6
6005 Luzern
T +41 41 208 86 86

Zur Dienstabteilung
Kontaktformular
Kontaktperson
Daniel Nussbaumer
T +41 41 208 85 37

Zur Person
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Verkehrsregime Grendel-Löwengraben

Grundsätzlich wurde an den bestehenden Verkehrsanordnungen festgehalten. Ausgenommen davon ist der Löwengraben: Dieser wird neu als Begegnungszone signalisiert. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 20 km/h beschränkt.

Auf der Achse Grendel–Falkenplatz–Grabenstrasse–Löwengraben verläuft eine bedeutende Veloachse durch die Innenstadt von Luzern. Diese ist sowohl im kantonalen wie auch im kommunalen Richtplan enthalten. Die Route ist für den Radverkehr in beiden Richtungen befahrbar.

Der Abschnitt Grendel–Falkenplatz–Grabenstrasse ist als Fussgängerzone signalisiert. Die Grabenstrasse ist für den Güterumschlag nur als Einbahnstrasse vom Falkenplatz in Richtung Löwengraben befahrbar, ausgenommen davon ist der Radverkehr. Der Löwengraben ist in beiden Richtungen befahrbar mit Wendemöglichkeit für PKWs beim Reisebüro Löwengraben.

Die Zufahrt zum Güterumschlag in der Fussgängerzone ist werktags in der Zeit von 06 bis 10 Uhr generell gestattet. Während der übrigen Zeit erteilt die Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen von Fall zu Fall für Lieferfahrten, die unaufschiebbar in der Sperrzeit durchgeführt werden müssen, eine Zufahrtsbewilligung. In Ausnahmefällen kann dazu eine Jahresbewilligung erteilt werden.

Der Grendel, der Falkenplatz, der Löwengraben und die Grabenstrasse sind mit einem Zonen­parkverbot signalisiert. Der Güterumschlag im Sinne des Gesetzes ist möglich. Die Fahrzeuge dürfen jedoch nicht verkehrsbehindernd oder sogar verkehrsgefährdend aufgestellt werden, indem die Durchfahrt für andere Fahrzeuge verunmöglicht wird.

Im Löwengraben werden drei Kurzzeitparkplätze beim Reisebüro privat genutzt und werden neu mit einer maximalen Parkzeit von 30 Minuten täglich von 06 bis 22 Uhr signalisiert und bewirtschaftet (Parkieren verboten von 22 bis 06 Uhr).

Um das Wenden beim Wendeplatz Löwengraben zu gewährleisten, ist in diesem Bereich ein Halteverbot signalisiert.

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