Kleinstadt vor und nach der Sanierung

Sanierung Kleinstadt

Im Oktober 2016 haben REAL Recycling Entsorgung Abwasser Luzern, ewl energie wasser luzern und die Stadt Luzern mit der Umsetzung des Gesamtprojekts Kleinstadt begonnen. 200 Meter des einsturzgefährdeten Krienbachkanals, alle Wasser-, Brunnen-, Erdgas- und Elektroleitungen sowie die Siedlungsentwässerung und die privaten Hausanschlüsse wurden saniert. Gleichzeitig hat man der Oberfläche einen neuen Aufwisch verpasst: Die neue Pflästerung hebt den Charme eines der kleinsten und ältesten Luzerner Quartiers noch mehr hervor.
Ein grosses Dankeschön

Am 21. April 2018 wurden der Abschluss der Bauarbeiten und das Erstrahlen der Kleinstadt in neuem Glanz gebührend gefeiert. Stadtrat Adrian Borgula weihte gemeinsam mit Quartiervereinspräsident Matteo Schaffhauser den wieder zurückgekehrten Krienbachbrunnen ein und blickte auf eine gelungene Zusammenarbeit zurück. Impressionen des grossen Kleinstadtfests erhalten Sie in unserer Fotogalerie und dem Video.

Symbolische ?bergabe des Krienbachbrunnens
Stadtrat Adrian Borgula mit Quartiervereinspräsident Matteo Schaffhauser vor dem Krienbachbrunnen

Die Stadt Luzern bedankt sich bei allen Partnerinnen und Partnern, Anwohnenden, Geschäften und Benutzerinnen und Benutzern des Quartiers für die wertvolle Zusammenarbeit und für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauzeit.
 

Gesamtsanierung Kleinstadt - Das Projekt

Die Kleinstadt gehört zu den ältesten Stadtteilen von Luzern. Der Zustand der Strassen, Gassen, Trottoirs und der Beleuchtung vermochten der Bedeutung als Teil der Altstadt nicht mehr gerecht zu werden. Flickwerke prägten den Anblick. Ausgehend von der dringenden Sanierung des Krienbachkanals, der Erneuerung der Wasser-, Brunnen-, Erdgas- und Elektroleitungen sowie der privaten Hausanschlüsse haben die Stadt Luzern und ihre Partner die Chance beim Schopf gepackt: "Gemeinsam wurde ein Projekt entworfen, welches die Arbeiten im Untergrund und auf der Oberfläche in einem Aufwisch ermöglicht hat. Dazu gehörte auch, die Beleuchtung im Sinne des Plan Lumière atmosphärischer und sparsamer zu installieren", sagte Angelo Garofalo, Gesamtprojektleiter des Tiefbauamts Stadt Luzern. Für die Aufwertungsmassnahmen wurde vom Grossen Stadtrat ein Kredit von 4,44 Mio. Franken bewilligt. Mit dem Oberflächengestaltungsprojekt konnte eine massgebliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für Bevölkerung, Gäste und Gewerbe geschaffen werden. Dies gilt insbesondere auch für den Detailhandel, für welchen gut gestaltete Stadträume nachweislich einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellen. Das Projekt leistet mit der Attraktivierung der Kleinstadt einen wichtigen Beitrag im Sinne des „Forums Attraktive Innenstadt“, mit welchem der Stadtrat die Luzerner Innenstadt als attraktiven Stadtteil erhalten und stärken will.



"Das Resultat ist ein Gewinn für unser Quartier"


Eine derartige Riesenbaustelle bringt immer auch Einschränkungen fürs Quartier mit sich.  Der Bauablauf wurde jedoch so gut wie möglich auf die Bedürfnisse im Quartier abgestimmt. «Wir haben in Etappen gebaut, so dass wir zum Beispiel die Einschränkungen für die Boulevardbetriebe an der Reuss auf den Winter konzentrieren konnten» sagte Gesamtprojektleiter Angelo Garofalo. Weiter blieben alle Geschäfte, Liegenschaften und das Parkhaus während der gesamten Bauzeit zugänglich. Der Quartiervereinspräsident, Matteo Schaffhauser, zieht ein positives Fazit: "Wir wurden von der Stadt immer frühzeitig informiert. Die Projektleitung war stets bestrebt, mit den Betroffenen eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das Resultat ist ein Gewinn für unser Quartier". Dass die Arbeiten zwei Monate früher als geplant beendet werden konnten, hat das Ganze noch abgerundet.



Zahlreiche Verbesserungen


Eingebaut wurde eine Pflästerung aus einheimischem Naturstein, die die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes bzw. des hindernisfreien Bauens erfüllt und dank neuer Wasserführung grosse Regenmengen bewältigen kann. Durch die Aufhebung der Trottoirs wurde ein flexibel nutzbarer Raum geschaffen. Auf den neu gestalteten Flächen wurden zusätzliche Velo-Abstellplätze erstellt und die Moto-Abstellplätze mit einem Parkfeld von 6 Metern Länge beibehalten. Zwei Auto-Parkplätze (Kurzparkierer) wurden innerhalb des Quartiers verschoben. Im Rahmen der Neugestaltung wurden keine Parkplätze abgebaut. Mit einer energieeffizienten Beleuchtung gemäss Plan Lumière konnte das Sicherheitsempfinden gesteigert und die Orientierung verbessert werden.



Jungbäume wurden gepflanzt


Im Rahmen der Vorabklärungen hatte sich gezeigt, dass sich fünf der Bäume in der südlichen Burgerstrasse in einem schlechten Zustand befanden. Konkret wiesen die Bäume sehr viel Totholz auf. Für Laien zeigte sich der schlechte Zustand gut erkennbar im Sommer. Nach einer Baumpflege im Frühling 2016 wiesen die Bäume im Sommer bereits wieder Totholz auf. «Auch ohne Baustelle hätten wir daher diese Bäume spätestens in ein bis zwei Jahren ersetzen müssen», sagte Fritz Bächle, Baumsachverständiger der Stadt Luzern. Deshalb wurden die Bäume im Rahmen der Vorarbeiten im Herbst 2016 gefällt. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden als Ersatz an der gleichen Stelle fünf neue Jungbäume gepflanzt.