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12. October 2021
Wer ein Grundstück besitzt, muss seine Pflanzen zurückschneiden, bevor sie in den Trottoir- oder Strassenraum hineinragen. Nebst der Grünabfuhr bietet die Stadt Luzern im Frühling und im Herbst zusätzlich einen Häckseldienst an. Viele, aber noch nicht alle Betroffenen nutzen diese wertvolle Dienstleistung – und müssen dann an ihre Pflicht erinnert werden.

Es ist angenehm, mitten in der Stadt zu leben und gleichzeitig von üppig wachsendem Grün umgeben zu sein. Die vielen Blumen, Sträucher und Bäume in Luzern tragen wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität bei. Wenn jedoch Fussgänger wegen wuchernder Hecken das Trottoir verlassen und die Fahrbahn benützen müssen oder, wenn Zweiradfahrer gezwungen sind, herunterhängenden Zweigen auszuweichen, ist das zu viel des Guten.
 

Unfall- und Verletzungsgefahr
Auch die Mitarbeiter des Strasseninspektorats schätzen das Grün in Luzern, zumindest solange sie davon nicht in ihren Arbeiten eingeschränkt werden. An manchen Orten wird jedoch die Befahrbarkeit von Trottoirs und Strassen durch zu gross gewordene Gewächse derart erschwert, dass ein Durchkommen mit Kehricht-, Reinigungs- oder Winterdienstfahrzeugen nur noch erschwert möglich ist. Dabei werden nicht nur deren Funkantennen oder Seitenspiegel in Mitleidenschaft gezogen, auch die Chauffeure und Belader der Kehrichtfahrzeuge können sich durch Äste verletzen. Stark wuchernde Pflanzen können ausserdem zu Sichtbehinderungen führen und dadurch die Unfallgefahr erhöhen.
 

Besser frühzeitig und grosszügig
Pflanzen auf privaten Grundstücken dürfen das Lichtraumprofil auf öffentlichem Grund nicht tangieren. So heisst der „lichte Raum“ über Trottoirs und Strassen, der von jeglichen Gewächsen freigehalten werden muss. Das Lichtraumprofil beträgt – senkrecht ab der Grundstücksgrenze gemessen – 2,50 Meter über Trottoirs und Fusswegen und 4,80 Meter über Strassen. Diese Mindestmasse dürfen auch dann nicht unterschritten werden, wenn sich die Äste bei Regen oder Schneefall nach unten biegen. Das Strassengesetz des Kantons Luzern verpflichtet alle Grundeigentümer zum rechtzeitigen Zurückschneiden ihrer Pflanzen. Daher ist es sinnvoll, wenn ein erforderlicher Rückschnitt frühzeitig und vor allem grosszügig vorgenommen wird. In der Praxis sieht es jedoch leider oft anders aus. Regelmässig müssen deshalb Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümer oder deren Verwaltungen zum Rückschnitt aufgefordert werden.
 

Häckseldienst oder Grünabfuhr
Wenn der Rückschnitt erledigt ist, geht es an die Verwertung des Schnittguts. Der Häckseldienst eignet sich für alle, bei denen verholztes Schnittgut anfällt und die eine Verwendung für das Häckselgut haben. Wer im eigenen Garten kompostiert, kann das Material in gehäckselter Form gut gebrauchen: Die Holzstückchen schaffen Lufträume im Komposthaufen und verhindern damit sauerstofffreie Zonen, in denen sich Fäulnisherde bilden können. Häcksel eignet sich aber auch zur Bodenbedeckung und zum Anlegen von Gartenwegen.

Wer keine Verwendung für die Holzhäcksel hat oder bei wem nur unverholztes Material anfällt, stellt das Schnittgut entweder gebündelt (max. 200 cm Länge, max. 25 kg Gewicht) oder im altbewährten Grüncontainer für die Abfuhr bereit.

 

Für Fragen stehen Ihnen die Webseite www.abfall.stadtluzern.ch, der Abfallkalender oder das Abfalltelefon Stadt Luzern 041 208 78 70 zur Verfügung.

 

Stadt Luzern
Strasseninspektorat
Industriestrasse 6
6005 Luzern
Telefon: 041 208 78 81
E-Mail: othmar.fries@stadtluzern.ch
Internet: www.abfall.stadtluzern.ch

 

Häckseltermine Herbst 2021

Rechtes Ufer: 8./9./10. November
Littau und Reussbühl: 11./12. November
Linkes Ufer: 15./16./17. November

 

Anmeldungen beim Abfalltelefon Stadt Luzern vom 11. Oktober bis zum 3. November 2021.

Das Abfalltelefon Stadt Luzern (041 208 78 70) nimmt Ihre Anmeldung innerhalb des angegebenen Zeitraums entgegen. Bitte teilen Sie uns dabei die ungefähre Schnittgutmenge mit.

Schneiden Sie Ihr Astwerk frühzeitig! Das vom Abfalltelefon Stadt Luzern angegebene Häckseldatum kann – je nach Anzahl der Anmeldungen – tageweise vor- oder nachverschoben werden. Die Firma Burri & Achermann Gartenbau AG informiert Sie nach Anmeldeschluss telefonisch, falls eine Änderung des vorgesehenen Häckseldatums erforderlich ist.
 

Weitere Informationen:

  • Jeder Liegenschaft in der Stadt Luzern, wo ein Kompostplatz betrieben oder das Häckselgut im Garten verwendet wird, steht der Häckseldienst einmal pro Halbjahr (Frühling/Herbst) zur Verfügung. Es wird kein Häcksel abgeführt.
     
  • Es wird nur Material gehäckselt, das sich zum Kompostieren eignet (verholztes Astwerk bis 12 cm Durchmesser).
     
  • Die Kosten der Anfahrt zur Liegenschaft sowie der ersten halben Stunde des Häckseldienstes gehen zulasten der Stadt. Der weitere Aufwand ist von der Auftraggeberin oder vom Auftraggeber zu tragen (pro angebrochene Viertelstunde Fr. 42.–).

 

 

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