Gartencafé Auf Musegg 1

13. July 2020
Im April 2021 wird im Aussenbereich der Villa Auf Musegg 1 das Gartencafé «Bistro mes amis» eröffnet. Am 15. August und am 12. September 2020 werden sich die Betreiber des Gartencafés mit zwei Anlässen der Nachbarschaft, dem Quartier und der Luzerner Bevölkerung vorstellen. Der Betrieb der Buvette ist vorerst bis Ende der Sommersaison 2021 befristet. Die Erfahrungen aus der Zwischennutzung sollen in die Überlegungen zum Betrieb des gastronomischen Angebots im Rahmen der definitiven Nutzung einfliessen. Der Stadtrat will die Villa sanieren, um sie für Wohnzwecke zu vermieten und das Erdgeschoss öffentlich zugänglich zu machen.

Die Villa Auf Musegg 1 wurde 1867 ursprünglich als Sommerwirtschaft erbaut und war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das erste neue Gebäude im Gebiet der Musegghalde. Seit 1965 befindet sich das Gebäude im Eigentum der Stadt Luzern und ist im kantonalen Bauinventar als schützenwert eingestuft. Von 1967 bis 1996 war in der Villa das Kindergartenseminar der Stadt Luzern untergebracht. Zurzeit wird das Erdgeschoss durch die Timeout-Klasse der Volksschule genutzt. Die oberen Etagen sind raumweise an Kunstschaffende aus der Stadt Luzern vermietet. Die Stadtgärtnerei nutzt die Remise. Wegen der Schäden aufgrund von Feuchtigkeit, Verwitterung und Setzungen und auch wegen der technischen Installationen, die das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, muss das Haus totalsaniert werden. Ziel ist es, 2023 mit der Totalsanierung zu starten.

Regional, nachhaltig, vegetarisch

Bis zur Gesamtsanierung will der Stadtrat im Aussenbereich der Villa eine Zwischennutzung mit einer mobilen Buvette ermöglichen. Aufgrund der zeitlich eingeschränkten Betriebsphase von einem bis maximal vier Jahren wurde eine Betreiberin oder ein Betreiber im Einladungsverfahren

gesucht. Der Stadtrat hat den Zuschlag Sarah Lämmli und Younes El Kinani gegeben. Sie betreiben seit September 2019 das Restaurant Majorelle im Himmelrich in Luzern. Das gastronomische Konzept der beiden Luzerner setzt auf ein Gartencafé mit regionalem und nachhaltigem, vegetarischem Angebot. In der mobilen Buvette «Bistro mes amis» wollen Sarah Lämmli und Younes El Kinani Auf Musegg 1 ein Frühstück mit einer Auswahl an frischen Broten und hausgemachtem Birchermüesli, ein saisonales vegetarisches Mittagsmenü, am Nachmittag Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr Apéro-Häppchen anbieten. Alkoholische Getränke werden nur ausserhalb der Unterrichtszeiten der Timeout-Klasse angeboten. Je nach Witterung wird das «Bistro mes amis» in den Sommermonaten von Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet sein.

Aufgrund der Situation wegen des Coronavirus wird die offizielle Eröffnung nicht im Sommer 2020 sein, sondern wurde auf April 2021 verschoben. Mit zwei Anlässen am 15. August und am 12. September 2020 möchten sich die Betreiber der Nachbarschaft, dem Quartier und der Luzerner Bevölkerung vorstellen und auf die Eröffnung im darauffolgenden Frühling einstimmen. Die Vereinbarung mit der Stadt Luzern gilt vorerst bis Ende der Sommersaison 2021. Im Anschluss wird die Situation neu beurteilt und die Vereinbarung gegebenenfalls angepasst. Die Erfahrungen aus der Zwischennutzung sollen in die Überlegungen zum Betrieb des gastronomischen Angebots im Rahmen der definitiven Nutzung einfliessen, der öffentlich ausgeschrieben werden soll.

Quartierverträglich

Ein grosser Teil der Villa und die Remise werden nach der Gesamtsanierung zu Wohnzwecken vermietet. Das Erdgeschoss mit den zwei grossen Räumen und der gedeckten Terrasse, die eine hervorragende Aussicht auf die Stadt, den See und die Umgebung bietet, soll öffentlich zugänglich gemacht werden. Vorgesehen sind ein Informationsbereich zur Museggmauer und zum Quartier Luegisland sowie eine einfache gastronomische Infrastruktur zum Beispiel ein Tagescafé. Auch kleine Veranstaltungen, Quartieranlässe oder Ausstellungen sollen möglich sein. Geplant ist zudem ein kleiner Shop für den Verkauf von Zentralschweizer Produkten. Wichtig ist dem Stadtrat, dass diese öffentlichen Nutzungen quartierverträglich sind. Entstehen soll ein Ort, der im Zeichen der Begegnung steht – der Begegnung zwischen den Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohnern und der Stadtbevölkerung, den Touristinnen und Touristen sowie den Besucherinnen und Besuchern der Museggmauer.