Spielgruppe

Stadtrat will auch Spielgruppen finanziell unterstützen

27. April 2020
Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat sich am 21. April 2020 entschieden, den Kitas und Tagesfamilien, die aufgrund der Corona-Pandemie Verluste erleiden, eine Ausfallentschädigung auszurichten. Damit erfüllt er eine Forderung, die u. a. seitens der Stadt Luzern bereits vor Ostern an ihn herangetragen wurde. Die Stadt unterstützt die kantonale Lösung und beteiligt sich wie vorgesehen an den Kosten. Sie geht aber noch einen Schritt weiter und will eine Ertragsausfallentschädigung für Spielgruppen ausrichten.

Der Stadtrat anerkennt die Systemrelevanz der Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung, auch er will deren Erhalt sicherstellen. Er dankt dem Regierungsrat, dass er aus volkswirtschaftlichen, sozial- und gesellschaftspolitischen Gründen die finanziellen Folgen der Corona-Krise bei den Kitas und den Eltern abfedern will. Er bittet den Kanton, dass er gegenüber den Eltern, klar kommuniziert, ob die Elternbeiträge an die Kita weiterhin bezahlt werden müssen bzw. wie eine Rückvergütung erfolgt.

Neben Kitas und Tagesfamilien stehen aber auch die Spielgruppen aktuell unter starkem finanziellem Druck. Hier gestaltet sich die Situation etwas anders, denn die Spielgruppenangebote mussten zusammen mit den Schulen ab 16. März 2020 schliessen. Seitdem fallen bei den Spielgruppen die Einnahmen zu 100% weg. Für die Stadt Luzern sind die Spielgruppen jedoch von besonderem Interesse, sind sie doch in der Frühen Förderung ein sehr wichtiger Partner (z. B. in der frühen Sprachförderung). Gehen die Spielgruppen aufgrund der ungedeckten Kosten und Einnahmenverluste zu und können nicht wiedereröffnet werden, stellt dies die Stadt Luzern vor ein grosses Problem. In diesem Fall könnten für Kinder mit einem Förderbedarf – beispielsweise im Spracherwerb – die notwendigen Angebote nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. Dies gilt insbesondere für das im Januar 2020 gestartete Projekt «startklar».

Die Stadt Luzern anerkennt, dass für die Spielgruppen eine separate Unterstützungslösung existenziell und von grosser Bedeutung ist. Sie rechnet aufgrund aktueller Schätzungen mit Kosten von rund Fr. 120'000.– pro Monat. Diese können sich noch verändern, da die Dauer der Schliessung der Spielgruppen noch nicht definitiv feststeht und der Entscheid dafür beim Bund liegt. Am 22. April 2020 hat der Stadtrat die Ausarbeitung eines Beschlussgeschäfts für eine finanzielle Unterstützung der Spielgruppen in Auftrag gegeben. Die Umsetzungsmodalitäten werden zurzeit ausgearbeitet.