Dosen und Büchsen konsequenter recyceln – die Umwelt dankt

7. April 2020
Alu- und Weissblechdosen bestehen aus wertvollen Rohstoffen. Deshalb werden sie gesammelt und wiederverwertet. Das schont die Umwelt beträchtlich. Doch trotz bereits hoher Recyclingquote: Wir können uns noch weiter verbessern.

Lebensmittelverpackungen aus Aluminium oder Weissblech weisen zahlreiche Vorteile auf: Sie sind beliebig oft recycelbar, besitzen eine hohe Festigkeit, sind korrosionsbeständig und schützen ihre Inhalte vor Licht, Luft und weiteren äusseren Einflüssen. Durch Hitzeeinwirkung haltbar gemachte Nahrungsmittel wie Gemüse, Ravioli oder Suppen können darin energiesparend aufbewahrt werden: ohne Kühlung, geschmacksneutral und ohne Zusatz von Konservierungsmitteln.

 

Recycling von Aluminium ...

Das Leichtmetall Aluminium wird aus dem Gestein Bauxit gewonnen. Aluminium lässt sich ohne Qualitätseinbusse unendlich oft recyceln. Dadurch reduziert sich der primäre Rohstoffverbrauch erheblich, zumal die Wirtschaft mit neu produziertem Aluminium weltweit längst nicht mehr auskommt. Beim Recycling können – im Vergleich zur Neuherstellung mit Bauxit – pro Kilogramm Aluminium bis zu 95 Prozent Energie und 9 Kilogramm CO2 eingespart werden.

Die Genossenschaft IGORA (www.igora.ch) engagiert sich seit 1989 für das Sammeln und das Recyceln von Aluminiumverpackungen. Die Sammelquote bei den Aludosen beträgt in der Schweiz enorme 94 Prozent. Nicht umsonst gilt die Schweiz als Recyclingweltmeister.

 

... und von Weissblech

Bei uns bestehen die meisten Konservenbüchsen für Lebensmittel aus verzinntem Stahlblech, dem sogenannten Weissblech. Das Zinn verhindert das Rosten und sorgt für Geschmacksneutralität. Beim Recyclingprozess werden die beiden wertvollen Rohstoffe Stahl und Zinn voneinander getrennt. Entzinnter und aufbereiteter Stahl ist ein hochwertiger und gefragter Wertstoff. Daraus entstehen wieder Büchsen oder weitere Sekundärprodukte wie Werkzeuge, Pfannen, Rohre oder Autobleche. Das Zinn wird unter anderem als Lötmittel wiederverwendet. Der Energieverbrauch beim Recycling fällt gegenüber einer Neuproduktion um 64 Prozent tiefer aus, die CO2-Emissionen werden um 73 Prozent verringert.

Die Organisation Ferro Recycling (www.ferrorecycling.ch) wurde 1987 mit dem Ziel gegründet, das Recycling von Stahlblechverpackungen zu fördern, um Ressourcen zu erhalten und die Umweltbelastung einzudämmen. Heute landen in der Schweiz 86 Prozent aller gebrauchten Stahlblechverpackungen in der Wiederverwertung. Wichtig: Stahlblechverpackungen gehören nicht in die Altmetallsammlung. Sie verursachen Probleme in der Stahlschmelze.

 

Gemeinsam und kostenlos entsorgen

In der Stadt Luzern stehen für die Entsorgung von Alu und Weissblech alle 28 dezentralen Sammelstellen zur Verfügung (siehe Abfallkalender). Auch in den elf Ökihöfen des Gemeindeverbandes REAL werden diese Materialien kostenlos entgegengenommen. Sie können in dieselben Sammelbehälter eingeworfen werden. Da Aluminium – im Gegensatz zu Stahlblech – nicht magnetisch ist, lassen sich die beiden Metalle vor dem Recyclingprozess mühelos trennen. Aus hygienischen Gründen sollen nur saubere Büchsen entsorgt werden. Tipp: Konservenbüchse kurz auswaschen, das Papier mit der Produktebezeichnung entfernen und die Büchse flach drücken. So wird zu Hause und im Sammelcontainer viel Platz gespart, und es entstehen keine unangenehmen Gerüche.

Folgendes darf weder in den Alu-/Weissblech-Behältern der Sammelstellen entsorgt, noch bei den Sammelstellen deponiert werden:

  • Grosse Metallstücke und andere Metallteile, Pfannen, Schrauben, Vorhangschienen und Ähnliches (dafür gibt’s Altmetallsammlungen oder Ökihöfe).
  • Verbundverpackungen, die nur teilweise Aluminium enthalten oder eine kunststoffbeschichtete Aluminiumfolie aufweisen: leere Spraydosen, Suppen- und Stockibeutel, Butterpapiere, Behälter von Fertiggerichten, Tetra-Pak- und Medikamentenverpackungen usw. (Kehricht).
  • Kaffeekapseln aus Aluminium (Nespresso-Kapseln) mit Recycling-Signet (Ökihöfe, nur in die speziell dafür gekennzeichneten Container, teilweise auch bei den Verkaufsstellen oder neu bei Coop und Migros oder via Post).

Falsche Materialien in den Sammelbehältern müssen vor dem Recycling aufwendig aussortiert werden. Dadurch wird die Wiederverwertung erschwert und unnötig verteuert. Aber auch Abfälle, die unerlaubterweise auf den Arealen der Sammelstellen zurückgelassen werden, verursachen grossen zusätzlichen Reinigungs- und Entsorgungsaufwand und damit Kosten für alle Luzernerinnen und Luzerner. Korrektes Separieren und Entsorgen zahlt sich also für alle aus!

Für Fragen stehen Ihnen die Webseite www.abfall.stadtluzern.ch, der Abfallkalender oder das Abfalltelefon Stadt Luzern 041 208 78 70 zur Verfügung.

 

Stadt Luzern

Strasseninspektorat

Industriestrasse 6

6005 Luzern

Telefon: 041 208 78 81

E-Mail: othmar.fries@stadtluzern.ch

Internet: www.abfall.stadtluzern.ch