Fasnacht 2020

Fasnacht 2020: Gemeinsame Aktion gegen Abfall in der Reuss

7. February 2020
Am 20. Februar 2020 startet die Luzerner Fasnacht. Stets landet an den «rüüdigen» Tagen Abfall in der Reuss. Nun appellieren alle grossen Fasnachtsorganisationen zusammen mit der Stadt an die Vernunft der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler.

Mit dem legendären Urknall am «Schmutzigen Donnerstag», 20. Februar, um 5 Uhr geht es los. Bis zum «Aschermittwoch», 26. Februar, werden wohl wieder über 100’000 Fasnachtsbegeisterte kreativ und ausgelassen durch die Luzerner Innenstadt ziehen. «Ein derart grosser Anlass verursacht auch viel Abfall. Durchschnittlich über 100 Tonnen», sagt Thomas Schmid, Leiter Strasseninspektorat. Nicht alles wird in die weissen Big-Bags geworden. Stets landen auch Becher, Essensverpackungen, Servietten etc. in der Reuss und im See – um die 4000 Liter oder gut 800 Kilo pro Fasnacht. Meistens ohne Absicht, manchmal mit.

Auf diese Problematik machen nun alle grossen Fasnachtsorganisationen – die Vereinigten (Vereinigte Guuggenmusigen Luzern), das Lozärner Fasnachtskomitee (LFK) sowie die Kult-Ur-Fasnächtler Lozärn und die Stadt Luzern mit einem Flyer (nur in elektronischer Form) aufmerksam. Abfall, der im Wasser landet, schadet der Umwelt und muss vom Strasseninspektorat mit viel Aufwand geborgen und entsorgt werden. «Den Abfall korrekt entsorgen heisst also zweierlei: Wertschätzung der Umwelt plus den Mitarbeitenden vom Strasseninspektorat entgegenbringen», sagt Robert Marty von den Vereinigten.

In diesem Zusammenhang erinnern Stadt und Fasnachtsorganisationen auch daran, keine Glasflaschen an die Fasnacht zu bringen – das Verletzungsrisiko aufgrund von Scherben ist hoch. Ebenfalls die Sicherheit betrifft folgender Aufruf der Stadt an die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler: Gasflaschen in Stahlbehältern können bei einer Explosion schwere Verletzungen verursachen. Die Stadt empfiehlt dringend, darauf zu verzichten und Behälter aus Kunststoff zu nehmen. Das gilt insbesondere für Aktivitäten in der Altstadt. Im öffentlichen Raum eingesetzte gasbetriebene Anlagenn müssen zudem jährlich überprüft und mit einer Vignette gekennzeichnet werden.

Bezüglich Sicherheit gibt es eine Anpassung: Aus Sicherheitsgründen wird der Rathaussteg nun an den offiziellen Fasnachtstagen (Schmutziger Donnerstag, Rüüdige Samschtig, Güdismontag und Güdisdienstag) zwischen 21 und 1 Uhr in Richtung Altstadt gesperrt. Diese Sperrung dient der Sicherheit der Personen rund um den Rathaussteg. Der Weg Richtung Bahnhofstrasse ist jederzeit gewährleistet. Die Luzerner Polizei behält sich je nach Situation auch Sperrungen ausserhalb dieser fixen Zeiten vor.

Wie bereits in den Vorjahren erhalten verunfallte oder verletzte Fasnächtlerinnen oder Fasnächtler Hilfe beim Sanitätsposten an der Rössligasse 12. Ergänzend sind mobile Samariterpatrouillen im Einsatz.

Neu wird dieses Jahr erstmals das Inseli als Fasnachtsort genutzt. Dort wird durch die Zunft zum Inseli «Insula Lucernis» gemäss eigenen Aussagen die Ur-Fasnachtstradition gepflegt. Die Stadt freut sich über das Engagement der Gruppe und darüber, dass die Empfehlungen bezüglich Littering und Lärmimmissionen auch dort eingehalten werden.

Die bisherigen Weisungen und Empfehlungen, die eine unfallfreie Fasnacht zum Ziel haben, bleiben die gleichen. Jene für Wagenbauer und Standbetreibende sind in der überarbeiteten «Wegleitung zur Fasnacht 2020» festgehalten. Zu den Auflagen gehören etwa der für die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge benötigte Korridor von 3,5 Meter, das ausserhalb bestimmter Zonen geltende Fahrverbot in der Altstadt sowie das Verbot von offenen Feuern wie Fackeln oder Kerzen.

Umwelt- und Mobilitätsdirektor Adrian Borgula sagt: «Die Stadt dankt allen beteiligten Organisationen, Vereinen und Personen für das grosse Engagement zugunsten unserer einzigartigen Luzerner Fasnacht. Wir alle freuen uns auf ein paar unbeschwerte, ausgelassene und friedliche Tage.»

Viele Infos über die Luzerner Fasnacht finden Sie auf www.fasnacht.stadtluzern.ch

Diese News wurde betreffend Einbahnregime auf dem Rathaussteg nachträglich präzisiert.