eUmzug

"eUmzugLUAgglo": Online-Angebot ersetzt Gang auf Verwaltung

29. Januar 2019
Die Stadt Luzern hat zusammen mit acht Gemeinden das Projekt «eUmzugLUAgglo» realisiert. Einwohnerinnen und Einwohner sowie Neuzuziehende dieser Gemeinden können sich ab sofort rund um die Uhr bequem online bei den Einwohnerdiensten an-, ab- und ummelden. Am Projekt beteiligt sind die Gemeinden Adligenswil, Ebikon, Emmen, Horw, Meggen, Kriens, Malters, Rothenburg und die Stadt Luzern.


Aktuell müssen sich Luzernerinnen und Luzerner bei Weg-, Zu- und Umzügen persönlich bei den Einwohnerkontrollen der jeweiligen Gemeinden melden. Ab sofort kann rund die Hälfte der Kantonsbevölkerung dies unabhängig von den Öffnungszeiten bequem via Internet erledigen. Möglich macht es das Projekt «eUmzugLUAgglo». Daran beteiligt sind nebst der Stadt Luzern die Gemeinden Adligenswil, Ebikon, Emmen, Horw, Kriens, Meggen, Malters und Rothenburg. «Damit wird eine in Bevölkerungsumfragen am häufigsten gewünschte Dienstleistung realisiert», sagt Katrin Aeberhard, Abteilungsleiterin Bevölkerungsdienste der Stadt Luzern.

Mittels der neuen Online-Anwendung erfasst die meldepflichtige Person ihre Weg- und Zuzugsdaten in einem einzigen Schritt direkt auf der schweizerischen Transaktionsplattform «eUmzugCH», (www.eumzug.swiss). Diese Plattform ist ein Projekt von E-Government Schweiz. Das ist die Organisation von Bund, Kantonen und Gemeinden für die Ausbreitung elektronischer Behördendienstleistungen. Sie steuert, plant und koordiniert die gemeinsamen E-Government-Aktivitäten der drei Staatsebenen. Längerfristig will E-Government Schweiz die elektronische Umzugsmeldung flächendeckend in der ganzen Schweiz einführen. Folgende Kantone haben die Plattform bereits im Einsatz: Aargau, Appenzell Ausserhoden, Glarus, Graubunden, Schwyz, St. Gallen, Thurgau, Uri, Zug und Zürich.

eImmo: Erleichterung auch für Vermieter

Auch Vermieter von Wohnungen müssen Umzüge melden, auch dies wird vereinfacht. Ziel des Projekts «eImmo» ist es, den Vermietern zu ermöglichen, Ein- und Auszüge von Mietern den Einwohnerkontrollen elektronisch und standardisiert zu übermitteln. Heute geschieht dies hauptsächlich in Papierform. Eine Arbeitsgruppe unter der Federführung des Bundes in Zusammenarbeit mit den Kantonen realisiert dieses Projekt. Ab Januar 2020 soll die elektronische Übermittlung von Umzugsmeldungen möglich sein.

Die Einführung zuletzt von E-Counting und nun eUmzugCH ist Teil der Digitalstrategie der Stadt (siehe Box). Immer mehr Dienstleistungen sollen der Bevölkerung auch online zugänglich gemacht werden.

Auf dem Weg zur digitalen Transformation

Mehrere parlamentarische Vorstösse im Bereich Digitalisierung aus den Jahren 2016 und 2017 zeigen, dass die digitale Transformation der Stadtverwaltung und des urbanen Raums auch auf politischer Ebene als wichtiges Thema wahrgenommen und unterstützt wird. Gleichzeitig sind die Vorstösse Ausdruck dafür, dass die Stadt in diesem Bereich Entwicklungspotential aufweist.

Der Stadtrat ist sich der Bedeutung der digitalen Transformation bewusst. Er hat die Vorstösse entsprechend beantwortet und die Erarbeitung einer gesamtstädtischen Digitalstrategie angeordnet. Die öffentliche Hand ist nun gefordert, ihre Rolle zu klären, die rechtlichen, organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen zu definieren sowie die benötigten finanziellen und personellen Ressourcen bereit zu stellen. Die Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung sollen in einer zunehmend digitalisierten Umgebung gesichert werden und einen Mehrwert für Bevölkerung und Wirtschaft erzielen. Seit Anfang 2018 wird im Rahmen des Projekts «Stadt Luzern digital» eine Digitalstrategie erarbeitet. Der entsprechende Bericht und Antrag wird dem Parlament gemäss aktueller Planung Ende März 2019 zum Beschluss vorgelegt.