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18. November 2020
Die Gewinner des Anerkennungspreises Quartierleben 2020 sind: Pfadi St. Michael, Pfadi St. Anton, Pfadi Seppel, Jungwacht-Blauring St. Anton, Kinder- und Jugendchor St. Anton-St. Michael und Blauring St. Johannes. Sie leisteten während des Lockdowns im Frühling über 600 Einsätze zugunsten älterer Bewohnerinnen und Bewohner in den Quartieren.
Die Jugendverbände sind die dritten Preisträger, die den mit 5000 Franken dotierten Anerkennungspreis Quartierleben der Stadt Luzern entgegennehmen dürfen. Der erste Preis ging 2018 an die Chrampfergruppe Grenzhof (siehe Mitteilung), der zweite 2019 an den Verein Kinderfest Littau (siehe Mitteilung). Die Stadt würdigt mit dem Anerkennungspreis wirkungsvolles Engagement zugunsten lebendiger Quartiere. Wer gewinnt, entscheidet eine Jury mit Mitgliedern aus den Quartieren und der Stadtverwaltung.
 
Stadtrat Martin Merki zeigt sich beeindruckt: «Während dem Lockdown im Frühling haben diese Jugendorganisationen Ausserordentliches geleistet. Sie haben einen Einkaufsdienst für ältere Quartierbewohnerinnen und Quartierbewohner aufgezogen und mehr als 600 Einsätze geleistet.» Zwischenzeitlich sind pro Tag bis zu 40 Einkäufe getätigt worden.
 
Die erwähnten Pfadi und Jungwacht-Blauring (JuBla) Gruppen aus den verschiedenen Quartieren haben mit ihrem Einsatz demonstriert, dass sie unkompliziert und schnell reagieren und ihre Dienste auch in schwierigen Zeiten der Gesellschaft zur Verfügung stellen können. Die Nachbarschaftshilfe war sehr niederschwellig, die Verantwortlichen über eine einzige Telefonnummer erreichbar. Die Pfadi/Jubla-Gruppen haben sich via Whatsapp selber quartierbezogen organisiert. Martin Merki sagt: «Der Einsatz der Jugendorganisationen hat gezeigt, dass Solidarität in einer Pandemie auch mit Distanz möglich ist. Passend dazu zitiere ich die Aussage einer älteren Dame, die sich bedankt hat: ‹Ich habe immer gemeint, dass wir den Jungen egal sind - und jetzt kommen die, und helfen uns.›»
 
Eine, die kam und half, war Katrin Wyss von der Jungwacht-Blauring (Jubla) St. Anton. Die 16-jährige Kantischülerin aus dem Tribschenquartier hat rund ein Dutzend Einkäufe erledigt. «Ich fand es eine super Idee, dass junge Leute aus dem Quartier älteren aus dem Quartier helfen.» Geholfen hat auch Silvan Ineichen, Vorstandsmitglied im Kinder- und Jugendchor St. Anton-St. Michel. Der 17-jährige Kantischüler aus dem Tribschenquartier sagt: «Ich habe mir gedacht: Wenn wir wegen dem Lockdown ja eh schon zuhause hocken müssen, können wir die Zeit doch grad sinnvoll nutzen.» Silvan Ineichen hat am Telefon Aufträge entgegengenommen und diese koordiniert.
 
Die Pfadi und die Jungwacht-Blauring (Jubla) sind Jugendorganisationen, die ein soziales und sinnvolles Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche anbieten, oft draussen. Sie führen quartiersbezogene Gruppen: Je nach Quartier gibt es nur die Pfadi oder JuBla oder beides. Sie begleiten die Kinder oftmals, bis diese später als Gruppenleiter/innen aktiv werden. Immer wieder organisieren diese Jugendorganisationen themenbezogene Aktionen, sei dies in der Integration wie mit Pfasyl oder wie eben nun geschehen mit der Nachbarschaftshilfe während der Corona-Pandemie.  
 
Die Jugendorganisationen haben folgende Mitgliederzahlen: Jubla St. Anton: ca. 50 Kinder und Jugendliche; Pfadi St. Anton: ca. 60 Kinder und Jugendliche; Pfadi St. Michael: ca. 220 Kinder und Jugendliche; Kinder- und Jugendchor St. Anton - St. Michael: ca. 120 Kinder und Jugendliche; Blauring St. Johannes (Würzenbach): ca. 50 Kinder und Jugendliche; Pfadi Seppel (Maihof–St. Josef): ca. 140 Kinder und Jugendliche.
 
Der jährliche Anerkennungspreis Quartierleben richtet den Fokus auf ein ausgewähltes Projekt, das beispielhaft das vielfältige ehrenamtliche Engagement aufzeigt, welches das Leben in den Quartieren der Stadt belebt. Stadtrat Martin Merki sagt: «Auch die anderen nominierten Gruppen und die Einzelperson hätten einen Preis verdient. Der Stadtrat ist beeindruckt vom grossen Einsatz und der Qualität der Arbeit all der Freiwilligen in den Quartieren.» Deshalb ist die Verleihung des Anerkennungspreises normalerweise in die jährliche Quartierkonferenz eingebettet. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, der grossen Anzahl Freiwilliger im Namen des Stadtrates für ihren wichtigen Beitrag zu Gunsten einer dynamischen und lebendigen Stadt Danke zu sagen. Wegen der Corona-Pandemie musste dieser Anlass dieses Jahr abgesagt werden.
 
Alle Infos zum Anerkennungspreis Quartierleben der Stadt Luzern samt Kurzvideos zu den Nominierten für den Preis 2020 finden Sie unter www.quartierentwicklung.stadtluzern.ch.
 
Anerkennungspreis
Stadtrat Martin Merki übergibt den Preis einer kleinen Delegation der Gewinnerinnen und Gewinner: v.l. n. r. Martin Merki, Katrin Wyss, Silvan Ineichen und Thomas Walpen von der Katholischen Kirche, der die Jugendvereine bei der Organisation unterstützt hat. (Foto: Stadt Luzern)

 

 

 

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